Bachelorarbeit, 2019
62 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Hinführung: Feminismus, westliche Diskurse und Islam in Deutschland
2.1. Feminismus
2.1.1. Definition, historische Kontextualisierung und Formen des Feminismus
2.1.2. Koloniale Kontinuitäten im Feminismus und Konzept der Intersektionalität
2.2. Charakteristika westlicher Diskurse
2.2.1. Die Politik der Diskurse und Mächte
2.2.2. Die Politik der westlichen Repräsentation
2. 3. Islam in Deutschland
2.3.1. Faktenlage zum Islam in Deutschland
2.3.2. Repräsentation und Rezeption des Islams in Deutschland
2.3.3 Antimuslimischer Rassismus als Ausdruck kolonialer Kontinuität
3. Forschungsstand zur Relevanz des Islams im Feminismus
4. Empirische Hinführung: Forschungsfrage und Umsetzung
4.1. Forschungsfrage
4.2. Methodische Umsetzung
5. Auswertung und Diskussion der Ergebnisse
5.1. Quantitative Aussagen zur Relevanz des Islams in der „Emma“
5. 2. Qualitative Ergebnisse zum vermittelten Islambild
6. Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht die Relevanz und mediale Darstellung des Islams innerhalb des feministischen Diskurses, exemplarisch anhand des Magazins „Emma“. Das Hauptziel besteht darin, aufzudecken, wie der Islam im Rahmen eines westlich geprägten Feminismus konstruiert wird und inwiefern hierbei antimuslimische Wissensbestände oder koloniale Kontinuitäten eine Rolle spielen.
2.2. Charakteristika westlicher Diskurse
Da sich diese vorliegende Arbeit den feministischen Diskursen widmet, muss eine grundlegende Darbietung einer Begriffsdefinition zum ‚Diskurs‘ (Kap. 2.2.1.) vorangehen. Hierzu soll auf das vom französischen Philosophen Michel Foucault etablierte Verständnis über Diskurse eingegangen werden. Dabei soll der Fokus auf die Verflechtung des diskursiven Wissens und der ungleichen Machtverhältnisse liegen und damit eine theoretische Grundlage schaffen. Ferner möchte das folgende Kapitel die hegemonalen Strukturen postkolonialer Gesellschaften aufdecken und bedient sich im Hinblick auf die Repräsentation und Narration von und über Minderheiten an den Ausführungen Saids, Halls und Spivaks (Kap. 2.2.2.).
2.2.1. Die Politik der Diskurse und Mächte
„Der Diskurs – dies lehrt uns immer wieder die Geschichte – ist (...) nicht bloß das, was die Kämpfe oder die Systeme der Beherrschung in Sprache übersetzt; er ist dasjenige, worum und womit man kämpft; er ist die Macht, deren man sich zu bemächtigen sucht.“
Versucht man sich der Thematik der ‚Diskurse‘ zu nähern, kommt man nicht um Michel Foucault herum. Seine Diskurstheorie gilt bis heute als elementare Grundlage diskursanalytischer Untersuchungen. Das eingehende Zitat verdeutlicht, dass Diskurse in seinem Verständnis sowohl das Mittel, als auch den Gegenstand sozialer Kämpfe sind. Folglich verstand Foucault den Diskurs als eine Praxis, in welcher jene Machtverhältnisse aushandelt werden.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des antimuslimischen Wissens innerhalb des feministischen Diskurses ein und begründet das Forschungsinteresse am Magazin „Emma“.
2. Theoretische Hinführung: Feminismus, westliche Diskurse und Islam in Deutschland: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis durch eine historische Definition des Feminismus, eine Auseinandersetzung mit postkolonialen Diskursen und eine Analyse der aktuellen Wahrnehmung des Islams in Deutschland.
3. Forschungsstand zur Relevanz des Islams im Feminismus: Hier wird der bestehende wissenschaftliche Diskurs zum Verhältnis von Islam und Feminismus sowie zu medialen Analysen der „Emma“ zusammengetragen.
4. Empirische Hinführung: Forschungsfrage und Umsetzung: Das Kapitel präzisiert die Forschungsfrage und erläutert die methodische Vorgehensweise einer diskursanalytischen Untersuchung.
5. Auswertung und Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden in quantitative Häufigkeiten und qualitative Deutungsmuster unterteilt, um die diskursive Konstruktion des Islams in der „Emma“ offenzulegen.
6. Schlussfolgerung: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert die identifizierten hegemonalen Strukturen und kolonialen Topoi in der feministischen Berichterstattung.
Feminismus, Islam, Diskursanalyse, Antimuslimischer Rassismus, Postkolonialismus, Emma, Mediale Repräsentation, Intersektionalität, Andere, Machtverhältnisse, Kopftuchdebatte, Deutungsmuster, Hegemonie, Identitätskonstruktion, Islamfeindlichkeit.
Die Arbeit untersucht, wie das Magazin „Emma“ in den Jahren 2017 und 2018 über den Islam berichtet hat und inwieweit diese Berichterstattung von antimuslimischen oder kolonial geprägten Deutungsmustern geprägt ist.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von westlichem Feminismus und Islam, die mediale Konstruktion der „Anderen“, postkoloniale Kritik an feministischen Diskursen sowie die spezifische Rolle der „Emma“ als Meinungsführerin.
Das Ziel ist es, aufzudecken, ob das feministische Konzept der „Emma“ den Ansprüchen einer intersektionalen Gerechtigkeit gerecht wird oder ob es den Islam als einen zum Fundamentalismus neigenden, fremden Antagonisten konstruiert.
Die Autorin nutzt eine wissenssoziologische Diskursanalyse nach Rainer Keller, um die verwendeten sprachlichen Mittel und argumentativen Strategien in den Artikeln freizulegen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Rahmung (Feminismus, Postkolonialismus, Islam in Deutschland) und eine empirische Analyse, in der quantitative Daten zur Häufigkeit sowie qualitative Deutungsmuster (z.B. „Die Gefahr“, „Die unterdrückte Muslima“) identifiziert werden.
Wichtige Begriffe sind Feminismus, Antimuslimischer Rassismus, Diskursanalyse, Intersektionalität, Postkolonialismus und Repräsentation.
Das Kopftuch wird von der „Emma“ primär als Symbol der Unterdrückung identifiziert. Die Analyse zeigt, dass das Magazin zwischen einer „guten“ (unverschleierten) und einer „unterdrückten“ (verschleierten) Frau unterscheidet, was Exklusionsprozesse fördert.
Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass muslimische Frauen zwar thematisiert werden, aber selten als eigenständige Akteurinnen mit akademischem oder religiösem Bezug zu Wort kommen; oft wird über sie statt mit ihnen gesprochen.
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