Diplomarbeit, 2007
136 Seiten, Note: Gut
1. EINLEITUNG
2. GESCHWISTERBEZIEHUNG
2.1. ALLGEMEINES
2.2. HISTORISCHER ABRISS
2.3. DEFINITION BEGRIFF „GESCHWISTER“
2.4. MERKMALE DER GESCHWISTERBEZIEHUNG
2.5. NÄHE UND DISTANZ BZW. RIVALITÄT IN DER GESCHWISTERBEZIEHUNG
2.5.1. Nähe
2.5.2. Rivalität
2.5.3. Auswirkungen auf die Geschwisterbeziehung
2.6. GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE BEI GESCHWISTERN
2.7. RESÜMEE
3. GESCHWISTERKONSTELLATIONEN
3.1. FORSCHUNGSANSÄTZE
3.1.1. Traditionelle Geschwisterkonstellationsforschung
3.1.2. Weiterführende Forschung
3.1.3. Aktueller Forschungsstand
3.2. GEBURTSRANGPLATZ IN DER GESCHWISTERREIHE
3.2.2. Situation des ältesten/erstgeborenen Kindes
3.2.3. Situation der zweiten und mittleren Kinder
3.2.4. Situation des jüngsten Kindes
3.3. ALTERSABSTAND DER GESCHWISTER
3.4. ANZAHL DER GESCHWISTER
3.5. GESCHLECHT DER GESCHWISTER UND SEINE BEDEUTUNG
3.6. GESCHLECHTSSPEZIFISCHE BESCHREIBUNGEN
3.6.1 Zwei Brüder – Erstgeborener und Zweitgeborener
3.6.2 Zwei Schwestern – Erstgeborene und Zweitgeborene
3.6.3 Unterschiede in Brüder- und Schwesternbeziehungen
3.6.4 Älterer Bruder und jüngere Schwester
3.6.5 Ältere Schwester und jüngerer Bruder
3.7. RESÜMEE
4. EINZELKINDER
4.1. WANDEL DER FAMILIE
4.2. DEFINITION BEGRIFF „EINZELKIND“
4.3. SITUATION UND MERKMALE DES EINZELKINDES
4.4. VORURTEILE
4.5. CHANCEN UND DEFIZITE
4.6. RESÜMEE
5. SCHULLEISTUNG - ALLGEMEINES
5.1. DEFINITION BEGRIFF „SCHULLEISTUNG“
5.2. FAKTOREN DER SCHULLEISTUNG
5.3. FAMILIE UND SCHULLEISTUNG
5.3.1 Einfluss der Familiengröße auf Schulleistung
5.3.2 Genetische Faktoren
5.3.3 Schichtzugehörigkeit
5.4. GESCHWISTER UND SCHULLEISTUNG
5.4.1 Geschlechtsunterschiede und Schulleistung
5.4.2 Anzahl der Geschwister und Schulleistung
5.4.3 Einfluss der Geschwisterkonstellation auf Schulleistung
5.5. RESÜMEE
6. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
6.1. BESCHREIBUNG DER MESSINSTRUMENTE
6.2. DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
7. BESCHREIBUNG DER STICHPROBE
8. ZIELSETZUNG
9. BILDUNG DER FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN
10. STATISTISCHE AUSWERTUNG
10.1. ALLGEMEINES ZUR AUSWERTUNG
10.2. AUSWERTUNG DER HYPOTHESEN
10.2.1 Auswertung der Hypothese 1
10.2.2 Auswertung der Hypothese 2
10.2.3 Auswertung der Hypothese 3
10.2.4 Auswertung der Hypothese 4
10.2.5 Auswertung der Hypothese 5
10.2.6 Auswertung der Hypothese 6
11. INTERPRETATION ERGEBNISSE UND DISKUSSION
11.1. INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
11.2. KRITIK
12. ZUSAMMENFASSUNG
13. LITERATURVERZEICHNIS
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht darin, empirisch zu untersuchen, inwieweit die Geschwisterkonstellation sowie weitere Faktoren wie die Geschwisteranzahl und das Geschlecht der Geschwister die mathematischen Schulleistungen von Schülern in der Sekundarstufe I beeinflussen.
2.4. Merkmale der Geschwisterbeziehung
KASTEN (1993) stellte sich die Frage nach Bestimmungsstücken oder grundlegenden Dimensionen der Geschwisterbeziehung. Ein Vergleich des Forschungsstandes ergibt einige übereinstimmende Ergebnisse von Geschwisterforschern der verschiedensten Disziplinen (u.a. Psychologen, Psychoanalytiker, Soziologen, Ethnologen):
• Die Geschwisterbeziehung ist die zeitlich längste Beziehung im Leben.
• Geschwisterbeziehungen bestehen auch nach Trennung der Geschwister oder falls kein Kontakt mehr gepflegt wird.
• In unserer Kultur existieren keine Gesellschaftsregeln, welche Einfluss nehmen auf Ablauf und Gestaltung der Geschwisterbeziehung (im Gegensatz zu Heirat, Taufe, religiöse Rituale, etc.).
• Geschwisterbeziehungen können durch das Aufwachsen im gleichen Heim durch ein Höchstmaß an Intimität gekennzeichnet werden.
• Charakteristisch für die meisten Geschwisterbeziehungen ist eine ambivalente emotionale Haltung, d.h., intensive positive sowie negative Gefühle sind gleichzeitig vorhanden (vgl. KASTEN 2007, S. 3 f).
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz der Untersuchung des Einflusses der Geschwisterkonstellation auf die mathematische Schulleistung von Kindern und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. GESCHWISTERBEZIEHUNG: Dieses Kapitel definiert den Begriff Geschwister und analysiert die Dynamik sowie die Merkmale der Beziehung zwischen Geschwistern, einschließlich Nähe und Rivalität.
3. GESCHWISTERKONSTELLATIONEN: Das Kapitel bietet einen historischen und aktuellen Forschungsüberblick zur Geschwisterkonstellationsforschung und betrachtet verschiedene Positionen in der Geburtsreihenfolge.
4. EINZELKINDER: Hier wird die Situation von Einzelkindern beleuchtet, inklusive definitorischer Aspekte, gesellschaftlicher Wandel der Familienstruktur sowie Chancen und Risiken dieser Position.
5. SCHULLEISTUNG - ALLGEMEINES: Das Kapitel befasst sich mit der Definition von Schulleistung und den vielfältigen Faktoren, die diese beeinflussen, wobei ein besonderer Fokus auf familiäre Bedingungen gelegt wird.
6. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen der Untersuchung, einschließlich der Messinstrumente und der Durchführung der Datenerhebung an niederösterreichischen Schulen.
7. BESCHREIBUNG DER STICHPROBE: Hier werden die demografischen Daten der befragten Probanden sowie die Rücklaufquoten der Fragebögen detailliert dargelegt.
8. ZIELSETZUNG: In diesem Kapitel werden die Forschungsfragen und das Ziel der empirischen Arbeit nochmals explizit formuliert.
9. BILDUNG DER FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN: Hier werden die aus dem theoretischen Teil abgeleiteten Hypothesen für die statistische Auswertung aufgestellt.
10. STATISTISCHE AUSWERTUNG: Das Kapitel präsentiert die Ergebnisse der quantitativen Datenanalyse unter Verwendung verschiedener statistischer Verfahren wie Varianzanalysen und Korrelationen.
11. INTERPRETATION ERGEBNISSE UND DISKUSSION: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch reflektiert und in den Kontext der bestehenden Forschungsliteratur eingeordnet.
12. ZUSAMMENFASSUNG: Dieses abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit sowie die Zielsetzung und die durchgeführte Untersuchung kurz zusammen.
Geschwisterkonstellation, Geschwisterbeziehung, Schulleistung, Mathematik, Geburtsrangplatz, Einzelkind, Familienstruktur, Sozialstatus, Sozialisation, Rivalität, Nähe, Bildungsaspiration, Empirische Untersuchung, Pädagogische Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Geschwisterkonstellation auf die mathematische Schulleistung von Kindern in der Sekundarstufe I.
Die Themen umfassen die Psychologie der Geschwisterbeziehung, die Traditionelle Geschwisterkonstellationsforschung nach Adler, die Situation von Einzelkindern sowie Determinanten der Schulleistung im familiären Kontext.
Das primäre Ziel ist es empirisch zu überprüfen, ob und in welchem Ausmaß die Geschwisterposition, die Geschwisteranzahl und das Geschlecht der Geschwister die mathematischen Leistungen beeinflussen.
Es handelt sich um eine quantitative empirische Untersuchung, bei der Fragebögen und ein Mathematiktest bei 818 Schülern in niederösterreichischen Schulen eingesetzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Geschwisterthematik sowie einen empirischen Teil, in dem Hypothesen zur Geschwisterposition und Schulleistung statistisch ausgewertet und diskutiert werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Geschwisterkonstellation, Schulleistung, Mathematik, Geburtsrangplatz, Einzelkind, Familienstruktur und statistische Auswertung.
Die statistische Auswertung ergab keinen signifikanten Einfluss der Geschwisterposition auf die mathematische Schulleistung; die untersuchten Kinder zeigten in den Mathematiktests keine relevanten Leistungsunterschiede aufgrund ihrer Geburtsreihenfolge.
Die Autorin stellt fest, dass Geschwisteranzahl und Sozialstatus korrelieren, jedoch zeigt die Untersuchung keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Geschwisteranzahl und mathematischen Leistungen, wenn der soziale Status als Drittvariable mitberücksichtigt wird.
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