Bachelorarbeit, 2020
54 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Allgemeine Grundlagen der Psychomotorik
2.1 Der Begriff der Psychomotorik
2.2 Zentrale Begriffe der Psychomotorik
2.2.1 Humanistisches Menschenbild
2.2.2 Körper und Leib
2.2.3 Bewegung und Wahrnehmung
2.2.4 Entwicklung durch Handeln
2.3 Prinzipien der Psychomotorik
2.4 Ansätze der Psychomotorik
2.4.1 Die kindzentrierte psychomotorische Entwicklungsförderung nach Zimmer
2.4.2 Psychomotorische Entwicklungstherapie von Krus
2.4.3 Entwicklung der Ansätze
2.5 Entwicklungstheoretischer Hintergrund der Psychomotorik
3. Theoretische Grundlagen des Selbstkonzepts
3.1 Anfänge des Selbstkonzepts/der Selbstkonzeptforschung
3.2 Beriffsbestimmung des Selbstkonzepts
3.3 Modelle des Selbstkonzepts
3.3.1 Selbstkonzept-Theorie nach Shavelson et al.
3.3.2 Epsteins Selbstkonzept-Theorie
3.3.3 Selbstkonzept nach Zimmer
3.4 Elemente des Selbstkonzepts
3.5 Ursprünge der Informationen für das Selbst
3.6 Entwicklung des Selbstkonzepts
4. Psychomotorik in der Grundschule
4.1 Psychomotorische Förderung im Unterricht und die Wirkung auf das Selbstkonzept
4.2 Psychomotorik in klassisch kognitiven Fächern
Praxisbeispiel: Lernstationen zum Erlernen der Zahlen 1-10
4.3 Das kindliche Spiel als Förderkonzept im Sport-/Bewegungsunterricht
Praxisbeispiel: Psychomotorischer Basisunterricht
5. Professionelle Haltung und Kompetenzen der Fachkräfte
5.1 Grundlegende Handlungsprinzipien der Fachkräfte
5.2 Einfluss der pädagogischen Fachkraft auf das Selbstkonzept
6. Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung der Psychomotorik als pädagogisches Konzept zur Stärkung des kindlichen Selbstkonzepts in der Grundschule. Es wird analysiert, wie durch bewegungsorientierte Ansätze die Persönlichkeitsentwicklung gefördert, Lernvoraussetzungen verbessert und eine positive Selbstwahrnehmung bei Kindern aufgebaut werden kann.
2.4.1 Die kindzentrierte psychomotorische Entwicklungsförderung nach Zimmer
Im Hintergrund des kindzentrierten Ansatzes steht das vorher beschriebene humanistische Menschenbild. Das Kind wird als eigenständig handelnder Partner gesehen, welches durch die Hilfe des Therapeuten zu einer positiven Einschätzung von sich selbst gelangen soll. Durch Bewegung und Spiel findet der Therapeut einen Zugang zum Kind, leitet aber nicht direktiv an. Es ist von grundlegender Bedeutung, dass das Kind eigene Entscheidungen treffen kann und sich somit als gleichwertiger und akzeptierter Partner fühlt (vgl. Fey, 2012, S. 20 f.; Zimmer, 2006, S. 45). Zimmer beschreibt dies als „Hilfe zur Selbsthilfe“ (Zimmer, 2006, S. 45). Der Therapeut begleitet und unterstützt das Kind als Spielpartner, indem er Impulse setzt und anregende Materialien einbringt. Durch die dabei gewonnenen Körper- und Bewegungserfahrungen soll das Selbstwertgefühl gestärkt werden und das Kind somit in der Lage sein, selbst an den eigenen Schwächen mitzuarbeiten. Somit ist ein Ziel dieses Ansatzes die Förderung der eigenen Handlungsmöglichkeiten.
Daneben ist auch die Verbesserung von motorischen Fähigkeiten als auch die Stärkung des Selbstbewusstseins ein wichtiges Ziel. Um diese Ziele zu erreichen, liegt ein Augenmerk auf der Interaktion zwischen Kind und Therapeut. Dieser bringt dem Kind Wertschätzung entgegen und kommentiert Handlungen objektiv, ohne eine Wertung einzubringen (vgl. ebd.; Zimmer, 2004, S. 55). Die Haltung des Therapeuten und sein nicht-direktives Verhalten weisen Gemeinsamkeiten zu der nicht-direktiven Spieltherapie von Axline (1997) auf. Diese wiederum ist von Rogers Persönlichkeitstherapie abgleitet und orientiert sich an der humanistischen Psychologie (vgl. Fischer, 2009, S. 224).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Psychomotorik für das kindliche Selbstkonzept ein und skizziert die Relevanz von Bewegung für die Persönlichkeitsentwicklung im schulischen Kontext.
2. Allgemeine Grundlagen der Psychomotorik: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge, zentralen Begriffe, Prinzipien sowie verschiedene psychomotorische Ansätze und den entwicklungstheoretischen Hintergrund.
3. Theoretische Grundlagen des Selbstkonzepts: Hier werden die Forschungshistorie, verschiedene Definitionen und Modelle sowie die Elemente des Selbstkonzepts und dessen Entwicklung im Kindesalter dargestellt.
4. Psychomotorik in der Grundschule: Dieses Kapitel verknüpft psychomotorische Förderung mit schulischem Lernen, beleuchtet Praxisbeispiele und zeigt Auswirkungen auf das Selbstkonzept auf.
5. Professionelle Haltung und Kompetenzen der Fachkräfte: Hier werden die notwendigen Handlungsprinzipien und der Einfluss der pädagogischen Fachkraft auf das kindliche Selbstkonzept analysiert.
6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Bedeutung der Psychomotorik als entwicklungstheoretische Handlungswissenschaft und betont die Rolle der Fachkraft bei der Lernraumgestaltung.
Psychomotorik, Selbstkonzept, Grundschule, Bewegtes Lernen, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit, Körperkonzept, Pädagogische Haltung, Handlungskompetenz, Kindzentrierter Ansatz, Entwicklungsförderung, Spielpädagogik, Motologie, Lernumgebung
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von Psychomotorik auf die Stärkung des Selbstkonzepts von Kindern im Grundschulalter.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Psychomotorik, die Konzepte des Selbstkonzepts sowie die praktische Umsetzung psychomotorischer Ansätze im schulischen Alltag.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie psychomotorische Konzepte in der Grundschule zur Stärkung des Selbstkonzepts beitragen können und welche Rolle dabei die professionelle Haltung der Lehrkräfte spielt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit einschlägigen psychomotorischen Theorien und Modellen.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einbettung von Selbstkonzept und Psychomotorik, konkrete Anwendungsbeispiele in der Grundschule sowie die Analyse der professionellen Haltung von Fachkräften.
Wichtige Begriffe sind Psychomotorik, Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit, Handlungsfähigkeit und professionelle pädagogische Haltung.
In der psychomotorischen Theorie wird zwischen dem naturwissenschaftlich messbaren Körper und dem erlebten, sozialen Leib unterschieden.
Die Fachkraft fungiert als beobachtender und begleitender Spielpartner, der eine wertfreie, akzeptierende Haltung einnimmt, um das Kind in seiner Eigenaktivität zu unterstützen.
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