Masterarbeit, 2021
75 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Historische Entwicklung von Sport- und Musikermedizin
1.2 Ausgangslage
1.3 Zielsetzung
1.4 Methodik und Aufbau
1.5 Begriffserklärungen
2. Musikermedizinische und -psychologische Forschungen
2.1 Somatische Risikofaktoren bei Instrumentalist:innen
2.1.1 Muskuläre Überbelastung, Gelenkprobleme
2.1.2 Nervenkompressionssymptome und fokale Dystonie
2.2 Psychologische Risikofaktoren bei Instrumentalist:innen
2.2.1 Lampenfieber und Auftrittsangst
2.2.2 Stress bei Musiker:innen
2.2.3 Kommunikationskultur im Orchester
3. Erkenntnisse aus dem Leistungssport
3.1 Zusammenhang von Emotionen und sportlicher Leistung
3.2 Stress und Wettkampfangst
3.3 Belastung-Erholung
3.3.1 Erholungs-Belastungs-Fragebogen nach Kellmann
3.4 Emotionsregelung und Bewältigungsstrategien
3.4.1 Regulation durch Selbstgespräche
3.4.2 Entspannungsverfahren
3.4.3 Physiotherapeutische Maßnahmen
3.5 Mentales Training
3.6 Gruppenkohäsion und Leistungsfähigkeit
4. Implementierung in das Orchestermanagement
4.1 Ist-Zustand
4.1.1 Arbeitsumfeld Orchester
4.1.2 Betriebliche Förderung
4.2 Handlungsoptionen des Orchestermanagements
4.2.1 Personenorientierte Maßnahmen
4.2.2 Organisatorische Maßnahmen
4.3 Neue Prozesse anstoßen
5. Handlungsempfehlungen und Fazit
Die Arbeit untersucht die gesundheitliche Situation von Orchestermusiker:innen und zeigt die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen auf, wobei Erkenntnisse aus dem Leistungssport als Leitfaden für ein verbessertes Orchestermanagement dienen. Ziel ist es, ein Verständnis für physische und psychische Belastungsfaktoren zu schaffen und Strategien zu entwickeln, um die Gesundheit der Musiker:innen nachhaltig zu fördern und die Arbeitsfähigkeit zu sichern.
1.1 Historische Entwicklung von Sport- und Musikermedizin
Bereits im 5. Jahrhundert v. Ch. erwähnte Herodicus erstmals das Zusammenspiel von Sport, Ernährung und Gesundheit und stellte fest, dass eine ausgewogene Diät in Verbindung mit sportlichen Aktivitäten zu einem gesunden Leben führt (vgl. Georgoulis u.a. 2007). Auch philosophische Überlegungen zu Gesundheit, Sport und Körper sind seit der Antike häufig angestellt worden. In jüngerer Vergangenheit markiert der 21. September 1912 mit der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V. die Geburtsstunde der institutionellen Sportmedizin in Deutschland. Zudem fand die Internationale Hygieneausstellung in Dresden (1911), der erste sportmedizinische Kongress in Oberhof/Thüringen (1912) und das sportmedizinisch akzentuierte Pariser Ärztetreffen (1913) statt (vgl. Mastnak 2016).
Die Musikermedizin ist im Vergleich dazu ein jüngerer Forschungsbereich und wird in der Literatur überwiegend pathologieorientiert dargestellt. Vereinzelt gibt es auch hier frühe Erwähnungen, wie z.B. aus dem Jahr 1486 von Leistenbrüchen bei Flöten- und Trompetenspielern. 1713 geht der Sportmediziner Bernardino Ramazzini auf die Berufskrankheiten des Musikers ein und 1926 legte Kurt Singer, Arzt, Musiker und Publizist in Berlin, mit seiner Arbeit „Die Berufskrankheiten der Musiker: systematische Darstellungen ihrer Ursachen, Symptome und Behandlungsmethoden“ die Grundsteine der modernen Musikermedizin (vgl. Mastnak 2016).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesundheitlichen Belastungen von Berufsmusiker:innen ein und stellt den Vergleich zum Leistungssport als Potenzial für die Gesundheitsprävention heraus.
2. Musikermedizinische und -psychologische Forschungen: Hier werden physische Risikofaktoren wie muskuloskelettale Überbelastung sowie psychische Faktoren wie Lampenfieber, Auftrittsangst und Stress im Orchesterbetrieb beleuchtet.
3. Erkenntnisse aus dem Leistungssport: In diesem Kapitel werden sportwissenschaftliche Ansätze und Methoden zur Emotionsregelung, Belastungs-Erholungs-Steuerung und zum mentalen Training vorgestellt, um sie für den Orchesterbetrieb nutzbar zu machen.
4. Implementierung in das Orchestermanagement: Der Fokus liegt hier auf der Analyse des Ist-Zustands in Orchestern und der Ableitung konkreter gesundheitsfördernder Handlungsoptionen für das Management.
5. Handlungsempfehlungen und Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer strukturellen und kulturellen Veränderung zusammen und gibt Empfehlungen für die nachhaltige Etablierung gesundheitspräventiver Angebote.
Berufsmusiker:innen, Musikermedizin, Gesundheitsprävention, Orchestermanagement, Leistungssport, Auftrittsangst, Mentales Training, Belastungs-Erholungs-Management, Physiotherapeutische Maßnahmen, Stressbewältigung, Arbeitsklima, Betriebliche Gesundheitsförderung, Kommunikation, Salutogenese, Gruppenkohäsion
Die Arbeit analysiert die gesundheitliche Belastungssituation von professionellen Orchestermusiker:innen und prüft, inwiefern bewährte Methoden aus dem Leistungssport auf das Orchestermanagement übertragen werden können, um Prävention und Gesundheitsförderung zu etablieren.
Zentrale Themen sind die physischen und psychischen Risikofaktoren im Orchesteralltag, die Übertragung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse (z.B. mentale Techniken, Regenerationsmanagement) sowie die Rolle der Führungskultur im Orchestermanagement.
Ziel ist es, ein Bewusstsein für die gesundheitlichen Herausforderungen in Orchestern zu schaffen und Führungskräften konkrete, praxisnahe Leitfäden für die Implementierung gesundheitspräventiver Maßnahmen an die Hand zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Fachliteratur und Studien sowie der Einbeziehung von Expertenwissen aus dem Leistungssport, das durch Interviews mit einer Sportpsychologin und einem Geschäftsführer im Profisport ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der gesundheitlichen Gefahren für Musiker:innen, die Vorstellung von Interventionsmethoden aus dem Leistungssport sowie die Analyse und Implementierung dieser Ansätze in bestehende Orchesterstrukturen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Musikermedizin, Gesundheitsprävention, Orchestermanagement, Leistungssport, Stressbewältigung, Salutogenese und Betriebliche Gesundheitsförderung geprägt.
Das IZOF-Modell hilft Musiker:innen, den Zusammenhang zwischen ihren Emotionen und ihrer Leistung individuell zu verstehen, um dysfunktionale (leistungshemmende) emotionale Zustände rechtzeitig zu erkennen und in funktionale (leistungsfördernde) Bereiche zu lenken.
Physiotherapeuten können nicht nur körperliche Beschwerden durch gezielte Interventionen mindern, sondern dienen als wichtige Schnittstelle zum Management, indem sie durch ihre tägliche Arbeit im engen Kontakt mit den Musikern frühzeitig Stimmungsbilder und individuelle Bedürfnisse erkennen können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

