Masterarbeit, 2021
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Fragestellung
1.1 Theorie oder Problemstellung
1.2 Ableitung der Fragestellung
1.3 Inhaltliche und statistische Hypothesen
1.4 Planung der Untersuchung
2 Material und Methoden
2.1 Forschungsmethode
2.2 Operationalisierung der Variablen
2.3 Stichprobe
2.4 Durchführung
2.5 Geplante Auswertung
3 Ergebnisse
4 Diskussion
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Distanzlernphasen während der Covid-19-Pandemie 2020/21 auf die schulischen Leistungen von Schülern und Schülerinnen in Niedersachsen, um den Zusammenhang zwischen Distanzunterricht und Leistungsentwicklung wissenschaftlich zu klären.
1.1 Theorie oder Problemstellung
In der Ausgangslage und Konzeption dieser Masterarbeit musste zunächst die allgemeine Begrifflichkeit verschiedener Lernformen bezüglich des Unterrichts außerhalb der Schule geklärt werden.
In der Literatur finden sich verschiedene Begriffe, wie Homeschooling, Fernunterricht oder Distanzlernen, die auch in der politischen und öffentlichen Diskussion verwendet wurden. Es soll geklärt werden, ob diese mit den Vorgaben des Fernunterrichtsschutzgesetzes übereinstimmen und wie sie definiert werden. Fickermann und Edelstein (2021) finden dazu folgende Erklärungen:
Unseres Erachtens handelt es sich bei den derzeit praktizierten Formen nicht um Homeschooling, das in Deutschland bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht gestattet ist. Bei dem in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern erlaubten Homeschooling übernehmen die Eltern die Rolle der Lehrkräfte; sie bestimmen auch die Lerninhalte und die Lernformen. […] Fernunterricht ist genauso wie Homeschooling ein gesetzlich geregeltes Angebot […]. Der jetzt angebotene ‚Unterricht‘ zu Hause statt in der Schule unterscheidet sich von allen anderen bekannten Formen des ‚Distanzlernens‘: Normaler Fernunterricht ist eine Lehr-Lernform meist auf vertraglicher Basis mit eigenen, speziell erstellten Materialien, geschulten Lehrenden usw. Für Fernunterricht entscheiden sich diejenigen, die diese Form mit ihren sonstigen Verpflichtungen und ihrer Lebensweise am besten verbinden können. Es handelt sich also um eine gewählte Alternative zum Präsenzunterricht bzw. -studium. Dies trifft alles nicht auf den Schulunterricht in Corona-Zeiten zu. Vergleichbar mit dem Schulunterricht in Corona-Zeiten ist lediglich, dass man physisch nicht am Lernort (Schule) erscheinen muss und dies für derzeit noch unbestimmte, aber dennoch begrenzte Zeit. Insofern ist der Unterricht zu Corona-Zeiten auch nicht vergleichbar mit dem Fernunterricht für Kinder beruflich Reisender, für Inselkinder oder mit dem Fernunterricht (z. B. in Frankreich), der dazu dient, Versäumtes nachzuholen, um die zu Schuljahresende verpassten Prüfungen am Ferienende nachzuholen. Um Fernunterricht zu Corona-Zeiten vom ‚normalen‘ Fernunterricht abzugrenzen, haben wir uns entschlossen, möglichst in allen Beiträgen einheitlich den Begriff ‚Fernunterricht‘ zu verwenden und diesen in Anführungszeichen zu setzen.
(Fickermann & Edelstein, 2020)
1 Einleitung und Fragestellung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Distanzlernens während der Pandemie ein, leitet die Forschungsfrage ab und stellt die in der Arbeit zu überprüfenden Hypothesen vor.
2 Material und Methoden: Hier wird der Versuchsaufbau der Untersuchung dargelegt, einschließlich der Wahl des standardisierten Fragebogens, der Charakterisierung der Stichprobe sowie der methodischen Planung der Datenauswertung.
3 Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die deskriptiven Analysen der Umfragedaten von Lehrkräften sowie Schülern und Schülerinnen und korreliert Variablen zur Leistungsveränderung.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext der Fragestellung kritisch beleuchtet, die Hypothesen bewertet und die Aussagekraft der Studie reflektiert.
5 Fazit: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Unterrichtsmaterialien und Kommunikationsformen für zukünftige Distanzlernphasen gezielt zu optimieren.
Covid-19-Pandemie, Distanzlernen, Schulleistungen, Fernunterricht, Homeschooling, Sekundarstufe, Lernstrategien, Bildungsungleichheit, Leistungsbewertung, Schulentwicklung, Schüler, Lehrkräfte, Niedersachsen, empirische Forschung, Notenveränderung.
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der pandemiebedingten Distanzlernphasen in den Jahren 2020/21 auf die Schulleistungen von Schülern und Schülerinnen in Niedersachsen.
Im Fokus stehen die Qualität des Distanzunterrichts, die Rolle der häuslichen Lernumgebung, die Motivation der Lernenden und die objektive Bewertung von Schulleistungen während dieser Ausnahmesituation.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen dem Distanzunterricht und den schulischen Leistungen zu untersuchen und zu klären, ob durch die veränderten Lernbedingungen eine messbare Verschlechterung der Noten eingetreten ist.
Es wurde ein quantitativer Ansatz gewählt, bei dem mittels standardisierter Online-Fragebögen Daten von Lehrkräften sowie Schülern und Schülerinnen erhoben und mittels Korrelationsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der Datenerhebung, die detaillierte Darstellung der Umfrageergebnisse sowie deren Diskussion im Hinblick auf Bildungsungleichheit und Schulentwicklung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Distanzlernen, Schulleistungen, Covid-19, Bildungsgerechtigkeit und Fernunterricht charakterisiert.
Es zeigte sich, dass Lehrkräfte die negativen Entwicklungen (z.B. Mitarbeit und Fehlzeiten) deutlich drastischer einschätzten als die befragten Schüler und Schülerinnen selbst.
Neben der Persönlichkeit der Lernenden erwiesen sich die Art und der Umfang der gestellten Aufgaben sowie die Befolgung von Hinweisen der Lehrkräfte als entscheidende Variablen für den Lernerfolg.
Die Arbeit stützt die Besorgnis, dass soziale Ungleichheit und unterschiedliche häusliche Voraussetzungen dazu führen, dass leistungsschwächere Schüler durch Distanzlernen eher den Anschluss verlieren.
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