Bachelorarbeit, 2021
94 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
THEORETISCHER TEIL
2 Belastungen und Stress
2.1 Stress
2.1.1 Entstehung von Stress
2.1.2 Folgen von Stress
2.1.3 Bewältigung von Stress
2.2 Belastungen
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Entstehung von Belastungen
2.2.3 Resilienz
2.2.4 Arbeitsbelastungen von Feuerwehr und Rettungsdienst
3 Grundlagen des Feuerwehrwesens
3.1 Arten und Aufgaben der Feuerwehr
3.2 Ausbildung und Werdegang eines Feuerwehrmannes
3.3 Wachalltag und Geschichte der Feuerwehr
4 Grundlagen des Rettungsdienstes
4.1 Aufgaben und Unterschiede des Rettungsdienstes
4.2 Entwicklung des Rettungsdienstes
4.3 Der Beruf im Rettungsdienst
5 Aktueller Forschungsstand
6 Zusammenfassung theoretischer Ergebnisse
EMPIRISCHER TEIL
7 Methodik
7.1 Darstellung und Begründung des Forschungsdesigns
7.2 Datenerhebung, Variablen, Pretest
7.3 Datenauswertung
8 Ergebnisse
9 Diskussion
10 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Fragestellung, ob die Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten der Laufbahngruppe 1.2 bei Feuerwehren mit Tätigkeit im Rettungsdienst höher ist als bei Feuerwehren ohne diese Tätigkeit. Ziel ist es, durch eine quantitative Analyse mittels Fragebogen ein besseres Verständnis über die Belastungssituation und die Vereinbarkeit beider Berufsfelder zu gewinnen.
2.2.1 Begriffsbestimmung
Wie im vorherigen Themenbereich in der Stresstheorie dargestellt, lösen Reize, welche negativ bewertet werden, den Stress aus. Diese Reize werden auch Stressoren oder Belastungen genannt. Belastungen sind demzufolge die Eigenschaften von Situationen, die auf das Individuum einwirken. Unterschieden werden die Belastungen in physiologische, psychologische und soziale Belastungen (vgl. Litzcke et al. 2013: 3f.). Die DIN EN ISO 10075-1 definiert psychische Belastungen als „die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn wirken“. Diese Definition folgt demnach auch der Ansichtsweise, dass eine Situation oder ein Reiz von außen auf das Individuum wirkt. Zwar beruht diese Definition auf den psychischen Belastungen, dennoch stellen ebenfalls die physischen und sozialen Belastungsfaktoren mitunter eine Belastung dar (vgl. DIN EN ISO 10075-1).
Andere Autoren hingegen nehmen an, dass unter Belastungen der Effekt zu verstehen ist, welcher erst nach dem Bewertungsprozess von Reizen eintritt. Zuweilen wird der Begriff Belastung in der Literatur nicht einheitlich genutzt. Es wird in der einschlägigen Literatur auch darüber diskutiert, neutralere Begriffe zu nutzen, denn der Begriff Belastung wird oftmals mit negativen Assoziationen verbunden. Damit nicht im Vorfeld eine Bewertung stattfindet, wird vorgeschlagen, die Begriffe Stressor, Beanspruchung oder Anforderung zu nutzen. Die Begrifflichkeiten sind jedoch auch nicht unproblematisch, denn der Begriff Beanspruchung hat z. B. positive Begleitvorstellungen. Eine positive Beanspruchung ist jedoch keineswegs der Fall, wenn ein Feuerwehrmann Leichenteile einsammeln muss oder ein Rettungsdienstmitarbeiter nach einer erfolglosen Reanimation einer Person mitteilten muss, dass ihr Angehöriger verstorben ist (vgl. Lasogga 2011: 129f.).
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung zur Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten der Laufbahngruppe 1.2 in Abhängigkeit von ihrer Tätigkeit im Rettungsdienst vor.
2 Belastungen und Stress: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte von Stress, Stressbewältigung, Resilienz und Belastungsfaktoren im Kontext von Feuerwehr und Rettungsdienst.
3 Grundlagen des Feuerwehrwesens: Hier werden die Strukturen, Aufgaben, Ausbildung und der Wachalltag der Feuerwehr in Deutschland erläutert.
4 Grundlagen des Rettungsdienstes: Dieses Kapitel beleuchtet die Aufgaben des Rettungsdienstes, seine historische Entwicklung und das Berufsbild der dort tätigen Einsatzkräfte.
5 Aktueller Forschungsstand: Der Forschungsstand fasst bestehende Studien zur Belastung von Feuerwehrleuten zusammen und diskutiert insbesondere die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung von Stefanie Tschieter.
6 Zusammenfassung theoretischer Ergebnisse: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die theoretischen Grundlagen zur Entstehung von Stress und Belastungen sowie deren Relevanz für den Feuerwehrdienst.
7 Methodik: Die Methodik beschreibt das quantitative Forschungsdesign, die Datenerhebung mittels Online-Fragebogen sowie die statistische Auswertung.
8 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistischen Auswertungen zur Arbeitsbelastung und Einsatzzahlen der befragten Feuerwehrbeamten.
9 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die empirischen Ergebnisse im Licht der theoretischen Grundlagen und des aktuellen Forschungsstandes sowie die methodischen Limitationen.
10 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung und leitet Empfehlungen für die Wachausbildung und die Personalführung ab.
Arbeitsbelastung, Feuerwehr, Rettungsdienst, Laufbahngruppe 1.2, Stress, Resilienz, Notfallsanitäter, Einsatzbelastung, quantitative Forschung, Wachausbildung, Stressoren, Coping-Strategien, Arbeitsalltag, Berufsfeuerwehr, Belastungsfaktoren
Die Arbeit untersucht, ob die Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten der Laufbahngruppe 1.2 höher ist, wenn sie zusätzlich im Rettungsdienst tätig sind, im Vergleich zu Kollegen, die nur im Feuerwehrdienst eingesetzt werden.
Die zentralen Themen sind Stress- und Belastungstheorien, die spezifischen Arbeitsbelastungen im Feuerwehr- und Rettungsdienstwesen sowie die Vereinbarkeit dieser beiden Berufsfelder.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die Belastung durch rettungsdienstliche Tätigkeiten signifikant zu einer Mehrbelastung führt, und auf Basis der Ergebnisse Handlungsempfehlungen für die Ausbildung abzuleiten.
Die Arbeit nutzt ein quantitatives Forschungsdesign. Dabei wurde eine Online-Befragung von Feuerwehrbeamten der Laufbahngruppe 1.2 durchgeführt und die Daten wurden deskriptiv statistisch in Excel analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Stress- und Belastungsmodelle sowie die Grundlagen von Feuerwehr und Rettungsdienst erläutert, und einen empirischen Teil, der Methodik, Ergebnisse und Diskussion der durchgeführten Befragung enthält.
Wichtige Begriffe sind Arbeitsbelastung, Feuerwehr, Rettungsdienst, Notfallsanitäter, Stress, Resilienz und Wachausbildung.
Die Arbeit zeigt, dass Notfallsanitäter im Vergleich zu Rettungssanitätern höhere Verantwortung tragen, was sich in der Auswertung tendenziell in höheren Belastungswerten widerspiegelt, obwohl die Fallzahl in dieser Gruppe klein war.
Eine große Mehrheit (85,9 %) der Befragten gibt an, dass die Wachausbildungszeit erhöht werden muss, um den wachsenden Anforderungen und der steigenden Komplexität der Aufgaben gerecht zu werden.
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