Masterarbeit, 2021
87 Seiten, Note: 100%
Exposé
1. Definition und Inzidenz
2. Psychische Belastung
3. Mangel an Wissen und übersteigerte Erwartungen
4. Die Situation in Österreich
5. Stress und Unfruchtbarkeit
6. Recherche und Studien
7. Aufbau der Arbeit
Literatur-Review
Teil 1: Theoretische Grundlagen
1. Reproduktion im Allgemeinen
2. Physiologie der menschlichen Reproduktion
3. Geschichte der Reproduktionsmedizin
4. Häufigkeit und medizinische Ursachen von unerfülltem Kinderwunsch
5. Prognostische Kriterien bei ungewollt kinderlosen Paaren
6. Prognosekriterien für Schwangerschaften bei Kinderwunschbehandlungen
7. Neue Familienformen und sozialpolitische Aspekte
8. Medizinische Behandlungsmöglichkeiten bei unerfülltem Kinderwunsch
9. Weiterentwicklung der Reproduktionsmedizin
Teil 2: Psychische Aspekte der Kinderlosigkeit
1. Kinderwunschmotive
2. Unerfüllter Kinderwunsch und psychische Belastung
3. Stress und Infertilität
4. Belastungserleben durch ungewollte Kinderlosigkeit
5. Männer und Kinderwunsch
6. Paarbeziehung und Kinderwunsch
7. Die Überschätzung der eigenen Fruchtbarkeit
8. ÄrztInnen-PatientInnen-Beziehung während der Kinderwunschbehandlung
Teil 3: Psychische Störungen und unerfüllter Kinderwunsch
1. Psychische Störungen als Ursache für unerfüllten Kinderwunsch
2. Unerfüllter Kinderwunsch als Ursache für psychische Störungen
3. Reproduktionsmedizinische Maßnahmen als Ursache für psychische Störungen
Teil 4: Bewältigungs- und Therapieformen bei unerfülltem Kinderwunsch
1. Coping
2. Psychotherapeutische Interventionen vor der medizinischen Therapie
3. Die psychosomatische Grundversorgung
4. Psychosoziale Beratung
5. Autoregulationsverfahren
6. Positive Neubewertung und Stressbewältigung
7. Verhaltenstherapeutische Interventionen
8. Verhaltenstherapeutische Gruppen- und Paartherapie
9. Internetbasierte psychosoziale Unterstützung
10. Kombinierte Behandlungen
11. Hypnose, Musiktherapie, Akupunktur, traditionelle chinesische Medizin
12. Medikamentöse Behandlung
Teil 5: Methodische Aufarbeitung
1. Darstellung methodischer Ansätze des Forschungsfelds
2. Weiterentwicklung methodischer Ansätze
Diskussion
1. Auswirkungen von Stress auf das Behandlungsergebnis
2. Therapie
3. Beantwortung der Forschungsfragen
a) Können psychische Störungen zu Unfruchtbarkeit führen?
b) Kann unerfüllter Kinderwunsch zu psychischen Erkrankungen führen?
c) Können reproduktionsmedizinische Maßnahmen eine Ursache für psychische Störungen sein?
4. Limitationen
5. Künftige Forschungsfragen
Diese Masterarbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen psychischen Störungen und unerfülltem Kinderwunsch sowie den Einfluss medizinischer reproduktiver Maßnahmen auf die psychische Gesundheit der betroffenen Paare. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, ob psychische Störungen Fertilitätsprobleme auslösen können, ob Kinderlosigkeit psychische Erkrankungen induziert und welche Rolle medizinische Interventionen dabei spielen.
1. Reproduktion im Allgemeinen
Die Weitergabe von Merkmalen eines Organismus ist nur durch Reproduktion möglich. Die Fortpflanzung ist damit ein wesentliches Merkmal des Lebens. Es wird in diesem Zusammenhang zwischen ungeschlechtlicher, eingeschlechtlicher und zweigeschlechtlicher Reproduktion unterschieden.
Die ungeschlechtliche Fortpflanzung ist die ursprünglichste Form der Vermehrung und kommt bei Einzellern vor. Diese verdoppeln ihr Erbmaterial und verteilen es anschließend auf zwei Zellen. Spezielle Keimzellen sind dafür nicht notwendig. Der Vorteil dieser Art der Fortpflanzung ist, dass Genkombinationen, die sich bewährt haben, erhalten bleiben (Wilharm, 2008).
Eine andere Form ist die geschlechtliche oder sexuelle Fortpflanzung, wobei zwischen eingeschlechtlicher und zweigeschlechtlicher Fortpflanzung unterschieden wird. Erstere wird Parthenogenese (Jungfernzeugung) genannt. Die Nachkommen entstehen dabei aus den unbefruchteten Eizellen der Weibchen, die durch hormonelle Stimulation zur Teilung angeregt werden. Geschlechtspartner sind, wie bei der ungeschlechtlichen Fortpflanzung, nicht nötig (Seiler, 1964).
Im Zuge der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung kommen zwei unterschiedliche Keimzellen zusammen: Eizelle und Samenzelle. Die Nachkommen erhalten damit die Gene beider Elternteile. Dadurch besteht die Möglichkeit, neue, an aktuelle Umweltbedingungen angepasste Genkombinationen entstehen zu lassen. Selten befinden sich die beiden Geschlechtszellen in ein und demselben Individuum. In diesem Fall wäre die Rede von Autogamie oder Selbstbefruchtung (Ebeling, 2006). Rutherford (2020) merkt an, dass zweigeschlechtliche Fortpflanzung auf mehreren Ebenen zu einer Erhöhung der Vielfalt führt. Die 23 Chromosomen des Menschen ermöglichen mehr als acht Millionen verschiedene Kombinationen der mütterlichen und väterlichen Keimzellen (Brem, 2019).
Exposé: Einführung in die Thematik der Kinderlosigkeit, Definition von Unfruchtbarkeit und Darstellung der gesellschaftlichen Relevanz.
Literatur-Review: Umfassende Aufarbeitung der theoretischen Grundlagen, psychischen Aspekte der Kinderlosigkeit, Störungsbilder, Therapieformen sowie methodische Reflexion des Forschungsfelds.
Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen, Beantwortung der Forschungsfragen, Limitationen der Studienlage und Ausblick auf zukünftige Forschungsthemen.
Unerfüllter Kinderwunsch, Reproduktionsmedizin, Psychische Belastung, Infertilität, Psychosomatik, IVF, Kinderwunschbehandlung, Stress, Coping, Psychotherapie, Paarberatung, Fertilitätsstörung, Depression, Ängstlichkeit, Mehrlingsschwangerschaften.
Die Arbeit analysiert die komplexen psychologischen Zusammenhänge zwischen unerfülltem Kinderwunsch, psychischen Störungen und der medizinischen Behandlung (Reproduktionsmedizin).
Dazu gehören die Ursachen von Infertilität, die psychische Belastung durch Kinderlosigkeit, die Rolle von Stress, sowie verschiedene psychotherapeutische Ansätze zur Bewältigung.
Das Ziel ist die Klärung, ob psychische Probleme Unfruchtbarkeit bedingen, ob der unerfüllte Wunsch zu psychischen Erkrankungen führt und ob medizinische Eingriffe selbst eine Belastung darstellen.
Es handelt sich um ein systematisches Literaturreview, das randomisierte kontrollierte Studien, Übersichtsarbeiten und Metaanalysen der letzten 25 Jahre auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, psychische Aspekte, klinische Störungsbilder, verschiedene Therapie- und Bewältigungsformen sowie eine methodische Aufarbeitung.
Hauptbegriffe sind unerfüllter Kinderwunsch, Reproduktionsmedizin, psychische Belastung, Infertilität, IVF und psychosomatische Grundversorgung.
Ein direkter Nachweis ist schwierig, aber es gibt hormonelle Zusammenhänge (z.B. Prolaktinspiegel), bei denen Stress negative Auswirkungen auf die Konzeptionsrate haben kann.
Die Literatur deutet darauf hin, dass insbesondere Paare, die bereits vor der Behandlung psychisch belastet sind, von begleitenden Beratungsangeboten profitieren können.
Studien zeigen, dass Männer zwar oft weniger offen über ihre Emotionen sprechen als Frauen, jedoch in ihrem Belastungserleben ähnlich stark betroffen sein können.
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