Masterarbeit, 2021
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ziel und Methode
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Derzeitiger Forschungsstand
2. Zum Setting: Kita-Fachberatung
3. Idealtypische Beratungsanliegen und Anspruchsgruppen
3.1 Prozessberatung
3.2 Beratung herausfordernder Personen und Systeme
3.3 Beratung in Konfliktsituationen
3.4 Wissensvermittlung
4. Beratungsansätze und handlungsleitende Theorien
4.1 Systemische Beratung
4.2 Personenzentrierte Beratung
4.3 Intuition
4.4 Naturwissenschaftliche Ableitungen
4.4.1 Newtonsche Mechanik
4.4.2 Doppler-Effekt
4.4.3 Chaostheorie
4.5 Lerntheorien
4.6 Kommunikation
4.6.1 Theorie des Verstehens: Termini Technici
4.6.2 Theorie des Verstanden-werdens: biografische Klarheit
4.6.3 Habitustheorie
4.6.4 Klassische Kommunikationstheorien
4.7 Unternehmensberatung
4.8 Zwischenfazit
5. Bedarfsermittlung und Handlungsgrundlagen
5.1 Personale Voraussetzungen
5.1.1 Lernfähigkeit und Reflexionsfähigkeit
5.1.2 Leistungsfähigkeit und Stressresistenz
5.1.3 Durchsetzungsfähigkeit
5.1.4 Selbstorganisation und Verständnis für Handhabbarkeit
5.1.5 Kognitive Voraussetzungen
5.2 Beratungsfachliche Voraussetzungen
5.3 Ethische Grundlagen
5.4 Beziehungsgestaltung
5.4.1 Erstkontakt in professionelle Beziehung überführen
5.4.2 Beziehungsgestaltung bei unfreiwilliger Beratung
5.4.3 Beziehungsgestaltung bei schwierigen KuK
5.4.4 Beziehungsgestaltung im Dialog
5.5 Informationsmanagement und Beratungsadministration
5.6. Haltung
5.7 Zwischenbilanz
6. Herausforderungen für die Personalentwicklung
6.1 Kriterienkatalog
6.2 Theoretische Grundlage
6.3 Methodik der Personalentwicklung
6.4 Rückkopplungseffekte für die Personalentwicklung
7. Resümee und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Faktoren gelingender Kita-Fachberatung (FB), um ein fundiertes wissenschaftliches Wissensmodell zu etablieren. Ziel ist es, spezifische Kompetenz- und Wissensbedarfe von Fachberaterinnen und Fachberatern zu identifizieren, um eine strategische Personalentwicklung (PE) zu ermöglichen, die diese Berufsgruppe bei ihrer Professionalisierung zielgerichtet unterstützt.
4.1 Systemische Beratung
Unter systemischer Beratung werden verschiedenen systemische Beratungsansätze mit je unterschiedlichen Methoden subsumiert. „Denken in Zusammenhängen“ ist charakteristisch für alle. Eine zentrale Gründerfigur als Bezugspunkt ist nicht bekannt. Der kommunikationstheoretische und strategische Ansatz nach Watzlawick, Beavin, Haley und anderen entstand in den 1960er Jahren in Palo Alto. Hierbei geht es vorrangig darum, Interaktionsmuster von Systemen zu erkennen und Probleme oder Symptome als gescheiterte Lösungen zu sehen. In Satirs wachstumsorientiertem Ansatz werden Interaktionsmuster von Systemen nach- beziehungsweise dargestellt. Die strukturelle Familientherapie betont die Klarheit unterschiedlicher Rollensysteme und die Strukturklarheit. Hier findet sich direktives Vorgehen, was bei anderen systemischen Ansätzen außer dem lösungsorientierten Ansatz tendenziell unüblich ist. Diesem Ansatz entstammen die heute häufig gelehrten systemischen Methoden zirkuläres Fragen, Hypothetisieren, die paradoxe Intervention. Eine wertschätzende Beraterhaltung gilt, wie beim personenzentrierten Ansatz auch, als Wirkungsprinzip. Weiter finden der systemisch-funktionale Ansatz, der strukturell-funktionale Ansatz, der funktional-genetische Ansatz und das Autopoiesis-Konzept breiten Einzug in die Beratungslandschaft. Allen Ansätzen gemein ist der Fokus auf Haltung, Theorie und Methodenauswahl. Ein Fundament finden die systemischen Beratungsansätze in Theorien von Luhmann, Derrida und Foucault.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert das Fehlen einer komplexen Wissensbasis für Kita-Fachberatungen und zielt darauf ab, durch eine theoretische Analyse Faktoren für gelingendes Beratungshandeln zu extrahieren.
2. Zum Setting: Kita-Fachberatung: Dieses Kapitel erläutert die unklare gesetzliche Lage und die heterogenen Aufgabenfelder der Fachberatung im System der Frühpädagogik.
3. Idealtypische Beratungsanliegen und Anspruchsgruppen: Anhand von vier Clustern werden praxisrelevante Beratungssettings und die damit verbundenen Herausforderungen für die Fachberater:innen strukturiert dargestellt.
4. Beratungsansätze und handlungsleitende Theorien: Es werden verschiedene wissenschaftliche Disziplinen wie Psychologie, Sozial- und Naturwissenschaften befragt, um ein theoretisches Fundament für die Beratungspraxis zu etablieren.
5. Bedarfsermittlung und Handlungsgrundlagen: Das Kapitel definiert personale und fachliche Voraussetzungen sowie ethische Standards, die für ein professionelles Auftreten der Fachberatung unabdingbar sind.
6. Herausforderungen für die Personalentwicklung: Basierend auf einem Kriterienkatalog werden Ansätze für die methodische Ausgestaltung der Personalentwicklung und der Wissensvermittlung konkretisiert.
7. Resümee und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und weist auf die Notwendigkeit einer verbindlichen Eingangsqualifizierung sowie weiterer Forschung zur Professionalisierung der Fachberatung hin.
Kita-Fachberatung, Personalentwicklung, Beratungshaltung, systemische Beratung, Professionalisierung, Kompetenzprofil, frühpädagogische Fachkräfte, Erwachsenenbildung, Handlungsgrundlagen, Beratungsqualität, Kriterienkatalog, Reflexionsfähigkeit, Organisationsentwicklung, Beziehungsgestaltung, Wissensvermittlung.
Die Arbeit untersucht, welche Kompetenzen und welches Wissen Fachberater:innen in Kitas benötigen, um professionell in einem komplexen und heterogenen Arbeitsfeld zu beraten.
Zentrale Felder sind die Klärung des Berufsbildes, die Extraktion von Gelingensfaktoren für Beratungshandeln und die Ableitung konkreter Anforderungen für die Personalentwicklung.
Das Ziel ist die Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Grundlage, die der Personalentwicklung hilft, Fachberater:innen bei ihrer Professionalisierung passgenau zu unterstützen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Themenstellung mittels Literaturarbeit, basierend auf der hermeneutischen und doppelt hermeneutischen Methode nach Giddens.
Der Hauptteil befasst sich mit Beratungssettings, theoretischen Grundlagen aus verschiedenen Fachbereichen (u.a. Systemtheorie, Lerntheorien), Bedarfsermittlung sowie ethischen Voraussetzungen und Beziehungsgestaltung.
Schlüsselbegriffe sind Fachberatung, Personalentwicklung, Beratungskompetenz, professionelle Haltung und Transfer in die Praxis.
Die Arbeit erkennt an, dass Intuition bei erfahrenen Fachberater:innen eine Rolle spielt, betont jedoch, dass sie in Ermangelung einer gemeinsamen Wissensbasis nicht das methodische Handeln ersetzen darf.
Sie beschreibt die Gefahr, dass Fachberater:innen fälschlicherweise Probleme direkt lösen wollen (Arztmodell), anstatt den Beratungsprozess und die Empowerment-Fähigkeit der Klient:innen in den Vordergrund zu stellen.
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