Bachelorarbeit, 2017
39 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Geschlechterunterschiede in den Risikopräferenzen
3 Der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entwicklung der Risikopräferenzen
4 Verhaltensökonomische Phänomene mit Einfluss auf das Risikoverhalten
4.1 Geschlechterunterschiede in der Wettkampfbereitschaft
4.2 Geschlechterunterschiede in der Selbstüberschätzung
5 Geschlechterunterschiede in der Risikobereitschaft von professionellen Risikoträgern
6 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Ursachen und Ausprägungen von Geschlechterunterschieden im Risikoverhalten. Dabei wird analysiert, inwieweit Risikopräferenzen durch angeborene Faktoren, das soziale Umfeld und verhaltensökonomische Phänomene wie Wettkampfbereitschaft und Selbstüberschätzung beeinflusst werden, um deren Auswirkungen auf die Berufs- und Karrierewahl von Frauen und Männern aufzuzeigen.
Geschlechterunterschiede in den Risikopräferenzen
In der ökonomischen Literatur konzentrieren sich die Untersuchungen von Geschlechterunterschieden in Risikopräferenzen weitgehend auf die Bereiche Gesundheit, den finanziellen Sektor, Glücksspiel sowie die strategische Entscheidungsfindung und den professionellen Beschäftigungskontext. In allen Bereichen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Frauen risikoaverser sind als Männer. Die Ergebnisse sind dabei unterschiedlich eindeutig. Als Grund für die unterschiedliche Risikobereitschaft benennen Ökonomen unter anderem Unterschiede in den Risikopräferenzen. Frauen schätzen im Gegensatz zu Männern Risiken höher ein, lassen sich seltener auf risikoreiche Situationen ein und ziehen Alternativen mit geringerem Risiko vor (Maxfield, Shapiro 2010: 588).
Eckel und Grossman (2008) untersuchten in ihrem Experiment mithilfe eines leicht verständlichen, abstrakten Glücksspiels mit verschiedenen Rahmenbedingungen die Unterschiede in den Risikopräferenzen zwischen Männern und Frauen. Dabei wurde die Risikobereitschaft der Studenten, die an dem Experiment teilnahmen, anhand zu erwartender Erträge und der Varianz der Auszahlungen gemessen (Eckel, Grossman 2008: 7). Neben der Ermittlung von Präferenzen prüften die Autoren die Hypothese, dass das Geschlecht einer Person als Indikator für Risikobereitschaft und somit als Grundlage für Stereotype in der Gesellschaft dient.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Risikoverhaltens für ökonomische Entscheidungen ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Geschlechterunterschiede.
2 Geschlechterunterschiede in den Risikopräferenzen: In diesem Kapitel werden grundlegende Unterschiede in der Risikoeinschätzung von Männern und Frauen anhand ökonomischer Experimente analysiert.
3 Der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entwicklung der Risikopräferenzen: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Erziehung und soziale Umfelder, wie beispielsweise Schulformen, die Entwicklung von Risikopräferenzen bei Kindern prägen.
4 Verhaltensökonomische Phänomene mit Einfluss auf das Risikoverhalten: Hier werden Wettkampfbereitschaft und Selbstüberschätzung als zentrale psychologische Treiber hinter risikoreichem Verhalten diskutiert.
5 Geschlechterunterschiede in der Risikobereitschaft von professionellen Risikoträgern: Dieses Kapitel stellt fest, dass in hochqualifizierten Managementpositionen geschlechtsspezifische Unterschiede in der Risikobereitschaft oft verschwinden.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass Risikopräferenzen durch eine Kombination aus Natur, Umfeld und Stereotypen geformt werden, was individuelle berufliche Laufbahnen beeinflusst.
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Die Arbeit untersucht, warum Männer und Frauen unterschiedliche Risikopräferenzen zeigen und wie sich diese auf ökonomische Entscheidungen und Karrierewege auswirken.
Die Themen umfassen Risikopräferenzen, den Einfluss von Umwelt und Erziehung, wettbewerbsorientiertes Verhalten sowie Selbstüberschätzung in verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Ziel ist es, die Ursachen für geschlechtsspezifische Unterschiede im Risikoverhalten aufzuzeigen und zu prüfen, ob diese auf angeborene Neigungen oder soziale Prägung zurückzuführen sind.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse bestehender verhaltensökonomischer Studien und experimenteller Forschungsarbeiten, um die Hypothesen zu untermauern.
Im Hauptteil werden experimentelle Daten zu Glücksspielen, Lernumgebungen, Wettkampfsituationen und Managemententscheidungen ausgewertet.
Die wichtigsten Begriffe sind Risikoverhalten, Risikopräferenzen, Geschlechterunterschiede, Verhaltensökonomie und Selbstüberschätzung.
Nein, während in der allgemeinen Bevölkerung häufig Unterschiede festgestellt werden, zeigen Studien im Managementbereich, dass professionell ausgebildete Frauen und Männer in ihrer Risikobereitschaft kaum signifikante Unterschiede aufweisen.
Experimente zeigen, dass sich Mädchen in Umgebungen mit dem gleichen Geschlecht risikofreudiger verhalten als in gemischten Gruppen, was auf einen starken Einfluss sozialer Stereotype hinweist.
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