Diplomarbeit, 2006
163 Seiten
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Gegenstand der Untersuchung
2.2 Demokratische und undemokratische Einstellungen
2.2.1 Demokratische Prozedere
2.2.2 Problematische Erscheinungen im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit der Demokratie
2.2.3 Die Legitimation der Demokratie
2.3 Extremismus
2.3.1 Linksextremismus
2.3.2 Rechtsextremismus
2.4 Erklärungsansätze für den Rechtsextremismus
2.4.1 Persönlichkeitstheorien
2.5 Sozialpsychologische Theorien
2.6 Tajfels Theorie der sozialen Identität und Heitmeyers Desintegrationstheorem
2.7 Heitmeyers Theorie der sozialen Desintegration
2.7.1 Desorganisation und Desorientierung
2.7.2 Die komplexen Formen der Desintegration
2.7.3 Die subjektiven Folgen der Desintegration
2.7.4 Kritik an Heitmeyers Desintegrationstheorem und Antworten auf diese Kritik
2.8 Situative Einflüsse auf politische Einstellungen
2.9 Vorurteile
2.9.1 Begriffsbildung
2.9.2 Ursachen von ethnischen Vorurteilen
2.10 Theoretische Fundierung der Hypothesen
2.10.1 Zu Ursachen und Folgen der Desintegration unter besonderer Berücksichtigung der gemeinschaftlichen Dimension (Familie, Schule, Milieu etc.)
2.10.2 Desintegrationserfahrungen und rechtsextremistische Einstellungen
2.10.3 Desintegrationserfahrungen und Ethnozentrismus
2.10.4 Desintegrationserfahrungen und materieller Intergruppenkonflikt
2.10.5 Desintegrationserfahrung und Konventionalismus
2.10.6 Desintegrationserfahrung und autoritäre Reaktion
2.10.7 Desintegrationserfahrung und Rassismus
3. Methode
3.1 Datenerhebung
3.2 Operationalisierung
3.2.1 Die Konstruktion der abhängigen Variablen
3.2.2 Einlassungen zur Methode der Operationalisierung der abhängigen Variablen
3.3 Die Konstruktion der unabhängigen Variablen
3.3.1 Aspekt der Tiefe der Desintegrationserfahrungen
3.3.2 Aspekt der Breite der Desintegrationserfahrungen
3.4 Bildung von Gruppen
3.5 Stichproben
3.5.1 Beschreibung der Stichproben
3.5.2 Beurteilung der Stichproben
3.6 Statistische Hypothesen
3.7 Testplanung
4. Ergebnisse
4.1 Statistische Analysen zur Stichprobenstruktur
4.2 Zusammenfassende Betrachtungen struktureller Merkmale der Stichprobe
4.3 Deskriptive Übersicht über grundlegende Ergebnisse
4.4 Statistische Hypothesenprüfung
4.4.1 Ergebnisse der Hypothesenprüfung PH 1
4.4.2 Ergebnisse der Hypothesenprüfung PH 2
4.4.3 Ergebnisse der Hypothesenprüfung PH 3
4.4.4 Ergebnisse der Hypothesenprüfung PH 4
4.4.5 Ergebnisse der Hypothesenprüfung PH 5
4.4.6 Ergebnisse der Hypothesenprüfung PH 6
4.5 Zusätzliche Ergebnisabsicherung
5. Diskussion und Zusammenfassung
5.1 Zusammenhang von Desintegrationserfahrung und rechtsextremistischen Einstellungen
5.2 Zusammenhang von Desintegrationserfahrung und Ethnozentrismus
5.3 Zusammenhang von Desintegrationserfahrung und Intergruppenkonflikte um knappe Ressourcen
5.4 Zusammenhang von Desintegrationserfahrungen und Konventionalismus
5.5 Zusammenhang von Desintegrationserfahrung und Autoritarismus
5.6 Zusammenhang von Desintegrationserfahrung und Rassismus
6. Möglichkeiten zur Schaffung einer wirksamen demokratischen Gegenkultur zum antipluralistischen und antidemokratischen Rechtsextremismus
6.1 Gesellschaftliche Bedingungen, die einen Einfluss auf die Herausbildung demokratischen bzw. undemokratischer Einstellungen haben
6.2 Autoritärer Kollektivismus versus Autonomie und Mündigkeit
6.3 Milgramexperiment: Was ist mündiges und was ist unmündiges Verhalten?
7. Diskussion methodischer und statistischer Probleme
7.1 Probleme bei der Operationalisierung der abhängigen Variablen
7.2 Probleme bei der Operationalisierung der unabhängigen Variablen
7.3 Probleme mit der Stichprobenstruktur
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die soziale Umwelt auf die Herausbildung demokratischer bzw. undemokratischer Einstellungen bei Jugendlichen hat. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob sich in Abhängigkeit von der Stärke individueller Desintegrationserfahrungen – etwa in Familie, Schule oder Milieu – Einflüsse auf politische Einstellungen nachweisen lassen und ob diese Erfahrungen zur Kompensation in rechtsextremistische Denkmuster führen.
2.5.2 Soziale Kategorisierung und soziale Gruppen
Grundsätzlich liegen der Wahrnehmung sozialer Gruppen Kategorisierungsprozesse zugrunde, die der mentalen Organisation der sozialen Umwelt dienen. Familie, Berufsstand, Religion, Nation, Hautfarbe, Rasse etc. sind einige solcher Kategorien, denen sich Menschen auf der Basis eigner Merkmale und entsprechend ihrer sozialen Lage zugehörig oder auch nicht zugehörig fühlen bzw. denen sie von anderen Menschen zugeordnet bzw. nicht zugeordnet werden. Gleichzeitig ergeben sich Relationen zwischen den sozialen Kategorien, denen man angehört und jenen, denen man nicht angehört, die dem Individuum erlauben die eigne Position im gesellschaftlichen Kontext auszumachen. So lässt sich beispielweise der gesellschaftliche Wert, der einem Berufsstand zugemessen wird, etwa auf der Dimension der Bezahlung abschätzen, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religionsgruppe an Maßstäben der Glaubwürdigkeit messen oder die eigene Nation hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit im Vergleich zu anderen Nationen betrachten. Die mit diesen Beziehungen der Eigengruppe zu anderen Gruppen einhergehenden relativen Bewertungen können sowohl mit Stolz, Schamgefühlen als auch mit neutralen oder ambivalenten Gefühlen einhergehen.
1. Einleitung: Beschreibt den Kontext des Anwachsens von Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremistischer Gewalt in Ostdeutschland nach dem Zusammenbruch der DDR und den damit verbundenen Strukturwandel.
2. Theorie: Legt die theoretischen Grundlagen dar, insbesondere die Theorie der sozialen Desintegration und psychologische Theorien zur autoritären Persönlichkeit sowie sozialen Identität.
3. Methode: Erläutert das methodische Vorgehen der empirischen Querschnittsbefragungen, die Operationalisierung von Variablen und die Bildung der Stichproben.
4. Ergebnisse: Präsentiert die statistischen Analysen und die Prüfung der aufgestellten Hypothesen hinsichtlich des Einflusses von Desintegration auf politische Einstellungen.
5. Diskussion und Zusammenfassung: Reflektiert die Ergebnisse der Hypothesenprüfungen, diskutiert die Bedeutung der Desintegration und führt eine zusammenfassende Bewertung durch.
6. Möglichkeiten zur Schaffung einer wirksamen demokratischen Gegenkultur zum antipluralistischen und antiindividualistischen Rechtsextremismus: Erörtert gesellschaftliche Bedingungen und die Rolle von Autonomie und Mündigkeit für den demokratischen Zusammenhalt.
7. Diskussion methodischer und statistischer Probleme: Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise, der Operationalisierung sowie der Stichprobenstruktur.
Desintegration, Rechtsextremismus, Jugendliche, politische Einstellungen, Ethnozentrismus, Autoritarismus, Konventionalismus, Rassismus, soziale Identität, soziale Kategorisierung, Fremdenfeindlichkeit, Intergruppenkonflikt, Sozialisation, Vorurteile.
Die Diplomarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der sozialen Umgebung und der Entstehung demokratischer beziehungsweise undemokratischer politischer Einstellungen bei Jugendlichen in Ostdeutschland.
Zu den zentralen Themen gehören die Theorie der sozialen Desintegration, die Analyse von Einstellungs- und Reaktionsmustern im Rechtsextremismus sowie psychologische Basisprozesse wie Autoritarismus und Ethnozentrismus.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Frage, ob sich Einflüsse auf politische Einstellungen nachweisen lassen, die in Abhängigkeit von der Stärke individueller Desintegrationserfahrungen der Jugendlichen stehen.
Die Arbeit basiert auf empirischen Querschnittsbefragungen von Schülern, deren Daten mittels statistischer Verfahren, wie der Faktorenanalyse und t-Tests, ausgewertet wurden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Theorie der sozialen Desintegration nach Heitmeyer, der Theorie der sozialen Identität sowie der Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen zur Vorbereitung der empirischen Hypothesenprüfung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Desintegration, Rechtsextremismus, Ethnozentrismus, Autoritarismus und Konventionalismus.
Es dient dazu, die sozialen Auflösungs- und Ausgrenzungsprozesse nach dem Zusammenbruch der DDR zu interpretieren und deren Einfluss auf das Sicherheits- und Zugehörigkeitsbedürfnis Jugendlicher zu erklären.
Die Arbeit diskutiert die mögliche Verzerrung durch einen überproportionalen Anteil an Gymnasiasten und prüft, ob dieser soziale Rückhalt in der Familie eine dämpfende Wirkung auf die Entstehung rechtsextremer Einstellungen haben könnte.
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