Masterarbeit, 2021
191 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsvorhaben
1.2 Ergebniszusammenfassung
1.3 Aufbau
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Bewegungsverhalten in Deutschland
2.2 Gesundheit in Deutschland
2.2.1 Muskel- und Skelett-Erkrankungen
2.2.2 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
2.2.3 Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen
2.3 Rehabilitationssport als gesundheitsbezogenes Verhalten
2.3.1 Begriffsbestimmung: Rehabilitation und Rehabilitationssport
2.3.1.1 Orthopädischer Rehabilitationssport
2.3.1.2 Kardiologischer Rehabilitationssport (Herz‐ / Koronarsport)
2.3.2 Gesetzlichen Rahmenbedingungen des Rehabilitationssports
2.3.4 Rehabilitationssportangebote in Deutschland
2.4 Gesundheitsverhalten
2.4.1 Begriffsbestimmung: Gesundheitsverhalten
2.4.2 Begriffsbestimmung: Gesundheitsressourcen
2.4.2.1 Individuelle Gesundheitsressourcen
2.4.2.2 Soziale Gesundheitsressourcen
2.5 Motivation und Volition
2.5.1 Begriffsbestimmung: Motivation
2.5.2 Begriffsbestimmung: Volition
2.6 Der Health Action Process Approach (HAPA-Modell) von Schwarzer (2004)
2.6.1 Motivationale Phase
2.6.2 Volitionale Phase
2.6.3 Begriffsbestimmung: Selbstwirksamkeitsausprägungen im HAPA-Modell
2.7 Bedeutung der Selbstwirksamkeit in Bezug auf das Gesundheitsverhalten
2.7.1 Begriffsbestimmung: Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung
2.7.2 Mediative Wirkung der Selbstwirksamkeit auf das Gesundheitsverhalten
2.7.3 Mediative Wirkung der Selbstwirksamkeit auf das Gesundheitsverhalten (HAPA-Modell)
2.8 Einordnung der Rehabilitationssportteilnehmenden in das HAPA-Modell
2.8.1 „Die Handelnden“ Rehabilitationssportler
2.8.2 „Die (Neu-) Motivierten“ Rehabilitationssportler
3. Wissenschaftliches, methodisches und statistisches Vorgehen
3.1 Formulierung der Forschungsfragen
3.1.1 Forschungsfrage 1
3.1.2 Forschungsfrage 2
3.2 Studienaufbau und Studiendesign
3.2.1 Fragebogenauswahl und -entwicklung
3.2.2 Stichprobenziehung
3.2.3 Statistisches Vorgehen
4. Datenanalyse und Interpretation der Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.1.1 Soziodemografische Beschreibung der Stichprobe
4.1.2 Rehasport spezifische Beschreibung der Stichprobe
4.1.3 Analyse der motivationalen und volitionalen Prädiktoren
4.1.4 Mittelwertvergleiche der motivationalen und volitionalen Prädiktoren
4.1.5 Mittelwertvergleiche mit bevölkerungsrepräsentativen Normwerten – „Skala der Allgemeinen Selbstwirksamkeit“
4.2 Inferenzstatistische Analysen
4.2.1 Korrelationsanalyse der motivationalen und volitionalen Prädiktoren
4.2.2 Korrelations- und Unterschiedsanalysen der Selbstwirksamkeitsvariablen mit ausgewählten soziodemografischen und Rehasport spezifischen Variablen
4.2.2.1 Geschlechtervergleich hinsichtlich der Selbstwirksamkeitsvariablen
4.2.2.2 Vergleich der Alterskategorien hinsichtlich der Selbstwirksamkeitsvariablen
4.2.2.3 Vergleich beider Rehasportgruppen hinsichtlich der Selbstwirksamkeitsvariablen
4.2.2.4 Vergleich der Vereinsmitgliedschaft hinsichtlich der Selbstwirksamkeitsvariablen
4.2.2.5 Vergleich der Teilnahmedauer hinsichtlich der Selbstwirksamkeitsvariablen
4.2.2.6 Einfluss zusätzlicher Bewegungsaktivitäten auf die Selbstwirksamkeitsvariablen
4.3 Ergebniszusammenfassung – Forschungsfrage 1
4.4 Ergebniszusammenfassung – Forschungsfrage 2
5. Empfehlungen und Umsetzungshinweise für Rehabilitationssporteinrichtungen, Bundes- und Landesverbände
5.1 Förderung der Selbstwirksamkeitsausprägungen im Rehabilitationssport
5.1.1 Allgemeine Selbstwirksamkeit
5.1.2 Bewältigungsbezogene Selbstwirksamkeit
5.1.3 Wiederaufnahmebezogene Selbstwirksamkeit
5.2 Förderung struktureller und organisatorischer Inhalte im Rehabilitationssport
6. Diskussion
6.1 Gesundheitsgesellschaftliche, -politische und -wirtschaftliche Vorteile des Rehabilitationssports
6.2. Bindung und Nachhaltigkeit im Rehabilitationssport
6.3. Gesundheitsbezogenes Verhalten im Rahmen multifaktorieller biopsychosozialer Faktoren
6.4 Die Bedeutung beratender und edukativer Maßnahmen im Rehabilitationssport
6.5. Die Bedeutung des Zusammenhangs trainingsphysiologischer und gesundheitspsychologischer Inhalte im Rehabilitationssport
6.6. Spezifische Förderung gesundheitspsychologischer Aspekte durch beraterische und edukative Maßnahmen
6.7 Die Bedeutung extrinsischer und intrinsischer Anreize im Rehabilitationssport
7. Reflektion der Qualität des wissenschaftlichen Vorgehens und der empirischen Verfahrensauswahl
7.1 Objektivität
7.2 Validität
7.3 Reliabilität
7.3.1 Kategorie-Items im Health Action Process Approach (HAPA-Modell)
7.3.2 Skala zur Erfassung der Allgemeinen Selbstwirksamkeit
7.4 Reflektion zum HAPA-Modell
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, warum Menschen trotz gesundheitsbezogener Absichten diese nicht in dauerhaftes Verhalten umsetzen oder Handlungen vorzeitig abbrechen. Ziel ist es, motivationale und volitionale Prädiktoren, insbesondere die Selbstwirksamkeit, im Kontext des Rehabilitationssports zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für Anbieter und Verbände abzuleiten.
Die Bedeutung der Selbstwirksamkeit in Bezug auf das Gesundheitsverhalten
Menschen handeln nicht immer in Übereinstimmung mit ihren Intentionen und Zielsetzungen. Manchmal handeln Personen überhaupt nicht, trotz unzähliger Intentionen. Dieses sog. „Handlungsloch“ wurde bereits vielfältig im Forschungsgebiet des Gesundheitsverhaltens beschrieben. Studienergebnisse von u. a. Lippke, Ziegelmann und Schwarzer (2004a), Scholz, Schüz, Ziegelmann, Lippke und Schwarzer (2008), Schwarzer et al. (2007), Schwarzer, Luszczynska, Ziegelmann, Scholz und Lippke (2008) oder Basen-Engquist et al. (2013) sind sich darüber einig, dass zur Überwindung eines „Handlungslochs“ weitere sozial-kognitive Prädiktoren notwendig sind, damit eine Person eine Handlung ausführt. Innerhalb dieser mediativen Prädiktoren zur Überwindung eines „Handlungslochs“ nimmt die SWK eine übergeordnete Stellung ein.
Eine hohe Selbstwirksamkeit ermöglicht selbstregulative Zielerreichungsprozesse und fördert wesentliche motivationale und volitionale Prozesse. Sie bezeichnet die Überzeugung, dass man genügend Ausdauer besitzt, um an einem Sportprogramm bis zum Ende teilnehmen zu können. Zudem vermittelt sie zwischen Intentionen und der tatsächlichen Handlungsausführung und ermöglicht eine stärkere Intentionsbildung sowie das Setzen herausfordernder Verhaltensziele. Bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen führt eine hohe Selbstwirksamkeit zu einer deutlichen Verbesserung der physischen und psychischen Gesundheit und korreliert zudem mit niedrigeren Angst- oder Depressionswerten. Auch bei muskuloskelettalen Erkrankungen ist sie ein wichtiger Faktor, der zu einer geringeren Schmerzwahrnehmung führt und ein verbessertes Copingverhalten bei chronisch Erkrankten hervorruft.
Darüber hinaus unterstützt die Selbstwirksamkeit die Adhärenz bezüglich sportlicher Aktivitäten bei chronisch Kranken und führt zu einer verbesserten Compliance bei Patienten in der kardiologischen Rehabilitation. Sie hat einen positiven Einfluss auf den Verlauf einer kardiologischen Rehabilitation und führt zur längerfristigen Aufrechterhaltung gesundheitsbezogener Verhaltensweisen nach der Rehabilitation. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Selbstwirksamkeit einen direkten positiven Einfluss auf die Ausbildung von verhaltensändernden Intentionen hat und die Nutzung personaler Ressourcen unterstützt.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die „Intentions-Verhaltens-Lücke“ als gesundheitspsychologisches Problem dar und begründet die Analyse motivationaler und volitionaler Prädiktoren im Rehabilitationssport.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Gesundheit, Rehabilitationssport, Gesundheitsverhalten sowie Motivation und Volition und führt in das HAPA-Modell von Schwarzer ein.
3. Wissenschaftliches, methodisches und statistisches Vorgehen: Hier werden die Forschungsfragen formuliert sowie das Studiendesign, die Fragebogenauswahl und das statistische Vorgehen (SPSS) beschrieben.
4. Datenanalyse und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive und inferenzstatistische Auswertung der Fragebogendaten sowie die Ergebnisse zu den Forschungsfragen.
5. Empfehlungen und Umsetzungshinweise für Rehabilitationssporteinrichtungen, Bundes- und Landesverbände: Hier werden praxisnahe Maßnahmen zur Förderung der Selbstwirksamkeit und strukturelle Empfehlungen für den Rehasport abgeleitet.
6. Diskussion: Das Kapitel diskutiert die gesundheitspolitischen Vorteile des Rehasports, die Bedeutung von Bindung und Nachhaltigkeit sowie die Relevanz beratender Maßnahmen.
7. Reflektion der Qualität des wissenschaftlichen Vorgehens und der empirischen Verfahrensauswahl: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Objektivität, Validität und Reliabilität der durchgeführten Studie und des verwendeten Modells.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Aufruf zur systematischen Integration gesundheitspsychologischer Ansätze in die Rehabilitationspraxis.
Gesundheitsverhalten, Bewegungsmangel, Rehabilitationssport, Selbstwirksamkeit, Health Action Process Approach, HAPA-Modell, Motivation, Volition, Prävention, Compliance, Adhärenz, Handlungsplanung, Bewältigungsplanung, Trainingswissenschaft, Gesundheitspsychologie.
Die Arbeit identifiziert motivationale und volitionale Prädiktoren, die helfen, ein gesundheitsbezogenes Verhalten, speziell im Rahmen des Rehabilitationssports, aufzubauen und langfristig aufrechtzuerhalten.
Die Arbeit verknüpft gesundheitspsychologische Theorien wie den Health Action Process Approach (HAPA-Modell) mit der Praxis des Rehabilitationssports (orthopädisch und kardiologisch) in Deutschland.
Das Hauptziel ist es, die Ausprägung relevanter Prädiktoren bei Rehasport-Teilnehmern zu analysieren und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Sporteinrichtungen und Verbände zur Förderung nachhaltiger Sportbindung abzuleiten.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem 139 Probanden mittels eines standardisierten, validen Fragebogens befragt wurden, wobei die Daten statistisch mit SPSS analysiert wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (HAPA-Modell, Rehasport-Strukturen), die detaillierte Datenanalyse der Fragebogenergebnisse sowie die Ableitung von Empfehlungen für die Praxis.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitsverhalten, Selbstwirksamkeit, HAPA-Modell, Rehabilitationssport, Motivation und Volition geprägt.
Sie gilt als eine der bedeutendsten Verhaltensdeterminanten zur Überwindung des „Handlungslochs“ und zur Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität, da sie das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zur Zielerreichung stärkt.
Die Studie zeigt, dass eine längere Teilnahmedauer mit höheren motivationalen Selbstwirksamkeitswerten korreliert, wobei ein Motivationsabfall ab dem vierten Monat besonders beachtet werden sollte.
Überraschenderweise zeigte sich, dass die Vereinsmitgliedschaft nur einen sehr geringen Einfluss auf die Selbstwirksamkeitsprädiktoren hat, was die Notwendigkeit von Verbesserungen bei der Vereinsintegration unterstreicht.
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