Bachelorarbeit, 2020
64 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Pierre Bourdieu und die praxeologische Theorie der Praxis
2.1Strukturierung der gesellschaftlichen Welt
2.1.1 Zentrale Begriffe
2.1.1.1 Habitus
2.1.1.2 Kapital
2.1.1.3 Klasse
2.1.2 Der soziale Raum und die Dynamik der Felder
2.2 Die symbolische Herrschaft und ihre Mechanismen
2.3 Rassismustheoretische Perspektiven
2.3.1 Soziale Ungleichheit und Rassismus
2.3.2 Institutioneller Rassismus
3. Polizeigewalt als Dimension des institutionellen Rassismus in den USA
3.1 Rassismus in den USA
3.1.1 Gesellschaftsgeschichtliche Entwicklung des Rassismus
3.1.2 Rassismus in der Gegenwart
3.2 Die Exekutive in den USA
3.2.1 Die Polizei als Handlanger des Staates
3.2.2 Masseninhaftierungen als Strategie des Staates
4. Die Bedeutung der Wohlfahrt und die Rolle der Sozialen Arbeit
5. Schluss
Die Arbeit untersucht das Phänomen des institutionellen Rassismus in den USA, insbesondere am Beispiel von Polizeigewalt gegen afroamerikanische Bürger*innen, unter Anwendung der soziologischen Theorie Pierre Bourdieus.
2.1.1.1 Habitus
Der Begriff des Habitus existierte bereits vor Bourdieu und ist in den unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen vorhanden. Der zu untersuchende Habitusbegriff stammt aus der soziologischen Sichtweise mit Prägung Bourdieus.
Trotz der Kritik des Determinismus am Habitus-Konzept stellt dieses das Zentralste in Bourdieus Soziologie dar und meint „die Haltung des Individuums in der sozialen Welt, seine Dispositionen, seine Gewohnheiten, seine Lebensweise, seine Einstellungen und seine Wertvorstellungen“. Gemeint ist eine „sozialisierte Subjektivität“, in der inkorporierte bzw. verinnerlichte Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemata im Individuum vorherrschen und seine Interaktion innerhalb der Gesellschaft bestimmen. Folglich stellt der Habitus ein komplexes Produkt von Erfahrungen dar, die das Individuum in seiner sozialen Welt meist auf unbewusster Ebene macht. Das bedeutet, dass eine reziproke Relation zwischen Habitus und sozialer Praxis besteht. Zudem ist der Habitus leibgebunden und meint die Erfahrungen eines Individuums, die sich u.a. in Sprache, Mimik und Aussehen festsetzen und widerspiegeln.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Polizeigewalt und die Zielsetzung der Untersuchung von institutionellem Rassismus in den USA.
2. Pierre Bourdieu und die praxeologische Theorie der Praxis: Vorstellung der theoretischen Grundlagen Bourdieus, insbesondere der Konzepte von Habitus, Kapital, Klasse, sozialem Raum und symbolischer Gewalt.
3. Polizeigewalt als Dimension des institutionellen Rassismus in den USA: Analyse der historischen Entwicklung des Rassismus sowie der Rolle der Exekutive und des Strafjustizsystems als Mittel zur Ausgrenzung afroamerikanischer Bevölkerungsgruppen.
4. Die Bedeutung der Wohlfahrt und die Rolle der Sozialen Arbeit: Untersuchung des Wandels vom Wohlfahrtsstaat zum Strafstaat und der damit einhergehenden Veränderung der professionellen Rolle der Sozialen Arbeit.
5. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und kritische Diskussion über die Perspektiven für eine Veränderung der bestehenden Machtstrukturen.
Pierre Bourdieu, Institutioneller Rassismus, Soziale Ungleichheit, Polizeigewalt, USA, Habitus, Kapital, Symbolische Gewalt, Strafstaat, Wohlfahrtsstaat, Soziale Arbeit, Afroamerikaner, Racial Profiling, Masseninhaftierungen, Diskriminierung
Die Arbeit analysiert, wie in den USA institutioneller Rassismus gegen afroamerikanische Bürger*innen durch Polizeigewalt und das Strafjustizsystem reproduziert wird.
Die zentralen Themen umfassen die Soziologie von Pierre Bourdieu, Rassismustheorien, die Entwicklung der Polizeiarbeit in den USA sowie die Rolle der Sozialen Arbeit in einem zunehmend strafenden Staat.
Ziel ist es, verborgene Mechanismen der Reproduktion sozialer Ungleichheit in der amerikanischen Gesellschaft durch die Anwendung bourdieuscher Konzepte sichtbar zu machen.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die soziologische Konzepte Bourdieus heranzieht, um historische und gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen in den USA zu interpretieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in Bourdieus Begriffe, die Analyse von Polizeigewalt und Masseninhaftierung als Mittel des institutionellen Rassismus sowie die Rolle der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Institutioneller Rassismus, Soziale Ungleichheit, Symbolische Gewalt, Strafstaat und Soziale Kontrolle.
Es bezeichnet diskriminierende Polizeikontrollen, die sich gegen Menschen aufgrund äußerer Merkmale wie Hautfarbe richten und als Mechanismus der sozialen Kontrolle fungieren.
Die Soziale Arbeit wandelt sich von einer präventiven Hilfeleistung zu einem Instrument der Überwachung und Kontrolle im Auftrag des Staates.
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