Bachelorarbeit, 2021
123 Seiten, Note: 1,8
1 Problemstellung
2 Der Schiedsrichter
2.1 Ausbildung
2.2 Aufgaben und Funktionen
2.3 Erwartungen
3 Gewalt
3.1 Definition Gewalt
3.2 Ursachen für Gewalt
3.2.1 Instinkt- und Triebtheorie
3.2.2 Frustrations-Aggressions-Theorie
3.2.3 Lerntheoretische Erklärungsmodelle
3.3 Formen von Gewalt
3.3.1 Personale Gewalt
3.3.2 Strukturelle Gewalt
3.3.3 Kulturelle Gewalt
4 Die Zuschauer
4.1 Unterscheidung der Zuschauergruppen
4.1.1 Hooligans
4.1.2 Ultras
4.2 Zuschauerverhalten
5 Gewalt im Amateurfußball
5.1 Abweichendes Verhalten
5.2 Gewalt gegenüber Schiedsrichtern
5.3 Gewaltprävention
6 Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse
6.1 Kategorienbildung und Gütekriterien
6.2 Das Experteninterview
7 Darstellung des eigenen Forschungsvorgehens
7.1 Auswahl der Interviewpartner
7.2 Leitfadenerstellung
7.3 Datenerhebung und Materialauswertung
8 Darstellung der eigenen Forschungsergebnisse
8.1 Erwartungen und Gewaltprävention
8.2 Auslöser für Gewalt
8.3 Darstellung der Gewalterfahrungen
8.4 Auswirkungen auf die Schiedsrichtertätigkeit
9 Diskussion
10 Limitationen
11 Fazit
12 Implikationen
Diese Arbeit analysiert die Gewalterfahrungen von Schiedsrichtern im Amateurfußball. Ziel ist es, durch die qualitative Untersuchung von Experteninterviews die Erwartungen an die Schiedsrichter, die Ursachen für gewalttätiges Verhalten gegen sie sowie die persönlichen Folgen dieser Erfahrungen aufzuzeigen.
3.1 Definition Gewalt
Der Begriff der Aggression wird des Öfteren mit dem Gewalt gleichgesetzt. Doch wann endet aggressives Verhalten und zu welchem Zeitpunkt beginnt Gewalt? Wie ist ihr Verhältnis zueinander und bedingen sie sich gegenseitig? Im Alltag wird bei schweren, besonders bei physischen Aggressionen gegen Individuen von Gewalt gesprochen. Nach Nolting (1993, S. 26) handelt es sich hierbei um einen engeren Begriff. Schwere, insbesondere körperliche Formen der Aggression werden von Nolting als Gewalt tituliert. Die psychische Form, verbale Ausdrücke oder Gesten, werden demnach nicht der Gewalt zugeordnet, sondern lediglich dem aggressiven Verhalten. Einerseits kann Gewalt durch Affekte in Verbindung mit Wut oder Hass ausgelöst werden. Die kognitiv gesteuerte Variante, dass Ziele durch klar berechnete Mittel erlangt werden, stellt die andere Seite dar (vgl. Peters, 2008, S. 199).
Bei Preuschhoff und Preuschhoff (1992, S. 28) steht die psychische Komponente als Schädigungsvariable direkt im Vordergrund. „Manifestiert sich Aggressivität derart, dass Menschen zielgerichtet physisch oder psychisch geschädigt werden, wird von Gewalt gesprochen. Gewalt ist immer an Macht geknüpft.“ Dementsprechend wird der Ausdruck „Gewalt“ mit Gewalt gegen Menschen gleichgesetzt.
Dem Duden nach wird der Begriff in drei Auffassungen unterschieden. Die erste genannte Bedeutung des Ausdrucks wird als „Macht, Befugnis, das Recht und die Mittel, über jemanden, etwas zu bestimmen, zu herrschen“ verstanden. Das „unrechtmäßige Vorgehen, wodurch jemand zu etwas gezwungen wird“ zum einen und „gegen jemanden, angewandte physische oder psychische Kraft, mit der etwas erreicht werden soll“ zum anderen, wird der zweiten Definition zugeordnet. Unter der letzten Definition ist die „elementare Kraft von zwingender Wirkung“ zu verstehen (https://www.duden.de/rechtschreibung/Gewalt; Letzter Zugriff am 03.05.2021).
1 Problemstellung: Einleitung in das Thema Gewalt im Sport und Herleitung der Relevanz für den Amateurfußball.
2 Der Schiedsrichter: Überblick über die Rolle, Ausbildung und Aufgaben des Schiedsrichters als neutrale Person.
3 Gewalt: Theoretische Auseinandersetzung mit Gewaltbegriffen, Aggressionstheorien und verschiedenen Gewaltformen.
4 Die Zuschauer: Analyse verschiedener Fangruppen (Hooligans, Ultras) und deren Einfluss auf das Spielgeschehen.
5 Gewalt im Amateurfußball: Darstellung von Regelverletzungen und gewalttätigen Vorfällen gegenüber Schiedsrichtern im Breitensport.
6 Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse: Erläuterung des wissenschaftlichen Vorgehens und der Wahl der qualitativen Inhaltsanalyse als Methode.
7 Darstellung des eigenen Forschungsvorgehens: Beschreibung der Auswahl der Experten und der Erstellung des Interviewleitfadens.
8 Darstellung der eigenen Forschungsergebnisse: Zusammenführung und Analyse der gewonnenen Erkenntnisse aus den Interviews.
9 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext der theoretischen Grundlagen.
10 Limitationen: Kritische Reflexion der Grenzen der Aussagekraft der durchgeführten Untersuchung.
11 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfragen.
12 Implikationen: Aufzeigen von Handlungsempfehlungen für die Zukunft des Schiedsrichterwesens und der Gewaltprävention.
Amateurfußball, Schiedsrichter, Gewalt, Aggression, Gewaltprävention, Experteninterviews, qualitative Inhaltsanalyse, Hooligans, Ultras, Gewalterfahrung, Spielleitung, Sportgericht, Nachwuchsproblem, Spielabbruch, Fairness
Die Bachelorarbeit untersucht das Thema Gewalt im Amateurfußball mit einem spezifischen Fokus auf die Erfahrungen von Schiedsrichtern.
Zentral sind die theoretische Definition von Gewalt, das Verhalten von Fangruppen, die Analyse von Gewalterfahrungen durch Schiedsrichter sowie Möglichkeiten der Gewaltprävention im Fußball.
Das Ziel ist zu analysieren, wie Schiedsrichter mit den an sie gestellten Erwartungen – insbesondere bezüglich der Gewaltprävention – umgehen und welche Ursachen sowie persönlichen Folgen sie für Gewalt im Spielbetrieb wahrnehmen.
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, basierend auf Experteninterviews mit vier aktiven Schiedsrichtern.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Begriffe, Ursachen, Formen von Gewalt, Rolle des Schiedsrichters) und einen empirischen Teil, der das methodische Vorgehen sowie die Auswertung der geführten Experteninterviews umfasst.
Die wichtigsten Begriffe sind Amateurfußball, Schiedsrichter, Gewalt, Aggression, Gewaltprävention, Experteninterview, qualitative Inhaltsanalyse und Gewalterfahrung.
Es handelt sich um vier Schiedsrichter unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Erfahrung, die ihre persönlichen Erlebnisse mit verbaler und physischer Gewalt im Amateurfußball teilen.
Die Autorin plädiert für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Trainern und Schiedsrichtern, eine stärkere Unterstützung durch Platzordner und härtere Konsequenzen bei Gewaltvorfällen durch das Sportgericht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

