Diplomarbeit, 2008
108 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Naturwissenschaftliche Basis und Folgen des Klimawandels
2.1 Definitionen
2.2. Natürlicher vs. Anthropogener Treibhauseffekt
2.3 Die IPCC-Reports und erwartete Kostenbelastung der USA
2.3.1 Die vier „Klimaschutzgutachten“ (Assessment Reports) des IPCC
2.3.2 Projektionen und Folgen des Klimawandels
3. Die Geschichte der amerikanischen Umweltpolitik
3.1 Anfänge in den 70ern
3.2 Die 80er Jahre und der steinige Weg nach Kyoto
3.3. Clinton, Berlin und der Weg nach Kyoto
3.4. Die Post-Kyoto-Phase
4. Kritik und Mechanismen des Kyoto-Protokolls
4.1 Einleitung
4.2 Warum ist „Equity“ so wichtig ?
4.3.Die finanzielle Belastung durch das Kyoto-Protokoll
4.4 Die flexiblen Mechanismen
4.4.1 Der Emissionshandel Artikel 17 KP
4.4.2 Die Projektmechanismen Joint Implementation (JI) Artikel 6 KP und der Clean Development Mechanismus (CDM) Artikel 12 KP
4.4.3 Die Senkenregelung im KP
5. Alternative Strategieansätze zu Kyoto
5.1. Einleitung
5.2 Spieltheoretische Grundlagen
5.2 Klimaabkommen zwischen den USA und China
5.2.1 Das Standard-Modell ohne induzierten technologischen Wandel
5.3. Klimaabkommen zwischen den USA und Kanada
5.4 Einführung in die Thematik der Diffusionsprozesse
5.4.1 Formen der Handlungskoordination
5.4.1.1 Zentrale Regulierung
5.4.1.2 Dezentrale Regulierung
5.4.1.3 Mehrebenenregulierung
5.4.2 Umweltpolitische Innovationsmuster von „Pionierstaaten“
5.4.3 Erklärungsansätze
5.4.4 Internationaler Kontext von Politikdiffusionen
6. Fazit und Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Rolle der USA in der internationalen Klimapolitik, insbesondere nach dem Rückzug aus dem Kyoto-Protokoll im Jahr 2001, und untersucht zukünftige klimapolitische Optionen. Ziel ist es, den Entscheidungsprozess der USA zu beleuchten und alternative Strategien aufzuzeigen, wie die USA wieder eine Führungsrolle in der internationalen Klimapolitik einnehmen können oder wie multilaterale sowie bilaterale Ansätze die Klimaverhandlungen ergänzen können.
3. Die Geschichte der amerikanischen Umweltpolitik
Die Grundlagen des Phänomens des Treibhauseffektes wurden bereits 1896 vom schwedischen Wissenschaftler Svante Arrhenius beschrieben. Die daraus resultierenden Folgen haben – wie bereits in Kapitel 2 beschrieben – höchst unterschiedliche Auswirkungen in den einzelnen Nationen, und trotz der fundierten wissenschaftlichen Kenntnis bleibt ein minimal bestehender Unsicherheitsfaktor. Brauch (1996, 317) sieht sogar einen Wandel, in der alten „globalen Ordnung“, indem er nicht mehr Machtpolitik, wie sie seit 1815 vorherrschend war, sondern den Klimawandel, den Bevölkerungszuwachs und den steigenden Energiebedarf - drei stark interdependente Faktoren - als die bedeutendsten Herausforderungen für das 21. Jahrhundert ansieht.
Das rasante Wirtschaftswachstum in den 50er und 60er Jahren, zusätzlich gespeist von günstigen Ölimporten, sowie den offenkundigen Luft- und Wasserverschmutzungen in den USA boten einen fruchtbaren Nährboden für ein breites umweltpolitischen Engagement Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre. Es begann, mir dem ersten wichtigen umweltpolitischen Gesetz, dem „National Environmental Policy Act“ unter Präsident Nixon und gipfelte darin, dass Jimmy Carter große Teile Alaskas unter Schutz stellte.“47 Dieser führte dazu, dass viele Klagen von Betroffenen bei der 1970 gegründeten „Environmental Protection Agency“ (EPA) eingereicht wurden, da nun eine gesetzliche Basis als Grundlage für einen einheitlichen Umweltstandard durchsetzbar geworden war. Im gleichen Jahr wurde ein Programm zur Luftreinhaltung, der sog. „Clean Air Act“ (CAA) beschlossen.48 Erstmals wurden mit einem Gesetz nationale Ziele für Luftqualitätsstandards definiert als auch eine prozentuale Reduktion für Fahrzeugemissionen gesetzlich vorgeschrieben, kontrolliert durch die EPA.49 Diese setzt daraufhin nationale Standards für die spezifizierten Emissionen, die im Gesetz genannt sind – im übrigen ist Kohlendioxid bis heute kein Bestandteil des CAA – worauf dann die nationalen Regierungen in ihren State Implementation Plans (SIPs) nachweisen müssen, mit welchen Maßnahmen sie die von der EPA vorgegebenen Standards erreichen können.50
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt das globale Wachstums- und Wohlstandsparadigma, die zunehmende Bedeutung der Umweltpolitik seit den 70er Jahren und die spezifische Herausforderung der US-Klimapolitik nach dem Rückzug aus dem Kyoto-Protokoll.
2. Naturwissenschaftliche Basis und Folgen des Klimawandels: Dieses Kapitel definiert Umwelt und Klima, erklärt den Treibhauseffekt und analysiert die Rolle des IPCC sowie die erwarteten wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere für die USA.
3. Die Geschichte der amerikanischen Umweltpolitik: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext der amerikanischen Umweltgesetzgebung von den 70er Jahren bis zur Post-Kyoto-Phase und analysiert die Entwicklung der politischen Haltung der USA gegenüber internationalen Klimaverhandlungen.
4. Kritik und Mechanismen des Kyoto-Protokolls: Das Kapitel analysiert die Kritik am Kyoto-Protokoll, thematisiert das wichtige Prinzip der „Equity“ sowie die finanzielle Belastung und erläutert die Funktionsweise der flexiblen Mechanismen (Emissionshandel, JI, CDM) und die Senkenregelung.
5. Alternative Strategieansätze zu Kyoto: Dieses Kapitel diskutiert alternative klimapolitische Strategien, einschließlich spieltheoretischer Ansätze für bilaterale Abkommen und analysiert Diffusionsprozesse von umweltpolitischen Innovationen im amerikanischen Mehrebenensystem.
6. Fazit und Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die weiterhin entscheidende Rolle der USA für die globale Klimapolitik, unterstreicht die technologische Problemlösungskompetenz und reflektiert über die Möglichkeiten von bilateralen Abkommen und subnationalen Netzwerken.
Kyoto-Protokoll, Klimapolitik, USA, Emissionshandel, Treibhauseffekt, IPCC, Umweltpolitik, Spieltheorie, Politikdiffusion, Mehrebenensystem, Erneuerbare Energien, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Technologischer Wandel, Equity.
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle der USA in den internationalen Klimaverhandlungen, insbesondere die Auswirkungen und Hintergründe des Rückzugs aus dem Kyoto-Protokoll im Jahr 2001.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der amerikanischen Umweltpolitik, eine kritische Analyse des Kyoto-Protokolls sowie die Untersuchung alternativer Strategien wie bilateraler Abkommen und der Rolle einzelstaatlicher Umweltpolitik in den USA.
Das primäre Ziel ist es, das Entscheidungsverhalten der USA in der Klimapolitik zu verstehen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die USA wieder in globale Klimaschutzbemühungen eingebunden werden können.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse historischer und politischer Entwicklungen sowie auf spieltheoretische Modelle, um die strategischen Optionen und Kooperationsmöglichkeiten im Bereich des Klimaschutzes zu bewerten.
Der Hauptteil behandelt die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, die Geschichte der US-Umweltpolitik, die Mechanismen und Kritikpunkte des Kyoto-Protokolls sowie alternative Strategieansätze, inklusive Diffusionsprozessen von Innovationen innerhalb der USA.
Wesentliche Begriffe sind Kyoto-Protokoll, USA, Klimapolitik, Emissionshandel, Politikdiffusion, Mehrebenensystem und Spieltheorie.
Es dient zur spieltheoretischen Veranschaulichung der Schwierigkeiten, stabile internationale Umweltabkommen zu schließen, bei denen jedes Land Anreize hat, sich als Trittbrettfahrer zu verhalten.
Sie fungieren als Innovatoren, die durch ehrgeizige Umweltstandards auf einzelstaatlicher Ebene Impulse für die nationale Politik geben und durch Diffusionsprozesse die Grundlage für breitere klimapolitische Maßnahmen schaffen können.
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