Magisterarbeit, 2008
92 Seiten, Note: 1,7
2 Einleitung und Hinführung zum Thema
3 Sexualisierung der Gesellschaft
3.1 Allgemeine Definition
3.2 Entwicklung einer sexualisierten Gesellschaft
3.3 Rolle der Verbreitung von Verhütungsmitteln
3.4 Die Rolle der sozialen Bewegungen
3.4.1 Die Studentenbewegung
3.4.2 Die Emanzipationsbewegung
3.5 Auswirkungen und Folgen
3.6 Zusammenfassung
4 Sexualisierung durch Medien
4.1 Allgemeine Rolle der Massenmedien
4.2 Gefahren durch mediale Verbreitung
4.3 Permanenter Einfluss des Fernsehens
4.4 Ausprägung von Geschlechterstereotype durch Medien
4.4.1 Männliche Geschlechterstereotype am Beispiel eines Filmes
4.4.2 Weibliche Geschlechterstereotype am Beispiel von Mädchenzeitschriften
4.5 Internet
4.6 Musik
4.7 Zusammenfassung
5 Allgemeine Folgen der Sexualisierung
5.1 Wandelnde Moral und fallende Schamgrenze
5.2 Sexualisierung der Geschlechter
5.2.1 Mädchen im Kontext der Medien
5.3 Pornosucht
5.4 Zusammenfassung
6 Neue Anforderungen an die Pädagogik
6.1 Sexualerziehung und Sexualpädagogik
6.1.1 Sexualerziehung in der Familie
6.1.2 Sexualerziehung in der Schule
6.1.3 Außerschulische Sexualerziehung
6.2 Erziehung zur Medienkompetenz
6.2.1 Erziehung zur Medienkompetenz in der Familie
6.2.2 Erziehung zur Medienkompetenz in der Schule
6.3 Bedeutung der Familie hinsichtlich der Sozialisation
6.4 Bedeutung der Schule
6.5 Zusammenfassung
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Sexualisierung in der modernen Gesellschaft auf Kinder und Jugendliche sowie die daraus resultierenden neuen Anforderungen an die allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik, wobei der Fokus insbesondere auf der Rolle der Massenmedien liegt.
3.2 Entwicklung einer sexualisierten Gesellschaft
Ein kleiner Exkurs in die 1990er Jahre verdeutlicht die wachsende Präsenz der sexualisierten Gesellschaft und im menschlichen Bewusstsein. Die Jugend wird in Discos mit Transvestiten-Shows, Sado-Maso, Gummi-Kleidung oder Männer-Strip konfrontiert. Seit Beginn dieses Jahrzehntes gibt es zunehmend mehr Veranstaltungen, die 30 Jahre früher tabu gewesen wären: „München meldete ,Fake Orgasm Parties’ im Babalu Club. Dabei simulierten Freiwillige auf der Bühne möglichst naturnah Orgasmen und konnten sich so attraktive Preise erstöhnen. Die Reihe mußte abgesetzt werden, weil zu viele Spanner aufliefen, die anschließend auf der Toilette handgreiflich wurden. In Schweden wurden Luft-Sex-Partys veranstaltet, bei denen man möglichst lebensecht mit einem imaginären Partner kopulieren mußte. Aus Paris drang die Kunde von – allerdings nicht öffentlichen – Feten mit Masturbationsspielchen. In der New Yorker Disco ,Limelight’, einer ehemaligen Kirche, gibt es ein Loch in der Wand, in das man auf gut Glück seinen Penis stecken kann. Und überall wimmelte und wimmelt es von Sado-Maso (S/M) und Bizarr-Partys. Weibliche Gäste, die oben ohne oder mit mehr oder weniger transparenten Hemdchen auftauchen, sind sowieso schon an der Tagesordnung. Das frivole Spiel mit den Tabus hat Hochkonjunktur.“
Bis zu Beginn der 90er hatten Homosexuelle längst ihre Coming-outs gefeiert, auf den Privatsendern liefen Soft-Pornos und man war auf weitere „Sex-Themen“ gespannt. Während man noch zu Beginn dieses Jahrzehntes auf die Sensationspresse angewiesen ist, um etwas über SadistInnen, MasochistInnen, FetischistInnen zu erfahren, leben wir mittlerweile in einer Welt der Reizüberflutung, in der die ReporterInnen nicht mehr heimlich in unseriösen Folterkellern auftauchen müssen, um über „Sado-Maso“ zu berichten. Mode-Kollektionen von Jean-Paul Gaultier oder Thierry Mugler helfen mit neuen Gummi-, Lack- und Leder-Reizen nach, welche an Partys präsentiert werden. Hier gehe es nur ums Schauen, onaniert werde heimlich – viele wollen gucken, sich aber im Hintergrund aufhalten.
Einleitung und Hinführung zum Thema: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen durch Medien und verdeutlicht die Notwendigkeit pädagogischer Unterstützung.
Sexualisierung der Gesellschaft: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Sexualisierung, analysiert die historische Entwicklung und beleuchtet Einflussfaktoren wie Verhütungsmittel und soziale Bewegungen.
Sexualisierung durch Medien: Hier wird die Rolle der Massenmedien, insbesondere Fernsehen, Internet und Musik, bei der Verbreitung von Geschlechterstereotypen und Sexualität untersucht.
Allgemeine Folgen der Sexualisierung: Das Kapitel behandelt Auswirkungen wie den Wertewandel, die fallende Schamgrenze, die Sexualisierung der Geschlechter und das Phänomen der Pornosucht.
Neue Anforderungen an die Pädagogik: Dieser Teil erörtert Konzepte der Sexualerziehung und Medienkompetenz in Familie, Schule und außerschulischen Einrichtungen als Reaktion auf die gesellschaftliche Entwicklung.
Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Gefahren für die junge Generation zusammen und unterstreicht die Verantwortung von Gesellschaft und Pädagogik.
Sexualisierung, Medien, Pädagogik, Jugendsexualität, Sozialisation, Medienkompetenz, Geschlechterstereotype, Sexualpädagogik, Pornosucht, Werteerziehung, Adoleszenz, Erziehung, Gesellschaft, Identitätsentwicklung, Massenmedien
Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Sexualisierung der Gesellschaft, deren Einfluss auf Kinder und Jugendliche sowie der daraus resultierenden neuen Verantwortung für pädagogische Instanzen.
Zentrale Themen sind die Rolle der Medien, die Konstruktion von Geschlechterstereotypen, die Auswirkungen auf die psychische und soziale Entwicklung sowie die Notwendigkeit von Sexualerziehung.
Das primäre Ziel ist es, den Medieneinfluss auf die Sexualität junger Menschen kritisch zu hinterfragen und Wege aufzuzeigen, wie Pädagogik hier unterstützend und präventiv ansetzen kann.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Einbeziehung empirischer Befunde, um den gesellschaftlichen Wandel und dessen Konsequenzen für die Bildung zu beleuchten.
Der Hauptteil analysiert, wie Medien wie Fernsehen, Internet und Musik sexualisierte Normen transportieren und welche negativen Folgen, etwa bezüglich Moral und Pornosucht, daraus entstehen können.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sexualisierung, Medienkompetenz, Sozialisation, Jugendsexualität und pädagogische Schutzräume charakterisiert.
Die Familie wird als grundlegende Instanz für die emotionale Entwicklung gesehen, die jedoch zunehmend mit den Anforderungen der Medienaufklärung überfordert ist und Unterstützung benötigt.
Der Film wird genutzt, um aufzuzeigen, wie Medien einerseits Geschlechterrollen festigen, aber durch die Darstellung von Grenzüberschreitungen auch zur Reflexion über Männlichkeitsbilder anregen können.
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