Masterarbeit, 2008
66 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
II. Theoretischer Teil
1. Soziale Arbeit und Menschenrechte
1.1 Soziale Arbeit
1.2 Ethik in der Sozialen Arbeit
1.3 Menschenrechte
1.4 Die Verbindung von Sozialer Arbeit und Menschenrechten
1.5 Kinderrechte
2. Grounded Theory
2.1 Die Methode der Grounded Theory (GT)
2.1.1 Vorbereitungen zur Forschungsarbeit
2.1.2 Das Kodierparadigma
2.1.2.1 Das offene Kodieren
2.1.2.2 Das axiale Kodieren
2.1.2.3 Das selektive Kodieren
III. Praktischer Teil – Empirische Untersuchung der Kinderrechte in Lehre und Praxis der Sozialen Arbeit in Belize
3. Belize im Kontext
3.1 Geschichte, Kultur und Gesellschaft
3.2 Demografische Angaben
4. Die Forschungskonzeption
4.1 Die Fragestellung
4.2 Ziel der Untersuchung
4.3 Erkenntnisinteresse für die Soziale Arbeit
4.4 Methodenwahl
4.5 Methodologische und organisatorische Überlegungen
5. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
IV. Schlussteil
6. Resümee
7. Literaturverzeichnis
Quellennachweise aus dem World Wide Web
8. Anlagen
Anlage 1: Interviewleitfaden
Anlage 2: Kurzfragebogen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht qualitativ, wie Menschenrechte – am Beispiel der Kinderrechte – in der universitären Ausbildung und der praktischen Sozialarbeit in Belize vermittelt und umgesetzt werden, um einen Beitrag zur Schließung der Forschungslücke in diesem Bereich zu leisten.
2.1.2.1 Das offene Kodieren
Zu Beginn der Datenanalyse steht das offene Kodieren. Beim offenen Kodieren werden die zu analysierenden Daten aufgebrochen, untersucht, verglichen, konzeptualisiert und kategorisiert. Beim offenen Kodieren liegt der Schwerpunkt auf dem Benennen und Kategorisieren der einzelnen Phänomene, was durch intensives Untersuchen erreicht wird. Das offene Kodieren stellt die Basis für die sich anschließenden Analysen dar. Ohne diesen ersten Schritt kann eine weiterführende Analyse nicht erfolgen. Beim offenen Kodieren unterscheidet man zwei analytische Verfahren. Beim sogenannten Aufbrechen der Daten werden die Daten gründlich untersucht sowie auf Ähnlichkeiten und Unterschiede hin verglichen. Dieser Vorgang trägt dazu bei, die Bedeutung der Daten zu verstehen. Im zweiten Verfahren werden Fragen gestellt, wodurch Phänomene entdeckt werden, die sich den Daten widerspiegeln. Dieser Schritt ist entscheidend für das weitere Vorgehen, weil die bestehenden Vorannahmen (eigene oder fremde) bezüglich der gefundenen Phänomene in Frage gestellt- bzw. weitererforscht werden.
Dieser Prozess führt wiederum zu weiteren und neuen Erkenntnissen. Um die gefundenen Phänomene herum werden die Konzepte gruppiert. Das Zusammenstellen der Konzepte zum jeweils zugehörigen Phänomen wird „Kategorisieren“ genannt. Die Kategorien sind nicht endgültig, sondern vorläufig. Ein Phänomen wird benannt, das durch ein Konzept repräsentiert wird. Die Bezeichnung sollte abstrakt sein, da es sich von den anderen Konzepten, die um das Phänomen herum gruppiert wurden, abgrenzt. Einen solchen Namen findet man durch kreatives Fragen, z.B. nach der Motivation, der Bedeutung, den Ursachen, Wirkungen und Funktionen des Phänomens. Erste Entwürfe für Konzepte können auf dem Rand der Interviews, Feldnotizen bzw. der anderen Dokumente notiert werden.
I. Einleitung: Die Verfasserin erläutert ihre persönliche Motivation zur Themenwahl sowie den qualitativen Forschungsansatz ihrer Masterarbeit.
II. Theoretischer Teil: Es werden die Grundlagen der Sozialen Arbeit, ihre ethischen Kodizes, das Konzept der Menschenrechte und deren spezielle Bedeutung im Kontext der Kinderrechte diskutiert.
2. Grounded Theory: Dieses Kapitel führt detailliert in die methodische Anwendung der Grounded Theory ein, inklusive der Kodierverfahren.
III. Praktischer Teil – Empirische Untersuchung der Kinderrechte in Lehre und Praxis der Sozialen Arbeit in Belize: Einleitung in den empirischen Teil der Untersuchung mit Fokus auf den untersuchten Kontext.
3. Belize im Kontext: Vorstellung des Forschungsfeldes Belize durch Darstellung der historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Hintergründe sowie demografischer Daten.
4. Die Forschungskonzeption: Darlegung der Fragestellung, der Ziele und des Erkenntnisinteresses sowie Begründung der Methodenwahl und organisatorischer Vorüberlegungen.
5. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse: Vorstellung der aus dem Datenmaterial entwickelten Kernkategorien und deren Interpretation im Hinblick auf die untersuchten Kinderrechtskonventionen.
IV. Schlussteil: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und kritische Reflektion.
6. Resümee: Synthese der Forschungsergebnisse und Zuordnung der in Belize identifizierten Defizite zu den Artikeln der UN-Kinderrechtskonvention.
Soziale Arbeit, Menschenrechte, Kinderrechte, Belize, Grounded Theory, qualitative Forschung, UN-Kinderrechtskonvention, Armut, Bildungszugang, Sozialarbeiterausbildung, Kinderschutz, Kinderarbeit, Entwicklungsland, Kinder ohne Rechte, politischer Wille.
Die Arbeit analysiert das Thema "Soziale Arbeit und Menschenrechte" unter besonderer Berücksichtigung der Kinderrechte im Kontext von Belize.
Die Arbeit verbindet Theorie (Menschenrechte in der Sozialen Arbeit) mit der empirischen Untersuchung zur Ausbildung und beruflichen Praxis von SozialarbeiterInnen im Hinblick auf Kinderrechtsverletzungen in Belize.
Das Ziel ist eine theoretische Annäherung an die Thematik der Menschenrechte im Kontext der Sozialen Arbeit in Belize zu gewinnen und durch eine konkrete, explorative Forschungsfrage Erkenntnisse über die Situation vor Ort zu generieren.
Die Autorin verwendet die Grounded Theory, eine qualitative Methode, um aus den erhobenen Daten (Interviews) ein theoretisches Modell abzuleiten.
Der Hauptteil befasst sich mit der empirischen Untersuchung, der Vorstellung von Belize, der methodischen Vorgehensweise sowie der Auswertung und Interpretation der Interviews mittels Kodierverfahren.
Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Menschenrechte, Kinderrechte, Belize, Grounded Theory und die von der Autorin entwickelte Kernkategorie "Kinder ohne Rechte".
Armut wirkt als eine zentrale Rahmenbedingung, die grundlegende Bedürfnisse wie Bildung und Gesundheit einschränkt und damit das Recht der Kinder auf eine angemessene Entwicklung gemäß der Konvention systematisch verletzt.
Er verdeutlicht das geschlossene System aus Armut, fehlenden Bildungschancen, politischer Inaktivität und unprofessioneller Sozialarbeit, das Kinder daran hindert, ihre Rechte wahrzunehmen.
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