Bachelorarbeit, 2020
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Problemschilderung
1.1 „Flüchtlinge“ in den Medien – ein Thema rückt in den Fokus der Forschung
1.3 Zielsetzung und daraus resultierende Thesen und Aufbau
1.4 Ethische Erwägungen
2. Theoretische Rahmung
2.1 Einfluss von Medien und Medienframes
2.3. Soziopolitische Kontextualisierung der Ereignisse 2015 bis 2018
3. Methodische Anmerkungen
3.1 Untersuchungszeitraum, Korpuswahl & Inhaltsanalyse
3.2 Vorstellung des Codebuchs in Anlehnung an Shan-Jan
3.4. Durchführung und Kodierregeln
3.5. Fragestellungen und Thesen für die Analysen
3.6. Limitationen der hier durchgeführten Inhaltsanalyse
4. Präsentation und Interpretation der Ergebnisse der Inhaltsanalyse
4.1 Einseitige und positive Meinungsartikel im Jahr 2015?
4.2 Weitgehende negative Haltung in den Meinungsartikeln in 2018?
4.3 Die Meinungsartikel der Jahre 2015 und 2018 im Vergleich
5. Methodenkritik und mögliche Erweiterungen
6. Fazit
Das übergeordnete Ziel der Arbeit besteht darin, mittels einer deduktiven Inhaltsanalyse zu untersuchen, wie sich die mediale Darstellung (Framing) von Geflüchteten in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und der Süddeutschen Zeitung (SZ) zwischen den Jahren 2015 und 2018 verändert hat und ob diese Entwicklung von Kontinuität oder Diskontinuität geprägt ist.
1. Einleitung und Problemschilderung
Die Wiesbadener „Gesellschaft für deutsche Sprache“ (GfdS) setzte das Wort „Flüchtlinge“ auf Platz 1 der Liste der „Wörter des Jahres 2015“ und den Satz der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir schaffen das“ auf Platz 10. Mit letzterem, so die Begründung der Jury, verlieh die Bundeskanzlerin ihrer Überzeugung Ausdruck, „dass Deutschland die seit der zweiten Jahreshälfte rapide ansteigenden Flüchtlingszahlen bewältigen werde.“ (Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. 2015)
Seit in kürzester Zeit im Jahre 2015 Hunderttausende von Schutzsuchenden aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern den Norden Europas erreichten und vornehmlich in Deutschland Aufnahme gefunden hatten, beherrschten Migration, Einwanderung, Flucht und die Fragen der Aufnahme von geflüchteten Menschen die privaten Debatten und im öffentlichen Diskurs wird die Thematik zu einem „Dauerbrenner“ (Kober und Kösemen 2019, 8). Im Vergleich zu den Debatten vergangener Jahre und „zu anderen westlichen Ländern herrschte in Deutschland anfänglich eine „Willkommenskultur“ d. h. solidarische Haltung gegenüber den Menschen auf der Flucht“ (Arslan und Bozay 2019, 1). Diese Willkommenskultur, die ihren sinnfälligsten Ausdruck in den medialen Bildern fand, die zeigten, wie Menschen aus der deutschen Aufnahmegesellschaft am Münchner Hauptbahnhof nach der Öffnung der Grenzen am 4. September 2015 ankommende Kriegsflüchtlinge applaudierend begrüßten, und auch in der Folgezeit spürbar wurde durch die große „Hilfsbereitschaft der Bevölkerung als auch in der Flexibilität und Improvisationskraft der Behördenmitarbeitenden von Bundesländern und Kommunen“ (Kober und Kösemen 2019, 8).
1. Einleitung und Problemschilderung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Fluchtmigration und die Rolle der Medien ein, stellt die übergeordnete Forschungsfrage und erläutert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Rahmung: Hier werden die Grundlagen der Medienwirkungsforschung und die Framing-Theorie dargelegt sowie die soziopolitischen Ereignisse zwischen 2015 und 2018 kontextualisiert.
3. Methodische Anmerkungen: Es wird das methodische Vorgehen der deduktiven Inhaltsanalyse, die Auswahl der untersuchten Zeitungen und das genutzte Codebuch in Anlehnung an Shan-Jan detailliert beschrieben.
4. Präsentation und Interpretation der Ergebnisse der Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse für die Zeiträume 2015 und 2018 und stellt diese im Vergleich gegenüber, um Kontinuitäten und Diskontinuitäten zu identifizieren.
5. Methodenkritik und mögliche Erweiterungen: Eine kritische Reflexion der gewählten Methodik zeigt Lücken und Einschränkungen auf und gibt Empfehlungen für zukünftige, komplexere Studien.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Analyse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage hinsichtlich der Veränderung des Framings von Geflüchteten im Zeitverlauf.
Framing, Medienberichterstattung, Geflüchtete, FAZ, SZ, Inhaltsanalyse, 2015, 2018, Willkommenskultur, Diskurs, Migrationspolitik, Medienwirklichkeit, politische Kommunikation, Agenda Setting, Kontinuität
Die Bachelorarbeit untersucht, wie deutsche Leitmedien, konkret die FAZ und die SZ, in ihrer meinungsbildenden Berichterstattung über Geflüchtete berichten und ob sich dieses Framing im Zeitverlauf zwischen 2015 und 2018 verändert hat.
Die zentralen Themen umfassen die mediale Rahmung von Migration, die politische Einordnung der Geflüchtetensituation, die Wahrnehmung von Bedrohungsszenarien sowie die Entwicklung von einer vermeintlichen Willkommenskultur hin zu einer differenzierteren Debatte.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob sich das Framing von Geflüchteten in den untersuchten Leitmedien durch Kontinuität oder Diskontinuität auszeichnet, basierend auf dem Vergleich der Jahre 2015 und 2018.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Inhaltsanalyse nach der Methodik von Shan-Jan, bei der Meinungsartikel anhand eines vorab definierten Codebuchs quantitativ und qualitativ ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und das methodische Vorgehen erläutert, gefolgt von einer detaillierten Präsentation und Interpretation der Analyseergebnisse für die beiden Untersuchungszeiträume sowie deren abschließendem Vergleich.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Framing, Medienberichterstattung, Fluchtmigration, Leitmedien, Inhaltsanalyse, politischer Diskurs und den Vergleich der Jahre 2015 und 2018 charakterisieren.
Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass die Kölner Silvesternacht zwar als bedeutendes Ereignis gilt, jedoch im zweiten Untersuchungszeitraum 2018 keinen signifikanten Einfluss mehr auf die verwendeten Bedrohungsframes der untersuchten Meinungsartikel hatte.
Während 2015 eine größere Vielfalt an Frames, inklusive stärkerer Bedrohungs- und Wirtschaftsfokusierung, vorlag, zeigten sich die Meinungsartikel 2018 weniger von diesen Bedrohungsszenarien geprägt, wobei eine Normalisierung der Darstellung festzustellen war.
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