Masterarbeit, 2019
120 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Thematik
1.2 Aufgabenstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 KMU in Sachsen, Innovation und Innovationsfähigkeit
2.1 Kleine und mittelständische Unternehmen
2.2 Besonderheiten des Wirtschaftsstandorts Sachsen
2.3 Innovation
2.4 Aufgaben und Ziele des Innovationsmanagements
2.5 Innovationsfähigkeit
2.5.1 Erfolgsfaktoren
2.5.2 Dynamic Capabilities
2.6 Innovationsbarrieren
2.6.1. Unterteilung in interne und externe Innovationsbarrieren
2.6.2 funktionale Kategorisierung von Innovationsbarrieren
2.6.3 Ebenenabhängigkeit von Innovationsbarrieren
2.6.4 Weitere Charakteristika von Innovationsbarrieren
3 Untersuchung von Innovationsbarrieren in der Literatur
3.1 Häufige Barrieretypen und deren Ursachen nach Mirow
3.1.1 Barrieretyp „Motivation zur Zusammenarbeit“
3.1.2 Barrieretyp „Aufgabenunsicherheit“
3.1.3 Barrieretyp „Ressourcenallokation“
3.1.4 Barrieretyp „Prozessbedingte Einschränkungen“
3.2 Erkenntnisse aus der Praxis
3.3 Abgrenzung KMU-typischer Innovationsbarrieren
3.4 Abgrenzung: typische Innovationsbarrieren in Sachsen
4 Empirische Untersuchung zu Innovationsbarrieren bei KMU in Sachsen
4.1 Abgrenzung: typische Innovationsbarrieren in Sachsen
4.2 Quantitative Datenerhebung: Fragebogen
4.2.1 Identifizierung und Charakterisierung der Befragungsteilnehmer
4.2.2 Aufbau und Ziele der Befragung
4.2.3 Durchführung der Befragung
4.3 Ergebnisse der Befragung
4.4 Kritische Hinterfragung der empirischen Untersuchung
5 Zusammenfassung und Ableitung von Lösungsansätzen
5.1 Erkenntnisse nach Mirow
5.2 Erkenntnisse der empirischen Studie
5.2.1 Vergleich mit den Studienergebnissen von Mirow
5.2.2 Dynamic Capabilities bei KMU im Freistaat Sachsen
5.2.3 Weitere Erkenntnisse der empirischen Studie
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Identifizierung und Analyse von Innovationsbarrieren in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Sachsen. Ziel ist es, spezifische Innovationshürden aufzudecken, die sächsische KMU von anderen Unternehmen unterscheiden, und daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen sowie Best-Practice-Ansätze zur Überwindung dieser Barrieren unter Berücksichtigung von "Dynamic Capabilities" abzuleiten.
3.1.1 Barrieretyp „Motivation zur Zusammenarbeit“
Das von Mirow identifizierte Symptom „mangelnde interne Zusammenarbeit“ lässt sich anhand der spezifischen Merkmale fehlende interne Kommunikation, mangelhafter Austausch von Informationen, fehlende Unterstützung durch Kollegen sowie einen mühsamen Überzeugungsprozess interner Partner festmachen. Die Ursache mangelnder interner Zusammenarbeit ist in der fehlenden Motivation der beteiligten Organisationsmitglieder begründet. Dies stellt wiederum eine aktive Entscheidung der beteiligten Individuen dar, die Innovation nicht zu unterstützen.141 Schlussfolgernd lässt sich festhalten: „Der Barrieretyp Motivation zur Zusammenarbeit wird durch fehlenden normativen sozialen Einfluss zur Unterstützung der Innovation hervorgerufen.“142
Die Gründe, die ein Individuum dazu bewegen, eine Innovation nicht zu unterstützen, können vielfältig sein. Zum einen ist es möglich, dass dem Betroffenen das Know-how über Funktionen, Einsatzmöglichkeiten und Einpassungserfordernissen in vorhandene soziale und technische Systeme sowie Grenzen der jeweiligen Innovation schlichtweg fehlt. Hier sprechen Hauschildt und Salomo auch von der „Barriere des Nicht-Wissens“ 143, Schewe und Becker ergänzen die Sichtweise um die Barriere des „Nicht-Voneinander-Wissens“.144
Ebenso ist jedoch möglich, dass zwar genügend Know-how über die Innovation bei den Beteiligten vorhanden ist, diese jedoch trotzdem nicht in der Lage sind, effektiv und effizient zusammenzuarbeiten. Dies wird von Schewe und Becker als das Problem des „Nicht-Miteinander-Zusammenarbeiten-Könnens“ definiert.145 Im Gegensatz dazu kann es auch vorkommen, dass Individuen bspw. aufgrund bewusster oder unbewusster machtpolitischer, persönlicher, sachlicher oder weltanschaulicher Gründe nicht zusammen arbeiten wollen, obgleich sie dazu in der Lage wären. Hauschildt und Salomo definieren dieses Verhalten als das „Problem des Nicht-Miteinander-Zusammenarbeiten-Wollens“.146
Will man diesen Barrieretyp erfolgreich überwinden, so ist es unbedingt erforderlich, Anreize innerhalb des Unternehmens zu schaffen, um die Zusammenarbeit zu fördern. Ein normativer sozialer Einfluss, der innovationsförderliches Handeln und Verhalten unterstützt, ist hierbei für die Beteiligten essentiell.
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Thematik für sächsische KMU, definiert die Forschungsfragen der Arbeit und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 KMU in Sachsen, Innovation und Innovationsfähigkeit: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu KMU, Innovationsbegriffen, Innovationsmanagement sowie den Konzepten der Erfolgsfaktoren und Dynamic Capabilities.
3 Untersuchung von Innovationsbarrieren in der Literatur: Hier werden theoretische Ansätze, insbesondere die Studie von Mirow, zur Kategorisierung und Analyse von Innovationsbarrieren sowie deren Ebenenabhängigkeit detailliert dargestellt.
4 Empirische Untersuchung zu Innovationsbarrieren bei KMU in Sachsen: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der empirischen Online-Befragung bei sächsischen Mittelständlern, die Datenerhebung und die kritische Reflexion der Untersuchung.
5 Zusammenfassung und Ableitung von Lösungsansätzen: Basierend auf den Literaturergebnissen und der empirischen Studie werden konkrete Handlungsempfehlungen zur Überwindung der identifizierten Innovationsbarrieren abgeleitet.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sächsischer Unternehmen im Kontext von Digitalisierung und Change Management.
Innovationsmanagement, Innovationsbarrieren, KMU, Sachsen, Dynamic Capabilities, Wettbewerbsfähigkeit, Erfolgsfaktoren, Wissensmanagement, Unternehmenskultur, Digitalisierung, Change Management, Innovationsprozess, Fachkräftemangel, Kooperation, Förderprogramme.
Die Arbeit untersucht Innovationsbarrieren, die kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Sachsen bei der Realisierung von Innovationen hemmen, und erarbeitet Strategien zur deren Überwindung.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Innovationsbarrieren (nach Mirow), das Konzept der Dynamic Capabilities, die spezifische wirtschaftliche Situation in Sachsen sowie die praktische Anwendung von Innovationsmanagement.
Ziel ist es, die spezifischen Innovationshemmnisse sächsischer KMU zu identifizieren und den Unternehmen praxisnahe Handlungsempfehlungen zu geben, um ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen quantitativen Untersuchung, bei der sächsische Unternehmen mittels eines Online-Fragebogens befragt wurden.
Der Hauptteil analysiert bestehende Innovationshürden in der Theorie, vergleicht diese mit einer empirischen Erhebung unter sächsischen Mittelständlern und leitet daraus konkrete Lösungsansätze ab.
Die Kernaspekte sind Innovationsbarrieren, sächsische KMU, Dynamic Capabilities, Wettbewerbsvorteile und erfolgreiches Innovationsmanagement.
Die Unternehmenskultur wird als kritischer Faktor für den Erfolg von Innovationsprojekten hervorgehoben; eine innovationsförderliche Umgebung mit Fehlertoleranz und Vorbildfunktion der Geschäftsführung ist dabei essentiell.
Die Arbeit zeigt, dass diverse Förderprogramme des Freistaates Sachsen (z. B. für Digitalisierung oder Personal) existieren, viele KMU diese jedoch aufgrund mangelnder Information bisher zu selten nutzen.
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