Doktorarbeit / Dissertation, 1996
213 Seiten, Note: befriedigend
1 Einleitung
2 Abgrenzung des Themas
3 Quellenlage
4 Die Elektrotechnik in Deutschland in der Zeit zwischen 1875 und 1895
4.1 Eine Einführung
4.2 Die öffentliche Elektrizitätsversorgung in Bayern
4.3 Die Elektrotechnik in München
4.3.1 Der Arbeitsplatz München
4.3.2 Ausgewählte Münchner elektrotechnische Firmen und Büros
4.4 Der Stand des Beleuchtungswesens und der Telephonie im Jahre1880
4.5 Die Lage der öffentlichen Beleuchtung im Jahre 1891
4.6 Wechselstrom versus Gleichstrom in Bayern (bis 1894)
4.7 Die Entwicklung der städtischen Beleuchtung
5 Ausstellungen
5.1 Zur Geschichte der Elektrizitäts-Ausstellungen
5.2 Die Internationale Elektrizitätsausstellung im Glaspalast zu München 1882
5.3 Technischer Abriß der von J.Einstein&Cie ausgestellten Systeme
5.3.1 Telephon nach dem System Paterson
5.3.2 Dynamo nach dem System Neumayer
5.3.3 Glühlampen nach dem System Swan
5.4 Die Frankfurter Internationale Elektrizitätsaustellung im Jahre 1891
5.5 Technischer Abriß der von J.Einstein&Cie ausgestellten Systeme
5.5.1 Dynamomaschinen von J.Einstein&Cie
5.5.2 Die Nebenschluss-Bogenlampe von J.Einstein&Cie
5.5.3 Elektrizitätszähler der Firma J.Einstein&Cie
6 Vereine
6.1 Der Polytechnische Verein zu München
6.2 Die elektrotechnische Versuchsstation
7 Die Elektrotechnische Fabrik J.Einstein&Cie und ihre Vorgänger
7.1 Die Firma
7.2 Die Patente der Firma J.Einstein&Cie
7.2.1 Patente, die Bogenlampen betreffen:
7.2.2 Patente, die Meß- und Zähleinrichtungen betreffen:
7.3 Die in der Literatur beschriebenen Geräte
7.4 Anlagen auf dem Oktoberfest
8 Ausgewählte öffentliche Projekte der Firma J.Einstein&Cie
8.1 Vorgeschichte zur Münchner elektrischen Straßenbeleuchtung
8.2 Die Schwabinger Anlage
8.3 Technische Beschreibung der Anlage
8.3.1 Maschinentechnischer Teil der Analge
8.3.2 Elektrotechnischer Teil der Anlage
8.4 Die Erweiterung der Schwabinger Anlage
8.5 Das Projekt zur Einführung der elektrischen Straßenbeleuchtung in München
8.6 Die Pfarrkirchener Anlage
8.6.1 Technische Beschreibung der Anlage
8.7 Weitere Projekte
8.7.1 Schongau
8.7.2 Landsberg am Lech
8.7.3 Erding
8.7.4 Traunstein
8.7.5 Dachau
8.7.6 Zwiesel
9 Die Personen
9.1 Jakob Einstein
9.2 Hermann Einstein
10 Scheitern
11 Zusammenfassung
11.1 Neue Erkenntnisse für die Einstein Forschung
Die Arbeit untersucht die Unternehmensgeschichte der Firma J. Einstein & Cie in München zwischen 1876 und 1894 und beleuchtet dabei den Aufstieg und Untergang eines mittelständischen elektrotechnischen Betriebs während der Pionierphase der Elektrizität. Im Zentrum steht die Analyse des geschäftlichen Umfelds, der angewandten Technik sowie der Rolle der Protagonisten Jakob und Hermann Einstein.
Die Geburtsstunde der Elektro-Branche
Die Entdeckung und Nutzbarmachung einer neuen Technikart, die dazu noch zu einem bedeutenden eigenständigen Wirtschaftszweig wird, führt früher oder später zwangsläufig zu einer Beschreibung ihrer Entstehungsgeschichte. Dies gilt selbstverständlich auch für die Elektrotechnik.
Die Geburtsstunde dieser Branche wurde zunächst durch die Biographien ihrer großen Pioniere skizziert, so zum Beispiel durch die „Lebenserinnerungen“ von Werner von Siemens, die 1893 erschienen. Die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichten der großen Firmen, die sich auf dem deutschen und dem Weltmarkt durchsetzen konnten, wurden mit Akribie recherchiert. Dies ging zwangsläufig mit der Beschreibung des Umfeldes, also der gesamten Branche, einher.
So entstanden nach und nach die Firmengeschichten der Siemens AG, der AEG oder der BBC. Dagegen gerieten kleinere Firmen, die wenig erfolgreich waren oder von den Großen der Branche geschluckt wurden, schnell wieder in Vergessenheit. Es sei nur an die Kölner Helios oder die Firma Kummer aus Dresden erinnert.
Noch weniger oder gar keine Beachtung fanden bisher die kleinen mittelständischen Unternehmen, die ebenso ihren Teil zu der Entwicklungsgeschichte dieser neuen Technikform beigetragen haben, und deren heute nicht mehr so bekannte Forscher und Firmengründer versuchten, dem Beispiel Werner von Siemens´ zu folgen.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema der Firmengeschichte der Firma J. Einstein & Cie im Kontext der frühen Elektrotechnik.
2 Abgrenzung des Themas: Definitorische Eingrenzung der zeitlichen und räumlichen Schwerpunkte sowie der behandelten Unternehmensbereiche.
3 Quellenlage: Darstellung der für die Arbeit relevanten Archivmaterialien, Fachliteratur und Zeitzeugendokumente.
4 Die Elektrotechnik in Deutschland in der Zeit zwischen 1875 und 1895: Überblick über die allgemeine technologische Entwicklung, die Rolle der Energieversorgung in Bayern und das Aufkommen der städtischen Beleuchtung.
5 Ausstellungen: Analyse der Bedeutung von Fachmessen für den technologischen Fortschritt und die Firmenpräsenz im Markt.
6 Vereine: Untersuchung der Rolle technischer Vereine, insbesondere des Polytechnischen Vereins zu München, bei der Bewertung und Förderung der Einsteinschen Produkte.
7 Die Elektrotechnische Fabrik J.Einstein&Cie und ihre Vorgänger: Detaillierte Firmengeschichte, Entwicklung des Produktprogramms und Analyse der Patente.
8 Ausgewählte öffentliche Projekte der Firma J.Einstein&Cie: Tiefgehende Betrachtung spezifischer Projekte wie der Schwabinger Beleuchtungsanlage und der öffentlichen Beleuchtung in München.
9 Die Personen: Biographische Skizzen zu Jakob und Hermann Einstein und ihre Bedeutung für die Firmenführung.
10 Scheitern: Erörterung der wirtschaftlichen, technischen und persönlichen Faktoren, die zum Zusammenbruch der Firma in München führten.
11 Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse und Bewertung der neuen Erkenntnisse für die historische Forschung.
J. Einstein & Cie, Elektrotechnik, München, 19. Jahrhundert, Starkstromtechnik, Gleichstrom, Wechselstrom, Bogenlampen, Glühlampen, Dynamomaschinen, Elektrizitätswerk, Schwabing, Industriegeschichte, Elektrifizierung.
Die Arbeit dokumentiert die Geschichte der Firma J. Einstein & Cie in München während der Jahre 1876 bis 1894 und analysiert deren Rolle als mittelständischer Akteur im aufstrebenden Bereich der Elektrotechnik.
Zu den Schwerpunkten gehören die technische Entwicklung von Dynamomaschinen und Bogenlampen, der Wettbewerb der Gleichstrom- und Wechselstromsysteme sowie die Bedeutung lokaler Projekte für die Elektrifizierung.
Das Ziel ist es, Weg und Untergang einer Firma aufzuzeigen, die vom frühen Aufschwung der Elektrotechnik profitierte, sich aber im wandelnden Marktumfeld letztlich nicht gegen Großkonzerne behaupten konnte.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Auswertung von Primärquellen wie Handelsregistereinträgen, Briefwechseln, Patenten, Fachzeitschriften der Epoche sowie Sekundärliteratur und Biographien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der allgemeinen technischen Entwicklung, der Bedeutung von Ausstellungen und Fachvereinen sowie eine detaillierte Dokumentation konkreter öffentlicher Projekte, unter anderem der Beleuchtungsanlagen in Schwabing und Pfarrkirchen.
Die wichtigsten Begriffe sind Firmengeschichte, Elektrotechnik, München, Gleichstrom, Dynamomaschinen, Bogenlampen und Industrialisierung.
Die Einsteins nutzten Patente primär zur kontinuierlichen Verbesserung bestehender Apparate, wie etwa bei der Führung von Bogenlampen-Kohlehaltern, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Zuverlässigkeit ihrer Produkte zu erhöhen.
Das Scheitern war ein Zusammenspiel aus mangelnder Kapitaldecke, einer zu starken Fokussierung auf das Gleichstromsystem, persönlichen Konflikten mit der Elektrotechnischen Versuchsstation und einem zu hohen Fixkostenblock durch die eigene Fertigung.
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