Bachelorarbeit, 2021
56 Seiten, Note: 1,3
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Die Geschlechterfrage in der Philosophie
3. „Geschlecht“ – Kulturelles und biologisches Geschlecht
4. Geschlechterverhältnisse und -differenz
4.1. Stereotype, Rollenbilder und theoretische Artikulation des Geschlechts
4.2. „Frau“, „weiblich“ und „Mann“, „männlich“
5. „männliche“ und „weibliche“ Körper und Körpersprache
6. Selbstinszenierung auf Social Media im Kontext bestehender Körpervorstellungen und Rollenbilder
6.1. Instagram
6.2. „Weibliche“ Akteur*innen
6.3. „Männliche“ Akteur*innen
7. Diskussion
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss patriarchaler Strukturen und gesellschaftlicher Stereotype auf die Selbstinszenierung von Influencer*innen auf der Plattform Instagram. Dabei wird analysiert, inwiefern traditionelle Geschlechterrollen und Körperbilder in digitalen Räumen reproduziert, aber auch durch performative Praktiken herausgefordert werden.
6. Selbstinszenierung auf Social Media im Kontext bestehender Körpervorstellungen und Rollenbilder
Die Massenmedien sind ein wichtiger Vermittler von bestehenden Körperbildern und Geschlechtsstereotypen. Dies beginnt bei analogen Medien, wie Printmedien, Büchern, Zeitschriften, Kinderbüchern, Comics sowie auch Schulbüchern und setzt sich auch im Fernsehen, in Serien und Filmen fort. Allein an den Bezeichnungen „Mädchenbuch“, „Jungenbuch“ oder „Frauen- und Männerfilme“ ist bereits zu erkennen, dass bestimmte Inhalte an das jeweilige „Geschlecht“ herangetragen werden. Folgend wird die Selbstinszenierung in Zusammenhang mit Geschlechterstereotypen erläutert und hinterfragt.
Herrad Schenk schreibt, dass Medien seit ihrer Existenz eine große Rolle für die Selbstsozialisation und Identifikation von Kindern und Jugendlichen spielen. Sie zeigen wie „Männer“ sowie „Frauen“ zu sein haben und wie sie nicht sein dürfen (vgl. Schenk 1979, S. 124ff). Mittlerweile gibt es durch die Digitalisierung weitere Medien, welche die Vorstellungswelt der Gesellschaft prägen. Diese lassen sich als soziale Medien und Internetportale bezeichnen, über die sich die Menschen vernetzen, Bilder und Gedanken teilen können. Der Erfolg der sozialen Internetplattformen kann dadurch begründet werden, dass dort visuell sowie audiovisuell gearbeitet wird und Bilder mehr Aufmerksamkeit erregen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die philosophische Geschlechterforschung ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung von Instagram als Plattform für die Selbstinszenierung und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse.
2. Die Geschlechterfrage in der Philosophie: Das Kapitel beleuchtet klassische philosophische Positionen, wie die von Platon und Aristoteles, hinsichtlich ihrer hierarchischen Organisation der Geschlechterverhältnisse.
3. „Geschlecht“ – Kulturelles und biologisches Geschlecht: Hier werden Theorien von Judith Butler und Simone de Beauvoir dargelegt, die Geschlecht als kulturelle Konstruktion begreifen und die Spaltung zwischen biologischem Geschlecht und Geschlechtsidentität hinterfragen.
4. Geschlechterverhältnisse und -differenz: Dieses Kapitel verknüpft die historische Entwicklung von Geschlechterdifferenzen mit der Ideologiekritik an bürgerlichen Rollenbildern.
5. „männliche“ und „weibliche“ Körper und Körpersprache: Aufbauend auf der Fotostudie von Marianne Wex werden die Einflüsse patriarchaler Strukturen auf die Körpersprache sowie die symbolische Aufladung von Körperhaltungen analysiert.
6. Selbstinszenierung auf Social Media im Kontext bestehender Körpervorstellungen und Rollenbilder: Dieser Hauptteil widmet sich der Übertragung klassischer Rollenbilder auf Instagram und untersucht die Selbstinszenierung von Influencer*innen in Bezug auf Geschlechterstereotype.
7. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Analyse und verknüpft sie mit der theoretischen Debatte über die Möglichkeiten und Grenzen der Selbstinszenierung in sozialen Medien.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und konstatiert, dass Geschlechterstereotype trotz eines Wandels weiterhin tief in der digitalen Selbstinszenierung verwurzelt sind und Machtverhältnisse stabilisieren.
Geschlechterforschung, Patriarchat, Stereotype, Körpersprache, Instagram, Selbstinszenierung, Gender, Machtverhältnisse, Influencer, Feminismus, Körperbilder, Rollenbilder, Sozialisation, Identität, Diskursanalyse
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der philosophischen und soziologischen Untersuchung, wie geschlechtsspezifische Rollenbilder und Stereotype die Selbstinszenierung von Influencer*innen auf Instagram beeinflussen.
Zu den zentralen Themen gehören die philosophische Geschlechterforschung, die Theorie der sozialen Konstruktion von Geschlecht, die Analyse von Körpersprache im Alltag sowie die digitale Medialisierung von Körperidealen.
Das Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie patriarchale Strukturen und traditionelle Rollenbilder in modernen digitalen Netzwerken fortbestehen und in der Selbstinszenierung von reichweitenstarken Akteuren widergespiegelt werden.
Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Herangehensweise und verknüpft philosophische sowie feministische Theorien mit einer inhaltlichen Analyse ausgewählter Instagram-Profile und deren Bildbeiträgen.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen zur Geschlechterdifferenz und zur Körpersprache nach Marianne Wex, gefolgt von einer konkreten Untersuchung von Bildinhalten populärer Influencer*innen (z.B. Shirin David, Cristiano Ronaldo).
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Geschlechterforschung, Gender, Instagram-Selbstinszenierung, Stereotype, Körpersprache und patriarchale Strukturen definieren.
Bei Shirin David zeigt sich eine ambivalente Nutzung: Sie kombiniert stereotyp „weibliche“ Posen (Anbietposen) mit raumeinnehmenden, „männlich“ konnotierten Haltungen, um Kompetenz und Macht zu vermitteln, während sie gleichzeitig ihre eigene Sexualisierung als Kunstfigur nutzt.
Kroos nutzt primär raumeinnehmende, „männlich“ kodierte Gesten wie den breiten Stand oder das „Machtdäumchen“, wobei er weniger auf sexualisierende Posen zurückgreift als seine weiblichen Pendants, um eine kompetente und autoritäre Wirkung zu erzielen.
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