Bachelorarbeit, 2021
43 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitende Worte
2. Identität – eine aktuelle Annäherung
a. Identität und Adoleszenz
b. Identität und Körperarbeit
c. Identität und Transkulturalität
3. Tanz als Gegenstand kultureller und identitätsstiftender Bildung
a. Funktion und Bedeutung
b. Wirkung
4. Dancehall in Tanz und Kultur
a. Die Prägung des Dancehall durch die Kolonialzeit
b. Dancehall als Tanz
c. Step-Beispiele „myself“ und „nooddabody“
d. Dancehall als Populärkultur
5. Kritische Sichtweisen des Dancehall und deren Einfluss auf Identität am Beispiel „Vulgarität“
6. Erfahrungsberichte
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Tanz – insbesondere am Beispiel des Dancehall – als ein Mittel zur Identitätsbildung. Die Autorin verknüpft dabei persönliche Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit als Tanzlehrerin mit theoretischen Ansätzen zu Identität, Körperarbeit und Transkulturalität, um die Funktion von Tanz als Ausdrucksmittel und identitätsstiftenden Faktor zu beleuchten.
b. Dancehall als Tanz
Kaum eine Tanzkultur ist im westlichen Teil der Welt so stark vertreten und trotzdem in der Gesellschaft bisweilen noch sehr unbekannt. Dancehall (engl.: „Tanzsaal“) ist Ende der 70er Jahre/ Anfang der 80er Jahre in Jamaika entstanden und hat sich zuerst in den inner cities von Kingston, der Hauptstadt Jamaikas, entwickelt (Helber 2015: 9; Hope 2010: 13). Es ist einerseits ein Streetdance, anderseits auch eine Populärkultur. Aber was bedeuten diese zwei Termini für das Verständnis dieses Tanzes?
Als Streetdance bezeichnet es den „Tanz der Straße“. Die Straße dient als vorwiegender Raum für die Gestaltungskraft und orientiert sich dabei stark an der Musik (Helber 2015: 9; Hope 2010: 13). Diese basiert ursprünglich auf den Musikrichtungen Ska und Reggae und ist gezeichnet durch energievolle Rhythmen und tiefgehende Bässe, welche eine tanzbare Dynamik erzeugen (Tamby 2017: 4). Heutige bekannte Vertreter dieser Musikrichtung sind unter anderem Beenie Man, Chronixx, Spice und Sean Paul aus dem jamaikanischen Raum. Durch Seed, Gentleman oder Ronny Trettmann u.v.m. hat die Dancehall-Musik im deutschsprachigen Raum an Bekanntheit erlangt. Die Tanzschritte, moves genannt, beinhalten Elemente des Mento, Rocksteady und Skank. Es handelt sich hierbei nicht um ein freies Tanzen per se, eher beinhalten die moves bestimmte Schrittabfolgen, welche von einer Person und/ oder einer Tanzgruppe im Vorfeld ausgedacht und erlernt werden. Mit Blick auf den zentralen Begegnungsort „Straße“ finden hier ein ständiger Austausch und gegenseitige Interaktion statt. Wichtige Elemente der Schritte sind von allgegenwärtigen Erlebnissen im Alltag und der Geschichte Jamaikas zur Zeit der Sklaverei geprägt. (Tamby 2017: 5). Es gibt drei verschiedene Arten von Tanzschritten: female moves, male moves und ungegenderte moves.
1. Einleitende Worte: Die Autorin führt in das Thema Tanz als Kommunikationsmittel ein und beschreibt ihren persönlichen Zugang sowie die methodische Verbindung von Erfahrungsbericht und wissenschaftlicher Analyse.
2. Identität – eine aktuelle Annäherung: Dieses Kapitel definiert Identität als beweglichen, stetigen Prozess und beleuchtet die Bedeutung von Adoleszenz, Körperarbeit und Transkulturalität für das Selbstbild.
3. Tanz als Gegenstand kultureller und identitätsstiftender Bildung: Hier werden die Funktionen von Tanz als Ausdrucksbewegung analysiert und die historische sowie soziale Bedeutung des Tanzens für den Menschen hervorgehoben.
4. Dancehall in Tanz und Kultur: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehung und Entwicklung des Dancehall in Jamaika, unterteilt in die historische Prägung, die Definition als Tanz sowie als Populärkultur.
5. Kritische Sichtweisen des Dancehall und deren Einfluss auf Identität am Beispiel „Vulgarität“: Die Autorin reflektiert kritisch über Diskursinhalte wie Vulgarität im Dancehall und diskutiert deren Einfluss auf die Wahrnehmung sowie auf die soziale Identität.
6. Erfahrungsberichte: In diesem Teil werden persönliche Perspektiven von zwei Tanzschülerinnen präsentiert, die ihre Erfahrungen mit Dancehall und dessen Wirkung auf ihre Identität schildern.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Eignung von Dancehall als Mittel zur Identitätsbildung, betont jedoch die Notwendigkeit einer reflektierten, altersgerechten pädagogischen Anwendung.
Identität, Dancehall, Tanz, Körperarbeit, Transkulturalität, Adoleszenz, Populärkultur, Sozialpädagogik, Selbstbild, Ausdrucksbewegung, kulturelle Bildung, Jamaika, Empowerment, Körper, Bewegungsanalyse.
Die Arbeit untersucht, wie Tanz – im Speziellen die Tanzrichtung Dancehall – als Medium zur Identitätsbildung in der sozialen Arbeit fungieren kann.
Zentrale Felder sind Identität, Adoleszenz, Körperarbeit, die Geschichte und Kultur des Dancehall sowie die kritische Reflexion gesellschaftlicher Diskurse.
Das Ziel ist zu klären, ob und wie Tanz bzw. Dancehall als Mittel zur Identitätsbildung dienen kann und in welchen Bereichen der Sozialarbeit dies Anwendung finden könnte.
Die Arbeit kombiniert eine wissenschaftliche Literaturrecherche mit essayistischen Anteilen sowie subjektiven Erfahrungsberichten und Reflexionen aus der tänzerischen Praxis der Autorin.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Identität, die Funktion von Tanz, die soziokulturellen Wurzeln des Dancehall, eine Analyse kritischer Sichtweisen (z.B. Vulgarität) sowie qualitative Erfahrungsberichte von Teilnehmenden.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Identität, Dancehall, Körperarbeit, Transkulturalität, Adoleszenz und kulturelle Bildung.
Dancehall wird als Streetdance und Populärkultur definiert, das eng mit jamaikanischer Geschichte, spezifischen sozialen Bedingungen und einer hohen Experimentierfreude bei Schritten und Mode verbunden ist.
Die Adoleszenz ist laut der Autorin die Lebensphase, in der sich Menschen erstmals bewusst und kritisch mit sich selbst, ihrem Körper und ihrer Umwelt auseinandersetzen, was sie zum zentralen Untersuchungsgegenstand für Identitätsprozesse macht.
Die Autorin analysiert diesen Begriff als Teil eines kritischen Diskurses, betont jedoch, dass sie diesen für ihre eigene Praxis als Anlass zur reflektierten, altersgerechten Auswahl von Inhalten nutzt, anstatt das Genre pauschal abzuwerten.
Die Erfahrungsberichte zeigen, dass Dancehall den Teilnehmenden hilft, ihren Körper zu spüren, Selbstvertrauen aufzubauen, sich von festgefahrenen (oft normierten) Sportbildern zu lösen und ihre Identität freier auszudrücken.
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