Examensarbeit, 2008
160 Seiten, Note: 1,7
EINLEITUNG
1. GRUNDBILDUNG
1.1 DEFINITION DES BEGRIFFES „GRUNDBILDUNG“
1.2 SYSTEMATISIERUNG DER GRUNDBILDUNG
1.3 GRUNDBILDUNGSDEFIZITE – WELCHE URSACHEN KÖNNEN VORLIEGEN?
1.3.1 Kategorisierung der Grundbildungsdefizite
1.3.2 Grundbildungsdefizite – Auswirkungen auf die Ausbildungssituation
1.3.3 Grundbildung – Maßnahmen gegen Grundbildungsdefizite
1.3.4 Grundbildungsdefizite – Welchen Personenkreis betrifft es?
1.3.5 Soziale Interessen des Individuum an der Grundbildung
1.3.6 Berufsorientierte Grundbildung
1.4 WAS VERSTEHT MAN UNTER ANALPHABETISMUS?
1.4.1 Wie wird man in der heutigen Zeit (funktionale/r) Analphabet/in?
1.4.2 Wie viele Personen betrifft das Problem des Analphabetismus?
1.5 FOLGEN UND BEDEUTUNG FEHLENDER GRUNDBILDUNG AUF DIE AUSBILDUNG
1.6 ZUSAMMENFASSUNG
2. GEGENWÄRTIGE SITUATION IM (TISCHLER) -HANDWERK
2.1 AKTUELLE STRUKTURZAHLEN IM TISCHLERHANDWERK
2.2 EXISTIERENDE SACHLAGE IN RHEINLAND-PFALZ
2.3 GIBT ES FÜR DAS TISCHLERHANDWERK INDIVIDUELLE GRUNDBILDUNGSDEFIZITE DER PERSONENGRUPPE?
2.4 KÖRPERLICHE EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE TISCHLERAUSBILDUNG
2.5 ANFORDERUNGSPROFIL FÜR DAS BERUFSFELD TISCHLER
2.6 ZUSAMMENFASSUNG
3. GRUNDBILDUNG AUS SICHT DER LERNENDEN IM TISCHLERHANDWERK
3.1 GRUNDBILDUNG ALS VORAUSSETZUNG FÜR DIE TISCHLERAUSBILDUNG?
3.2 ZIELSETZUNG DER INTERVIEWS
3.3 FORMULIERUNG DER HYPOTHESEN
3.4 AUSWERTUNG DER SCHÜLERINTERVIEWS
3.5 ERGEBNISSE DER INTERVIEWS
3.6 ZUSAMMENFASSUNG
4. GRUNDBILDUNG AUS SICHT DER LEHRENDEN IM TISCHLERHANDWERK
4.1 DIE EIGNUNGSFESTSTELLUNG IM TISCHLERHANDWERK
4.2 DURCHFÜHRUNGSKRITERIEN DES EIGNUNGSFESTSTELLUNG DES BHKH
4.3 DIFFERENZIERTE BETRACHTUNG DES EINSTELLUNGSTEST
4.3.1 Allgemeiner Teil im Einstellungstest
4.3.2 Kenntnisprüfung im Einstellungstest
4.3.3 Leistungstest
4.4 ERGEBNISSE DER EIGNUNGSFESTSTELLUNG IN RHEINLAND-PFALZ
4.4.1 Ergebnisse Kenntnisprüfung
4.4.2 Ergebnisse Leistungstest
4.4.3 Ergebnisse Eignungstest 2005 - Konzentration
4.5 ZUSAMMENFASSUNG
5. ZUSAMMENFASSUNG UND ANFORDERUNGEN AN DIE PRAXIS
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Grundbildung für bildungsbenachteiligte Jugendliche beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in die berufliche Bildung, speziell am Beispiel des Tischlerhandwerks. Ziel ist es, Defizite zu identifizieren und didaktisch-methodische Ansätze zur Verbesserung der Ausbildungsreife sowie der sozialen Integration aufzuzeigen.
1.3.1 Kategorisierung der Grundbildungsdefizite
In diesem Kapitel kategorisiere ich die Ursache für Grundbildungsdefizite folgendermaßen: schulische Ursachen, soziale Ursachen und interpersonale Ursachen. Diese Ursachen treten meistens nicht singulär bei den Jugendlichen auf und können sich damit gegenseitig verstärken.
Schulische Ursachen: Der Unterricht an den allgemeinbildenden Schulen wird immer noch durch Frontalunterricht dominiert und dies meist in der fragend-entwickelnden Methode. Die Aktivitäten liegen überwiegend auf der Seite des Lehrers. Die Schüler verharren überwiegend in einer passiven und rezeptiven Haltung. Sprachliche Ausdrucksfähigkeit in Sprache und Schrift wird gefördert und dementsprechend belohnt. Der Schüler wird in seinen Lernaktivitäten auf den kognitiv-geistigen Bereich reduziert. Mangelnder Methodenwechsel im Schulunterricht bevorzugt Schüler, die einen mittleren und höheren Bildungsstandard gewöhnt sind (z. B. soziale Schicht, Vorbildung) und den kognitiv-geistigen Anforderungen gerecht werden können. Gründe für die Methodenarmut sind zum einen mangelnde Methodenkompetenz der Lehrer und zum anderen die zunehmende Auffüllung der Fächer mit Lernstoff, der in immer kürzerer Zeit gelernt werden muss.
Wenn Inhalte einseitig durch den Lehrenden, aufgrund von Rationalisierungen, formalen Denksystemen und Beurteilungen und einseitiger Bevorzugung bestimmter Denk- und Lernmuster, in den Vordergrund geschoben werden, verhindert es beim Lernenden hinreichende Lernchancen. Immer noch gilt in manchen Schulen der Sekundarstufe I das pädagogische Robinson-Modell. Die bildungsbenachteiligten Jugendlichen werden mit den Unterrichtszielen alleine gelassen, was bei ihnen, mit einer normalen Lernsituation völlig überfordert, Frustrationen, Unlust und Aggressivität auslöst.
EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Problematik des Übergangs von der Schule in den Beruf und die Bedeutung einer qualifizierten Grundbildung für Jugendliche.
1. GRUNDBILDUNG: Dieses Kapitel definiert Grundbildung und kategorisiert verschiedene Ursachen für Bildungsdefizite sowie deren Auswirkungen auf die Ausbildungssituation.
2. GEGENWÄRTIGE SITUATION IM (TISCHLER) -HANDWERK: Es wird die aktuelle wirtschaftliche Lage des Tischlerhandwerks und die Anforderungen an Bewerber in Rheinland-Pfalz dargestellt.
3. GRUNDBILDUNG AUS SICHT DER LERNENDEN IM TISCHLERHANDWERK: Basierend auf qualitativen Interviews werden die Sichtweisen der Auszubildenden auf notwendige Grundbildungsinhalte reflektiert.
4. GRUNDBILDUNG AUS SICHT DER LEHRENDEN IM TISCHLERHANDWERK: Dieses Kapitel analysiert die Eignungsfeststellungsverfahren und die Anforderungen der Betriebe aus der Perspektive der Lehrenden.
5. ZUSAMMENFASSUNG UND ANFORDERUNGEN AN DIE PRAXIS: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung und formuliert Anforderungen an die Bildungspraxis zur Förderung bildungsbenachteiligter Jugendlicher.
Grundbildung, Tischlerhandwerk, Bildungsbenachteiligung, Ausbildung, Berufseinstieg, Grundbildungsdefizite, Eignungsfeststellung, Jugendliche, Lernende, Lehrende, Qualifizierung, Kompetenzen, Hauptschule, Sozialkompetenz, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit befasst sich mit der Relevanz und den Defiziten der Grundbildung bei Jugendlichen beim Übergang in die berufliche Ausbildung, mit einem speziellen Fokus auf das Tischlerhandwerk.
Zu den Kernbereichen gehören die Ursachen von Grundbildungsdefiziten, die aktuelle wirtschaftliche Situation im Handwerk, die Perspektive der Lernenden und Lehrenden sowie Eignungstestverfahren.
Die Untersuchung zielt darauf ab, zu klären, welche Grundbildung junge Menschen vor Beginn einer Tischlerausbildung benötigen, um erfolgreich bestehen zu können, und welche Ursachen hinter bestehenden Defiziten liegen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und qualitativen, narrativen Schülerinterviews mit Auszubildenden einer Meisterschule für Handwerker.
Der Hauptteil analysiert detailliert die schulischen, sozialen und interpersonalen Ursachen für Bildungsdefizite und stellt empirische Ergebnisse von Eignungstests im Tischlerhandwerk dar.
Wesentliche Begriffe sind Grundbildung, Bildungsbenachteiligung, Tischlerhandwerk, Ausbildungsreife und berufliche Qualifizierung.
Es dient als pädagogisches Beispiel für eine Lernform, bei der Jugendliche mit den Unterrichtszielen allein gelassen werden, was bei bildungsbenachteiligten Schülern zu Frustration führt.
Sie dient als bundeseinheitliches Instrument, um theoretische Fähigkeiten und Fertigkeiten potenzieller Bewerber zu prüfen, wobei der Autor kritisch anmerkt, dass praktische Eignung hierbei zu kurz kommt.
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