Bachelorarbeit, 2021
54 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Digitale Medien und Stress
2.2. Das transaktionale Stressmodell nach Lazarus und Folkman (1984)
2.3. Digital Detox vs. Reflektierte Handynutzung
2.4. Das reflexiv-impulsive Modell nach Strack und Deutsch (2004)
2.5. Online-Vigilanz (OV)
2.5.1. Salienz
2.5.2. Reaktivität
2.5.3. Monitoring
2.6. FoMO („Fear of Missing Out“)
2.7. Forschungsmodell und Hypothesen
3. Methode
3.1. Studienanlage
3.2. Operationalisierung
3.3. Durchführung
3.4. Stichprobe
4. Ergebnisse
5. Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss einer reflektierten Handynutzung auf das Stressempfinden von Internetnutzer:innen. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, inwiefern ein bewusster und kontrollierter Umgang mit mobilen Geräten digitalen Stress reduziert und ob dieser Effekt durch die Konstrukte Online-Vigilanz und FoMO mediiert wird.
2.3. Digital Detox vs. Reflektierte Handynutzung
„Media Fasting“, „Digital Detox“ oder „Media Sabbat“: zahlreiche Schlagworte beschreiben inzwischen den Wunsch vieler Menschen nach digitaler Abstinenz. Diese Begriffe gewinnen in den letzten Jahren zunehmend an Popularität und haben sich insbesondere in den sozialen Netzwerken zu einer Art Trend entwickelt (Sutton, 2017; Ugur & Koc, 2015). Sie beschreiben eine Form des Medienverzichts, bei der bewusst für eine bestimmte Zeitdauer auf digitale Medien wie das Smartphone verzichtet wird und sich stattdessen dem „real life“, dem Hier und Jetzt, dem Alltag und seinen sozialen Kontakten „face to face“ gewidmet wird. Syvertsen und Enli (2020) definieren Digital Detox als „a periodic disconnection from social or online media, or strategies to reduce digital media involvement“ (S. 1). Der Gedankengang ist hierbei folgender: Wenn für längere Zeit auf die Nutzung des Smartphones verzichtet wird, dann entgeht man der ständigen Erreichbarkeit, dem Erwartungsdruck anderer, dem enormen Angebot und der Überforderung an Informationen etc. Diese Abkopplung und die daraus gewonnene Zeit und Freiheit, soll digitalen Stress folglich effektiv verringern und das eigene Wohlbefinden steigern, indem wertvolle Ressourcen freigegeben und gewonnen werden.
Diese Idee beruht auf der Annahme, dass temporäre Pausen als Mittel zur Bewusstseinssteigerung und zum Erwerb von Selbstregulation dienen können, um Stress zu reduzieren und die Präsenz im Hier und Jetzt zu erhöhen (Glomb, Duffy, Bono & Yang, 2011).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zerrissenheit heutiger Mediennutzer zwischen Vernetzung und dem Bedürfnis nach Rückzug sowie die Relevanz von digitalem Stress für das Wohlbefinden.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Konstrukte wie das transaktionale Stressmodell, Online-Vigilanz, FoMO und reflektierte Handynutzung, aus denen die Forschungshypothesen abgeleitet werden.
3. Methode: Hier wird das Design der quantitativen Online-Befragung, die Operationalisierung der verwendeten Skalen und die Stichprobenzusammensetzung erläutert.
4. Ergebnisse: Die statistische Auswertung mittels Regressions- und Mediationsanalysen zeigt den negativen Zusammenhang zwischen reflektierter Handynutzung und digitalem Stress auf.
5. Diskussion: Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse interpretiert, in den Kontext der aktuellen Forschung gestellt, Limitationen benannt und ein Ausblick für zukünftige Studien gegeben.
Reflektierte Handynutzung, digitaler Stress, Online-Vigilanz, FoMO, Fear of Missing Out, Stressbewältigung, Smartphone-Nutzung, Medienpsychologie, Online-Befragung, Technostress, soziale Verbundenheit, Medienkompetenz, kognitive Ressourcen.
Die Arbeit untersucht, ob eine reflektierte Handynutzung als Strategie dienen kann, um den Stress zu reduzieren, der durch die ständige Nutzung digitaler Medien entsteht.
Zentrale Themen sind digitaler Stress, die psychologischen Konzepte der Online-Vigilanz und FoMO sowie die Wirksamkeit einer bewussten Selbstregulation bei der Handynutzung.
Das Ziel ist es, den indirekten Einfluss von reflektierter Handynutzung auf das Stressempfinden zu belegen und zu prüfen, inwieweit Online-Vigilanz und FoMO diesen Zusammenhang mediieren.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung (N=160) durchgeführt, deren Daten mithilfe von linearen Regressionen und Mediationsanalysen statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Stress- und Mediennutzungsmodelle sowie die methodische Umsetzung und Interpretation der empirischen Ergebnisse.
Reflektierte Handynutzung, digitaler Stress, Online-Vigilanz, FoMO und Medienpsychologie sind die Kernbegriffe der Studie.
Post-Hoc-Analysen bei jüngeren Teilnehmern (18-30 Jahre) bestätigten die Haupteffekte für Online-Vigilanz, zeigten jedoch Unterschiede in der Wirkung von FoMO.
Während Digital Detox als zeitlich begrenzter, oft vollständiger Verzicht verstanden wird, zielt eine reflektierte Handynutzung auf eine dauerhafte, intrinsisch motivierte kognitive Verhaltensumstellung ab.
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