Examensarbeit, 2008
57 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Grundlegende historische Aspekte
2.1 Psychologische Aspekte Piagets und der Tätigkeitspsychologie
2.2 Bildungstheoretischer Hintergrund
3. Das Projekt
3.1 Geschichte und Theorie
3.2 Biographische Aspekte Deweys
3.3 Die Projektmethode nach Dewey und Kilpatrick
4. Inhalte und Methoden des alten Mathematikunterrichtes
4.1 Kritik am alten Mathematikunterricht
5. Das Projekt Mathe 2000
5.1 Geschichte
5.2 Ideen und Methoden
5.2.1 Neue Typen von Aufgaben
5.2.2 Halbschriftliche Rechenverfahren
5.2.3 Aktiv-entdeckendes Lernen
6. Gemeinsamkeiten des Projektes Mathe 2000 und des Projektes von Dewey und Kilpatrick
7. Das Konzept Mathe 2000 an Förderschulen für Lernen
7.1 Personengruppe und Lernvoraussetzungen der Schülerschaft
7.2 Aspekte des Lehrplans Mathematik
7.3 Umsetzungsmöglichkeiten und Grenzen
8. Resümee
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das Projekt "Mathe 2000" auf seine Umsetzbarkeit und seinen Nutzen für den Förderunterricht an Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen zu untersuchen, während gleichzeitig Gemeinsamkeiten mit der Projektmethode von Dewey und Kilpatrick aufgezeigt werden.
3.1 Geschichte und Theorie
Der Begriff Projekt stammt vom lateinischen Wort „projicere“ ab und bedeutet voraus werfen, entwerfen, planen, sich vornehmen (vgl. Brockhaus.1956). Projekt bedeutet im Allgemeinen die Planung und Durchführung eines größeren Vorhabens, so wird das Projekt in der Industrie und Wissenschaft verwendet.
In Bezug auf Schule bedeutet Projekt allgemein: Selbsttätigkeit der Schüler bei der Planung, Durchführung und Beurteilung von Unterricht, Abbau der Lehrerdominanz, problemorientiertes Lernen und Handeln, Überbrückung der Unterschiede zwischen schulischem und außerschulischem Lernen. Das Projekt unterscheidet sich von anderen Methoden in vier Punkten:
- es muss eine Aufgabe enthalten
- die Arbeit muss einen größeren wichtigen Arbeitsvorgang umfassen
- Verantwortung des Schülers für die Planung und Durchführung
- Das Projekt muss auf die Lösung einer Aufgabe gerichtete Tätigkeit besitzen
Der Ablauf des Projektverfahrens wird allgemein so beschrieben:
- Zielsetzung (purposing)
- Planung (planning)
- Ausführung (executing)
- Beurteilung (judging)
1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation, der Relevanz der Thematik für den Förderschwerpunkt Lernen und der Zielsetzung der Arbeit.
2. Grundlegende historische Aspekte: Analyse bildungstheoretischer Hintergründe sowie der psychologischen Einflüsse durch Piaget und die Tätigkeitspsychologie.
3. Das Projekt: Theoretische Herleitung des Projektbegriffs, biographische Einordnung von Dewey sowie Erläuterung der Projektmethode nach Dewey und Kilpatrick.
4. Inhalte und Methoden des alten Mathematikunterrichtes: Darlegung der historischen Entwicklung mathematischer Lehrweisen und der damit verbundenen kritischen Aspekte.
5. Das Projekt Mathe 2000: Beschreibung der Entstehungsgeschichte, der Leitprinzipien sowie der spezifischen Methoden wie "neue Typen von Aufgaben" und "aktiv-entdeckendes Lernen".
6. Gemeinsamkeiten des Projektes Mathe 2000 und des Projektes von Dewey und Kilpatrick: Synthese der methodischen Prinzipien und Übereinstimmungen beider Konzepte.
7. Das Konzept Mathe 2000 an Förderschulen für Lernen: Konkrete Untersuchung der Lernvoraussetzungen, Lehrplananforderungen sowie der praktischen Umsetzung und Grenzen im Förderschwerpunkt.
8. Resümee: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zur Eignung des Konzepts "Mathe 2000" für den Förderunterricht.
Mathe 2000, Projektmethode, John Dewey, Kilpatrick, Mathematikunterricht, Förderschule, Förderschwerpunkt Lernen, aktiv-entdeckendes Lernen, halbschriftliche Rechenverfahren, kognitive Entwicklung, Handlungsorientierung, Sonderpädagogik, Lernbehinderung, Unterrichtsgestaltung, Differenzierung.
Die Arbeit untersucht, inwiefern moderne mathematikdidaktische Konzepte, speziell das Projekt "Mathe 2000", erfolgreich in den Förderunterricht an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen integriert werden können.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Projektmethode, die Analyse des traditionellen Mathematikunterrichts sowie die didaktischen Prinzipien des Projekts "Mathe 2000" unter Berücksichtigung sonderpädagogischer Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Ansätze des aktiv-entdeckenden Lernens und der handlungsorientierten Didaktik an die besonderen Lernvoraussetzungen von Kindern mit Lernbehinderungen angepasst werden können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer und didaktischer Quellen sowie der theoretischen Reflexion eigener praktischer Erfahrungen aus dem sonderpädagogischen Studium.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Fundamente, kritisiert den "alten" Mathematikunterricht, erläutert die Methoden von "Mathe 2000" und verknüpft diese mit spezifischen Anforderungen der Förderschularbeit.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mathe 2000, Projektmethode, handlungsorientiertes Lernen, Förderunterricht und aktiv-entdeckendes Lernen.
Die Arbeit zeigt anhand eines Praxisbeispiels, dass die komplexe Tafel für Schüler mit Lernbehinderung durch Reduktion, individuelle Anpassung und handelnde Auseinandersetzung (z.B. Zurechtschneiden von Waben) zugänglich und nutzbar gemacht werden kann.
Das Beispiel des stochastischen Spiels "Wettkönig" dient als Fallbeispiel, um aufzuzeigen, dass selbst komplexe mathematische Bereiche wie Stochastik durch Anpassung des Materials für Schüler im Förderschwerpunkt Lernen motivierend und lernwirksam gestaltet werden können.
Das Fazit lautet, dass die Adaption von "Mathe 2000" für Förderschulen sinnvoll ist, wobei der Lehrkraft eine zentrale Rolle bei der Differenzierung und der Schaffung einer lernförderlichen Umgebung zukommt.
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