Examensarbeit, 2006
87 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Radsportliche Entwicklung
2.1 Berufsradsport
2.2 Entwicklung zum Etappenrennen
2.3 Tour de France
2.4 Weitere Landesrundfahrten
3 Werbeveranstaltung und sportliche Herausforderung
3.1 Die Tour unter sportlichen Aspekten
3.1.1 Athleten
3.1.2 Berichterstattung und Streckenführung
3.1.3 Doping
3.2 Die Tour unter ökonomischen Aspekten
3.2.1 Veranstalterprofil
3.2.2 Planungsverlauf und Vermarktung
3.2.3 Logistischer Hintergrund
3.3 Die Tour unter medialen Aspekten
3.3.1 Entwicklung
3.3.2 Medienpräsenz
3.3.3 Quotenentwicklung
4 Mediengenierte Wirklichkeit
4.1 Hochleistungssport und Medien
4.1.1 Darstellungsebenen
4.2 Publikumswirkung
4.2.1 Publikumsintegrative Momente
4.2.2 Medienrealität
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Tour de France eine rein sportliche Herausforderung darstellt oder primär eine mediengenerierte Werbeveranstaltung ist. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die wechselseitige Beeinflussung von Veranstaltern, Sponsoren, Medien und Publikum auf die Berichterstattung und die sportliche Integrität auswirkt.
Die Tour unter sportlichen Aspekten
Ich bin nicht wegen irgendwelcher Eintages-Klassiker Radprofi geworden sondern wollte immer die Tour fahren […] Ich weiß, es ist schwer nachvollziehbar, warum sich jemand in der Gluthitze oder im strömenden Regen stundenlang durchs Hochgebirge quält. Abends kommst du in ein mieses Hotel, das Bett ist klamm, so dass du am nächsten Morgen Hautausschlag hast. Aber diese Strapaze wegzustecken befriedigt mich [...] Am Ende auf dem Champ-Elysées in Paris anzukommen, das ist wie ein Ritterschlag. (Udo Bölts in Grossekathöfer 18/2003, S. 94)
Die sportliche Herausforderung allein erklärt die Faszination der Tour der France nur zum Teil, soll aber im folgenden Kapitel anhand der Teilbereiche Athlet, Legenden und Doping in den Focus der Betrachtung gerückt werden.
Welche Motive bewegen Sportler, sich der Strapaze einer mehrwöchigen Etappenrundfahrt auszusetzen? Als Berufsradfahrer sind sie als Angestellte eines Firmenteams zur Teilnahme an der Tour – sofern vom Team vorgesehen – verpflichtet, aber für die meisten Athleten bedeutet die Teilnahme an der Veranstaltung vielmehr den Höhepunkt ihrer Radsportkarriere. Sind Ruhm und Ehre ihre Hauptmotivationsgründe? Der rein finanzielle Aspekt kann es heute nicht mehr sein, da bei der Tour der zu erwartende Verdienst – im Vergleich zu anderen Sportarten – in keinem adäquaten Verhältnis zur erbrachten Leistung steht (Grossekathöfer 30/2001, S.101).
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Entstehung der Tour de France als Marketinginstrument und die darauf folgende historische Entwicklung sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich Objektivität und Sponsoreneinfluss.
2 Radsportliche Entwicklung: Dieses Kapitel behandelt die historische Evolution des Radsports vom allgemeinen Fortbewegungsmittel zum organisierten Profisport und die Entstehung der Etappenrennen.
3 Werbeveranstaltung und sportliche Herausforderung: Das Kapitel untersucht die Tour hinsichtlich ihrer sportlichen, ökonomischen und medialen Aspekte, um zu klären, ob der Wettkampf oder die Vermarktung im Vordergrund steht.
4 Mediengenierte Wirklichkeit: Hier liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung der Veranstaltung durch die Medien, der Konstruktion einer Medienrealität und der Wirkung auf das Publikum.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Tour de France eine mediengenerierte Veranstaltung ist, deren Erfolg untrennbar mit einer emotionalisierten Berichterstattung verbunden bleibt.
Tour de France, Radsport, Medienberichterstattung, Vermarktung, Professionalisierung, Doping, Sponsoring, Sportevent, Publikumswirkung, Medienrealität, Etappenrennen, ASO, Fernsehen, Sportjournalismus, Kommerzialisierung
Die Examensarbeit analysiert die Tour de France als Sportveranstaltung im Spannungsfeld zwischen sportlicher Herausforderung und ökonomischer sowie medialer Vermarktung.
Die Untersuchung beleuchtet die historische Entwicklung des Radsports, die ökonomischen Strukturen der Veranstalter, die Rolle der Athleten und den Einfluss der medialen Berichterstattung.
Es wird untersucht, ob die Veranstaltung primär sportlich motiviert ist oder ob ökonomische Interessen und mediale Inszenierungen das Geschehen maßgeblich bestimmen.
Die Arbeit nutzt eine wahrnehmungsorientierte Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung zeitgenössischer Medienberichte sowie Primärquellen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die sportlichen und ökonomischen Aspekte der Tour sowie eine detaillierte Analyse der medialen Berichterstattung und deren Wirkung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Tour de France, Medienberichterstattung, Kommerzialisierung, Sportmythos, Dopingproblematik und publikumsintegrative Momente charakterisieren.
Da die Finanzierung der Tour maßgeblich von Sponsoren und Medienrechten abhängt, ist ihr Einfluss auf die Inszenierung des Events ein entscheidender Faktor für die Objektivität der Berichterstattung.
Doping wird als ein integraler, wenn auch problematischer Bestandteil der Sportgeschichte dargestellt, der die mediale Darstellung und den Umgang mit sportlichen Skandalen maßgeblich beeinflusst hat.
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