Masterarbeit, 2020
91 Seiten, Note: 1,0
1 Problem- und Zielstellung
2 Hintergrund: Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie in Deutschland
3 Begriffsbestimmungen
3.1 Emotionen
3.2 Stress und Stressbewältigung
3.3 Ess-Stile
3.3.1 Emotionales Essverhalten
3.3.2 Gezügeltes bzw. restriktives Essverhalten
3.3.3 Externales Essverhalten
4 Aktueller Forschungsstand
5 Methodisches Vorgehen
5.1 Fragestellung und Untersuchungsdesign
5.2 Erhebungsinstrumente
5.2.1 Demographische und gewichtsbezogene Angaben
5.2.2 Essverhalten
5.2.3 Wahrgenommener Stress und Stressoren
5.2.4 Moderatoren
5.2.5 Offene Frage
5.3 Pretest
5.4 Durchführung
5.5 Auswertungsmethoden
6 Darstellung der Ergebnisse
6.1 Beschreibung der Stichprobe
6.2 Beschreibung der Häufigkeitsverteilungen der Variablen
6.3 Ergebnisse der Korrelationsanalyse
6.4 Ergebnisse der Moderationsanalyse
6.5 Ergebnisse der explorativen Datenanalyse
7 Diskussion und Ausblick
7.1 Diskussion der Methodik
7.2 Diskussion der Ergebnisse
7.3 Schlussfolgerungen und Ausblick
8 Zusammenfassung
9 Literaturverzeichnis
10 Anlagen
Anlage 1: Fragebogen mit Items und Quellen
Anlage 2: Ausgewählte Kommentare und Anmerkungen der Befragten
Die Arbeit untersucht den Einfluss von pandemiebedingtem Stress auf das Essverhalten von Studierenden und Beschäftigten der Hochschule Anhalt. Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen wahrgenommenem Stress, spezifischen pandemiebedingten Stressoren und individuellen Essstilen aufzudecken sowie zu klären, inwiefern emotionale, restriktive oder externale Verhaltensmuster diesen Prozess moderieren.
3.1 Emotionen
Geht man der Frage nach, was Emotionen sind, wodurch sie verursacht werden und wie sie sich auf das menschliche Verhalten auswirken, so begegnet man verschiedenen Emotionstheorien, die sich in ihren Hypothesen, Untersuchungsmethoden und Messverfahren unterscheiden und „von dem jeweiligen wissenschaftshistorischen Kontext abhängig“ (Traue 1998: 33) sind. Sie reichen von der evolutionsbasierten Expressionstheorie (Darwin-Tradition) über die psychophysiologische Aktivationstheorie (James-Lange-Tradition), die neurobiologische Emotionstheorie (Canon-Bard-Tradition), die psychoanalytische Emotionstheorie (Freud-Tradition) bis hin zur Kognitions-Aktivationstheorie (Schachter-Singer-Tradition) (vgl. ebd., p. 31f). All diese Emotionstheorien auszuführen und sie auf ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten hin miteinander zu vergleichen wäre durchaus interessant, würde den Rahmen der vorliegenden Arbeit jedoch sprengen und von dem eigentlichen Erkenntnisinteresse der Arbeit ablenken. Festzuhalten ist, dass eine Vielzahl sich einander widersprechender und gegenseitig ausschließender Emotionstheorien vorliegt und die Abgrenzung des Emotionsbegriffs von Begriffen wie Gefühl, Stimmung und Affekt entsprechend schwierig ist. Wesentlicher Konsens besteht über die folgenden an Emotionsprozessen beteiligten Komponenten:
1. Ausdrucksverhalten der Mimik, der Gestik und des gesamten Körpers.
2. Kognitive Bewertung von inneren und äußeren Stimuli.
3. Physiologische und endokrine Aktivierung.
4. Kognitiver Entwurf von Handlungen und Handlungsbereitschaften.
5. Subjektives Erleben und sprachliche Repräsentanz.“ (Traue 1998: 30)
1 Problem- und Zielstellung: Das Kapitel führt in die pandemiebedingte Ausnahmesituation ein und formuliert das Ziel, die Auswirkungen von Stress auf das menschliche Essverhalten zu erforschen.
2 Hintergrund: Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie in Deutschland: Es werden die staatlichen Maßnahmen, Kontaktbeschränkungen und Lockdowns dokumentiert, die den Alltag der Bevölkerung im Frühjahr 2020 maßgeblich prägten.
3 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen zu den Themen Emotionen, Stressmodelle (Selye, Lazarus) und klassifiziert verschiedene Essstile als Moderatoren des Ernährungsverhaltens.
4 Aktueller Forschungsstand: Hier erfolgt eine Literaturübersicht über Studien zu Stress und Essverhalten im Kontext der Covid19-Pandemie sowie zu den psychologischen Auswirkungen früherer Krisen.
5 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das Design der quantitativen Online-Erhebung, die verwendeten Messinstrumente (PSS, DEBQ) und die statistischen Auswertungsmethoden.
6 Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Befragung von 444 Personen werden präsentiert, inklusive der statistischen Analysen zu Stressoren, Essverhalten und den Moderationseffekten der verschiedenen Essstile.
7 Diskussion und Ausblick: Die erhobenen Daten werden kritisch reflektiert, mit Hypothesen abgeglichen, Grenzen der Untersuchung aufgezeigt und Handlungsempfehlungen für das betriebliche Gesundheitsmanagement gegeben.
8 Zusammenfassung: Das Kapitel bietet ein kurzes Resümee der Kerninhalte und zentralen Erkenntnisse der Masterarbeit.
Covid19-Pandemie, Stress, Essverhalten, Emotionsregulation, psychologische Belastung, emotionales Essverhalten, restriktives Essverhalten, externales Essverhalten, soziale Isolation, Stressoren, Studierende, Quantitative Erhebung, Copingstrategien, Gesundheitspsychologie, Adipositasprävention.
Die Arbeit analysiert, wie sich der durch die Covid19-Pandemie bedingte Stress auf das Essverhalten von Studierenden und Beschäftigten der Hochschule Anhalt ausgewirkt hat.
Die zentralen Themen sind Stresspsychologie, Ernährungspsychologie, die Analyse von Essstilen (emotional, restriktiv, external) und deren Moderationsrolle bei Stressbewältigung durch Essen im Kontext der Pandemie.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, welche pandemiebedingten Stressoren auftreten und ob individuelle Essensverhaltensmuster den Zusammenhang zwischen Stress und Nahrungsaufnahme verstärken oder abschwächen.
Es wurde eine quantitative Online-Fragebogenerhebung mit 444 Teilnehmern durchgeführt. Die Daten wurden mittels Korrelations- und multipler Regressionsanalysen (Moderationsanalyse nach Hayes) ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe (Stress, Emotionen, Essstile), eine methodische Darstellung der Erhebung sowie die detaillierte statistische Analyse der Umfrageergebnisse.
Kernbegriffe sind Covid19-Pandemie, Stress, Essverhalten, emotionale Regulation und Copingstrategien.
Die Studie zeigt, dass Personen mit moderaten oder starken Ausprägungen im emotionalen Essverhalten bei Stress signifikant mehr essen, was darauf hindeutet, dass Essen als Mechanismus zur Emotionsregulation eingesetzt wird.
Der Stressor "Frustration und Langeweile" korrelierte am stärksten mit dem wahrgenommenen Stress und zeigte signifikante Zusammenhänge mit einem erhöhten Naschverhalten und gesteigerter Gesamtverzehrmenge.
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