Diplomarbeit, 2008
81 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
2 Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
2.1 Ziele, Grundsätze und Anwendungsbereiche
2.2 Klimaprogramm und Versorgungssicherheit
2.3 Die EEG-Regelungen im Einzelnen
2.3.1 Abnahme- und Übertragungspflicht
2.3.2 Vergütungen und Vergütungsdauer
2.3.3 Degression der Vergütungssätze
2.3.4 Zusätzliche Vergütungen (Boni)
2.3.5 Ausgleichsmechanismus
2.3.6 Ergänzende Regelungen
2.4 Kosten des EEG
2.5 Der Subventionsbegriff des EEG
3 Novelle des EEG
3.1 Erneuerbare Energien und deren Vergütungssätze 2004-2009
3.1.1 Allgemeine Vergütungsbestimmungen
3.1.2 Vergütung für Strom aus Deponiegas, Klärgas und Grubengas
3.1.3 Vergütung für Strom aus Wasserkraft
3.1.4 Vergütung für Strom aus Biomasse (ohne Deponie- und Klärgas)
3.1.5 Vergütung für Strom aus Geothermie (Erdwärme)
3.1.6 Vergütung für Strom aus Windenergie
3.1.7 Windenergie Repowering
3.1.8 Offshore-Windkraft
3.1.9 Vergütung für Strom aus solarer Strahlungsenergie
3.2 Erzeugungsmanagement – Einspeisemanagement
3.3 Eigenvermarktung vs. Direktvermarktung
3.3.1 Vorgesehene gesetzliche Regelung nach EEG und ihre Begründung
3.3.2 Alternative Vorschläge und Stellungnahme der Industrie
4 Wälzungsmechanismus des EEG
4.1 Gültiger Mechanismus
4.1.1 Grundlagen und die Notwendigkeit des Mechanismus
4.1.2 Darstellung des Wälzungsmechanismus
4.1.3 Bestimmung der Umlage nach EEG
4.1.4 Besondere Ausgleichsregelung
4.2 Alternativer Wälzungsmechanismus
4.2.1 Ausgangssituation
4.2.2 Alternativer EEG-Wälzungsmechanismus nach Vorschlag des Verbandes Kommunaler Unternehmen
4.2.2.1 Ziel und Vorgehensweise des alternativen Wälzungsmechanismus
4.2.2.2 Vorteile dieses veränderten Wälzungsmechanismus
5 Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2000 bis 2006
5.1 Was ist besser – Förderung durch das EEG oder andere Fördermodelle?
5.1.1 Bewertung der Förderung erneuerbarer Energien durch das EEG
5.1.2 Alternative Fördermodelle regenerativer Stromerzeugung
5.2 Ökonomische Wirkungen
5.2.1 Umsatzentwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland
5.2.2 Erneuerbare Energien als Beschäftigungsmotor
5.2.3 Erneuerbare Energien als Exportschlager
5.2.4 Differenzkosten des EEG (2000-2006) und die Auswirkungen auf die Endverbraucher
5.3 Ökologische Wirkungen. Der Beitrag der EEG zum Klima- und Naturschutz
6 Zukünftige Auswirkungen des EEG
6.1 Entwicklungen der EEG-Vergütungszahlungen ab 2009
6.2 Differenzkostenentwicklung nach dem EEG ab 2009
7 Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Förderung der regenerativen Stromerzeugung in Deutschland auf Basis des EEG 2000 sowie der Novellen von 2004 und 2009 detailliert darzustellen, den bestehenden Ausgleichsmechanismus zu analysieren und dessen ökonomische sowie ökologische Auswirkungen zu bewerten.
3.1.7 Windenergie Repowering
§ 30 des EEG 2009 regelt das Repowering und verbessert gegenüber den bisherigen Regelungen des § 10 Abs. 2 EEG 2004 die Bedingungen für Erneuerung und Ersetzung der Windenergieanlagen. Hier sind noch größere Potenziale vorhanden, um den weiteren Ausbau der Windkraft an Land zu forcieren. Zum Beispiel werden durch eine neue Regelung –die Übertragbarkeit des Anfangsvergütungssatzes - einige wirtschaftliche Anreize gesetzt, auch da die Anlagen zu ersetzen, wo der Anspruch auf Anfangsvergütung noch nicht abgelaufen ist.
Repowering-Anlagen sind Anlagen, die im selben oder in einem angrenzenden Landkreis eine oder mehrere bestehende (alte) Windenergieanlagen endgültig ersetzen. Die ersetzten Altanlagen sollen mindestens 10 Betriebsjahre erreicht haben. Die Altanlagen werden abgebaut, müssen aber nicht verschrottet werden. Sie können jedoch auch außerhalb des angrenzenden Landkreises aufgebaut werden. Wenn allerdings die Altanlage zum weiteren Einsatz kommt, ist eine weitere EEG-Vergütung für diese Anlage ausgeschlossen.
Die neuen Anlagen verfügen dank zwischenzeitlichen technologischen Fortschritts über eine höhere Leistung. Durch steigenden Energieertrag neuer Anlagen und deren effiziente Windenergienutzung könnte die gesamte Anlagenzahl sinken, was nicht unwichtig wäre für mehrere andere Wirtschaftszweige wie Bauleitungs- und Regionalplanung, Verkehr, Bau, Stadtentwicklung usw.
Die Energieerträge der alten und der neuen Anlage sollen sich in einem angemessenen Verhältnis befinden. Die Leistung der neuen Anlage muss mindestens das Zweifache und maximal das Fünffache der ersetzten Anlage betragen. Ein zweifacher Wert ist notwendig, um eine spürbare Leistungssteigerung zu erreichen. Eine Höchstgrenze liegt beim fünffachen Wert, um Mitnahmeeffekte auszuschließen. Wenn dieser Korridor der Leistungssteigerung nicht durch Ersatz einer Anlage erreicht wird, sollen weitere Altanlagen ausgetauscht bzw. abgebaut werden. Die Vergütungsberechnung für die neue Anlage ist nicht einfach und setzt sich aus der Rest-Vergütung der Altanlage oder mehrerer Anlagen und aus der einer Neuanlage zustehenden Vergütung nach § 29 EEG 2009 zusammen.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die gesetzliche Grundlage des EEG und dessen Rolle für den Ausbau erneuerbarer Energien und den Klimaschutz in Deutschland.
2 Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Dieses Kapitel erläutert die Ziele und Regelungen des EEG, einschließlich des Vergütungssystems, der Degression und der Kostenstruktur.
3 Novelle des EEG: Hier werden die spezifischen Änderungen durch die EEG-Novellierung ab 2009, die Vergütungssätze für verschiedene Energieträger sowie Konzepte zur Vermarktung thematisiert.
4 Wälzungsmechanismus des EEG: Das Kapitel analysiert das vierstufige Ausgleichsmodell sowie die Problematiken der Prognose und schlägt einen alternativen Wälzungsmechanismus vor.
5 Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2000 bis 2006: Die ökonomischen und ökologischen Effekte, wie Beschäftigungswachstum und CO2-Einsparung, werden hier bewertet und mit anderen Fördermodellen verglichen.
6 Zukünftige Auswirkungen des EEG: Der Fokus liegt auf den Prognosen zur Entwicklung der Vergütungszahlungen und Differenzkosten ab 2009 bis 2030.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung des EEG als zentrales Instrument der Energiepolitik zusammen und reflektiert über notwendige Anpassungsprozesse.
Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, Einspeisevergütung, Energiewende, Klimaschutz, CO2-Einsparung, Wälzungsmechanismus, Differenzkosten, Windenergie, Photovoltaik, Biomasse, Repowering, Direktvermarktung, Fördermodelle, Versorgungssicherheit.
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Beurteilung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), seiner Novellierung 2009 sowie den Auswirkungen auf den deutschen Strommarkt.
Zentrale Themen sind die gesetzliche Vergütungsstruktur, der Wälzungsmechanismus zur Kostenverteilung, die ökonomischen Wirkungen auf Beschäftigung und Umsatz sowie die ökologischen Effekte durch CO2-Emissionsminderung.
Das Hauptziel ist die Darstellung der Förderung regenerativer Stromerzeugung, eine kritische Analyse des bestehenden Ausgleichsmechanismus und die Bewertung künftiger Kostenentwicklungen infolge der EEG-Novellierung.
Es erfolgt eine deskriptive Analyse auf Basis offizieller Daten des BMU, des VDN und einschlägiger Studien zu Beschäftigungseffekten und Differenzkosten.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der EEG-Regelungen, den Vergleich der Vergütungssätze 2004/2009, eine Analyse des Wälzungsmechanismus inklusive Alternativvorschlägen sowie eine ökonomische und ökologische Wirkungsbewertung.
Wichtige Begriffe sind EEG, Einspeisevergütung, Differenzkosten, Wälzungsmechanismus, Klimaschutz, CO2-Bilanz sowie ökonomische Förderinstrumente.
Das EEG 2009 verbessert die Bedingungen für die Erneuerung alter Windanlagen durch eine neue Regelung zur Übertragbarkeit des Anfangsvergütungssatzes und setzt so stärkere wirtschaftliche Anreize für das Repowering.
Der aktuelle Mechanismus ist laut Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) intransparent und für Lieferanten mit hohen Risiken aus Prognoseabweichungen verbunden, weshalb ein transparentes Modell zur Entlastung vorgeschlagen wird.
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