Bachelorarbeit, 2021
45 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
1.1 Vorgehensweise
1.2 Methodik und Modell
2 Analyse
2.1 Ausgangslage
2.2 Totale Faktorproduktivität – nähere Untersuchung
2.3 Technologischer Fortschritt und Effizienz
2.4 Das demographische Problem
3 Chinas Innovationssystem
3.1 Der staatliche Sektor
3.2 Universitäten und Hochschulen
3.2.1 Wissenschaftliche Publikationen
3.2.2 Patente
4 Kultur und Interkulturelle Kommunikation
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Rolle Chinas als internationale Wirtschaftsmacht mit einem Fokus auf die Innovationsstrategie und -kultur. Ziel ist es zu analysieren, ob China den Übergang von einem investitionsgetriebenen zu einem innovationsgetriebenen Wachstum erfolgreich vollziehen kann, wobei insbesondere Produktivitätsfaktoren und institutionelle Rahmenbedingungen beleuchtet werden.
1.2 Methodik und Modell
Die vorrangige Forschungsmethode dieser Arbeit ist die qualitative Inhaltsanalyse.
Eine Untersuchung der Forschungsfrage wird durch die Wachstumstheorie ermöglicht. Die aggregierte Produktionsfunktion eines Landes kann mithilfe der folgenden Cobb-Douglas Produktionsfunktion dargestellt werden: Y = AK^(α)(HL)^(1-α). Diese Gleichung besagt, dass die Produktion (Y) eine Funktion der eingesetzten Faktoren Kapital (K) und Arbeit (L) darstellt. α ist die Produktionselastizität des Outputs in Bezug auf Kapital. A ist die Produktivität und das H steht für Humankapital. Dabei misst das H sowohl die Bildung als auch die Gesundheit eines Arbeiters in Bezug auf die Produktivität. Teilen der beiden Seiten durch L gibt uns die Produktion je Erwerbstätigen.
Die Notation in Produktion je Erwerbstätigen wird uns bei der Berechnung in Kapitel 3.2 ff. hilfreich sein, wenn wir mithilfe der Wachstumsrechnung die Produktivität in China selbst und im Vergleich mit anderen Ländern messen.
Für die Cobb-Douglas Funktion gelten die typischen Eigenschaften. 1. Konstante bzw. abnehmende Skalenerträge. 2. Positive und abnehmende Grenzerträge. 3. Abnehmende Grenzrate der Substitution. Weiterhin gilt für die Wachstumsrate der Produktivität folgende Herleitung: Unter Berücksichtigung der Produktregel können wir die Inputfaktoren der Produktionsfunktion unter der Sammelvariable X zusammenführen.
1 Einleitung: Vorstellung der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas seit 1978 und Definition der Zielsetzung sowie der verwendeten methodischen Ansätze der Arbeit.
2 Analyse: Untersuchung des BIP-Wachstums und der Produktivität, wobei der Fokus auf dem Einfluss von Kapitalakkumulation, demografischen Herausforderungen und Effizienzproblemen liegt.
3 Chinas Innovationssystem: Analyse der staatlichen Sektoren, Bildungseinrichtungen sowie von Patentindikatoren zur Bewertung des chinesischen Innovationspotenzials im internationalen Vergleich.
4 Kultur und Interkulturelle Kommunikation: Erörterung der Auswirkungen kultureller Werte, insbesondere hierarchischer Strukturen und Zeitverständnisse, auf das wirtschaftliche Umfeld und die internationale Zusammenarbeit.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die notwendigen Strukturreformen für einen nachhaltigen Innovationspfad Chinas.
China, Wirtschaftswachstum, Totale Faktorproduktivität, TFP, Innovationssystem, Kapitalakkumulation, Forschung und Entwicklung, Patente, Wissensökonomie, Strukturreformen, Cobb-Douglas Funktion, Humankapital, Interkulturelle Kommunikation, Wirtschaftspolitik.
Die Arbeit analysiert Chinas wirtschaftliche Transformation von einem investitionsgetriebenen zu einem innovationsgesteuerten Wachstumssystem vor dem Hintergrund makroökonomischer Produktivitätskennzahlen.
Zentrale Themen sind die Wachstumsrechnung, die Rolle des Staates und der Universitäten im Innovationssystem sowie der Einfluss kultureller Faktoren auf wirtschaftliche Prozesse.
Das Ziel ist zu eruieren, ob China durch eine neue Strategie des innovationsgetriebenen Wachstums erfolgreich den Übergang in ein Land mit hohem Einkommen bewältigen kann.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Inhaltsanalyse unter Anwendung der neoklassischen Wachstumstheorie und des Cobb-Douglas Produktionsmodells.
Der Hauptteil gliedert sich in eine makroökonomische Analyse der Produktivität, eine Untersuchung des Innovationssystems (Staat und Bildung) sowie eine Betrachtung der kulturellen Rahmenbedingungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Innovationspotenzial, totale Faktorproduktivität (TFP), Kapitalakkumulation und Strukturreformen.
Patente werden als Indikator für die Innovationsfähigkeit genutzt, wobei die Arbeit kritisch hinterfragt, inwieweit hohe Patentzahlen tatsächlich auf technologische Qualität schließen lassen.
Das Hukou-System schränkt die Mobilität von Arbeitskräften ein, was laut der Analyse einen effizienzhemmenden Faktor darstellt und das Produktivitätspotenzial Chinas limitiert.
Der Autor sieht den Transformationsprozess hin zu einer innovationsgetriebenen Nation als realistisch an, weist jedoch auf dringende Strukturreformen und die Notwendigkeit einer Liberalisierung im Bildungs- und Unternehmenssektor hin.
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