Masterarbeit, 2021
77 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Zum Begriff der Improvisation
2.1 Merkmale (liturgischer) Orgelimprovisation
2.2 Die Sonderrolle der Orgelimprovisation
3 Improvisatorische Kompetenzen
3.1 Grundsätzliche Überlegungen zu improvisatorischen Kompetenzen
3.2 Instrumentaltechnische Fertigkeiten
3.3 Musiktheoretisches Wissen
3.4 Repertoirekenntnisse
3.5 Kreativität
3.6 Gehör und Höraufmerksamkeit
3.7 Reaktionsvermögen und Interaktion
3.8 Begabung
4 Improvisation lernen und üben
4.1 Was ist Üben?
4.2 Parallelen zum Sprachlernen
4.3 Blick in das historische Improvisationslernen
4.4 Übestrategien
5 Forschungsdesign
5.1 Forschungsfrage
5.2 Datenerhebung
5.3 Datenanalyse
5.4 Das Dilemma der Intuition
6 Untersuchungsergebnisse
6.1 Ergebnisse der quantitativen Umfrage
6.1.1 Improvisatorische Vorerfahrungen
6.1.2 Selbsteinschätzung und Mindset
6.1.3 Unterricht in Improvisation bzw. Liturgisch Orgel
6.1.4 Üben von Improvisation
6.1.5 Zusammenfassung
6.2 Ergebnisse der qualitativen Experteninterviews
6.2.1 Übungstypen
6.2.2 Umsetzung auf die Tasten – die Grundvoraussetzung
6.2.3 Emotion
6.2.4 Kreativität
7 Interpretation der Forschungsergebnisse
7.1 Übungstypen
7.2 Umsetzung auf die Tasten
7.3 Lernziele
7.4 Technische Aspekte
7.5 Emotion und Mindset
7.6 Kreativität und Inspiration
8 Konkrete Übestrategien
9 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Erlernen der Orgelimprovisation für Kirchenmusikstudierende und entwickelt fundierte Übestrategien, um den Lernprozess effizienter und strukturierter zu gestalten. Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Übestrategien sich zum Erlernen der Orgelimprovisation eignen.
1 Einleitung
Mit der Orgelimprovisation ist das so eine Sache. Es gibt da immer die wenigen, die wie beseelt aus ihrem Improvisationsunterricht kommen, die sich ans Instrument setzen und scheinbar aus dem Nichts die tollsten Vorspiele, Intonationen und Meditationen improvisieren können. Und dann gibt es den großen Rest, für die Improvisation scheinbar ein völlig unerreichbares Mysterium darstellt. Über eines ist man sich im Gespräch unter Mitstudierenden weitestgehend einig: Am Unterricht liegt es nicht. Auch ich kann von ganzem Herzen behaupten, mit meinen drei Improvisationslehrern großes Glück gehabt zu haben; ich habe viel gelernt und den Unterricht immer als produktiv und konstruktiv empfunden.
Motiviert und inspiriert durch den Unterricht setze ich mich am Tag nach dem Unterricht an die Orgel, doch das Gelernte, was doch im Unterricht so gut funktioniert hatte, will sich einfach nicht mehr rekonstruieren lassen. Gähnende Leere, Kreativitäts- und Inspirationslosigkeit im Kopf. Kein Ansatz, obwohl man doch vom Lehrer so viele Tipps und Anregungen bekommen hatte! Wie kann das sein? Ich bin doch sonst nicht so einfallslos, kann mich beim Üben gut disziplinieren und würde behaupten, auf dem Instrument und auch musiktheoretisch firm zu sein. Erfolglose Versuche einer Choralbearbeitung. Es klingt überhaupt nicht, wie wir das gestern angefangen hatten, wieso kriege ich das nur nicht hin? Die Zeit verrinnt – wertvolle Zeit, die ich gut für die Vorbereitung anderer Fächer gebrauchen könnte.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen inspiriertem Unterricht und der Schwierigkeit, Improvisation alleine zu üben, und führt das Konzept der Übestrategien ein.
2 Zum Begriff der Improvisation: Dieses Kapitel definiert Improvisation und erörtert die spezifischen Merkmale der (liturgischen) Orgelimprovisation sowie ihre Sonderstellung.
3 Improvisatorische Kompetenzen: Hier werden essentielle Fähigkeiten wie Technik, Musiktheorie, Gehör und Kreativität analysiert, die für den Improvisationsprozess erforderlich sind.
4 Improvisation lernen und üben: Das Kapitel vergleicht Übungsansätze mit dem Sprachlernen, reflektiert historische Lehrtraditionen und führt den Begriff der Übestrategien ein.
5 Forschungsdesign: Es wird die explorative qualitative Methodik inklusive Online-Umfrage und Experteninterviews erläutert, um den Ist-Zustand des Improvisationsübens zu erfassen.
6 Untersuchungsergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen Umfrage und der Experteninterviews werden detailliert dargestellt und nach Themenbereichen gegliedert.
7 Interpretation der Forschungsergebnisse: Die Ergebnisse werden in Beziehung zueinander gesetzt und interpretiert, um eine Basis für die Übestrategien zu schaffen.
8 Konkrete Übestrategien: Auf Basis der Forschung werden konkrete Übe-Rezepte formuliert, die Studierenden als praktische Orientierung dienen sollen.
9 Fazit und Ausblick: Die Autorin zieht Bilanz aus dem Schreibprozess und betont die Bedeutung eines strukturierten Übens für die künftige kirchenmusikalische Praxis.
Orgelimprovisation, Kirchenmusikstudium, Übestrategien, Improvisationsunterricht, Musiktheorie, Instrumentale Technik, Kreativität, Musikalisches Gehör, Improvisationstypen, Mentale Repräsentation, Flow-Zustand, Lernprozesse, Musikalisches Handeln, Liturgisches Orgelspiel, Selbstwirksamkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik, dass viele Kirchenmusikstudierende zwar Improvisationsunterricht erhalten, diesen aber nur schwer in die eigene Übepraxis zu Hause umsetzen können. Sie sucht nach Wegen, diese Lücke zu schließen.
Die zentralen Felder sind die Analyse improvisatorischer Kompetenzen, die psychologischen und methodischen Aspekte des Übens sowie der Vergleich von historischen Lehrtraditionen mit heutigen Anforderungen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung und Formulierung konkreter Übestrategien, die es Studierenden ermöglichen, ihren Improvisationsprozess selbstgesteuert und effektiv zu gestalten.
Es wurde ein Mixed-Methods-Design gewählt, bestehend aus einer quantitativen Online-Umfrage unter Studierenden und einer qualitativen Hauptuntersuchung mittels Experteninterviews, ausgewertet nach der Inhaltsanalyse von Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Kompetenzen, eine empirische Analyse der derzeitigen Studiensituation und eine daraus resultierende Interpretation, die in einen praxisnahen Katalog von Übestrategien mündet.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Orgelimprovisation, Übestrategien, kognitive Kompetenzen, musikalisches Gehör, Kreativität und selbstgesteuertes Lernen.
Die Untersuchung zeigt, dass Studierende sehr unterschiedlich lernen (z. B. theorieorientiert vs. repertoireorientiert). Das Wissen um den eigenen Typ hilft dabei, individuell passende Strategien zu wählen und Frustration zu vermeiden.
Es beschreibt die Schwierigkeit von Experten, ihren intuitiven Improvisationsprozess in Worte zu fassen oder methodisch zu erklären, was die Rekonstruktion für Lernende oft erschwert.
Ein Fixed Mindset führt zu der Überzeugung, man sei nicht talentiert genug für die Improvisation. Dies blockiert den Lernfortschritt, da die Studierenden hohe klangliche Ansprüche an sich stellen, die sie noch nicht erfüllen können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

