Masterarbeit, 2021
85 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 METHODISCHES VORGEHEN
3 SITUATIONSBESCHREIBUNG
3.1 INFEKTIONSSCHUTZMAẞNAHMEN ZUR EINDÄMMUNG DER CORONA-PANDEMIE
3.2 SOZIALER WANDEL IN MODERNEN GESELLSCHAFTEN
4 ÜBERBLICK ÜBER DIE AKTUELLE STUDIENLAGE
5 SOZIALISATION UND SOZIALISATIONSKONTEXTE IM WANDEL
5.1 FAMILIE
5.2 GLEICHALTRIGE – PEERS
5.3 SCHULE
5.4 MEDIEN
6 PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG IN DER JUGENDPHASE IN CORONA-ZEITEN
6.1 ENTWICKLUNGSPHASENMODELL NACH ERIKSON
6.2 PHASE IV: SCHULALTER
6.3 HERAUSFORDERUNG FÜR DAS SCHULALTER IN ZEITEN DER CORONA-PANDEMIE
6.4 PHASE V: ADOLESZENZ
6.5 HERAUSFORDERUNG FÜR DIE ADOLESZENZPHASE IM ZUGE DER CORONA-PANDEMIE
7 RESILIENZ UND SALUTOGENESE IN BELASTENDEN SITUATIONEN
7.1 RESILIENZ – SCHUTZ- UND RISIKOFAKTOREN
7.2 SALUTOGENESE
7.3 BEDEUTUNG VON RESILIENZ UND SALUTOGENESE IN SOZIALISATIONS- UND ENTWICKLUNGSPROZESSEN
8 EXKURS - TEILHABECHANCEN VON JUGENDLICHEN DURCH BILDUNG
8.1 SOZIALE BILDUNGSUNGLEICHHEIT - HERKUNFTSEFFEKTE
8.2 DER ZUSAMMENHANG VON SOZIALER HERKUNFT UND BILDUNGSERFOLG
8.3 REPRODUKTION VON SOZIALER BILDUNGSUNGLEICHHEIT
9 AUSWIRKUNGEN DER CORONA-MAẞNAHMEN IM BILDUNGSSEKTOR AUF DIE TEILHABECHANCEN VON JUGENDLICHEN
10 DAS HANDLUFSFELD DER SOZIALEN ARBEIT IN ZEITEN VON CORONA
10.1 SOZIALE ARBEIT ALS HILFE ZUR LEBENSBEWÄLTIGUNG NACH BÖHNISCH
10.2 MANDAT UND RESULTIERENDER HANDLUNGSAUFTRAG FÜR DIE SOZIALE ARBEIT
10.3 SCHULSOZIALARBEIT
11 SCHLUSSBEMERKUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Sozialisation, die psychosoziale Entwicklung sowie die zukünftigen Teilhabechancen von Jugendlichen in Deutschland.
3.1 Infektionsschutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie
In Deutschland obliegt die Ausführung von Bundesgesetzen wie dem Infektionsschutzgesetz gemäß Art. 83 i. V. m. Art. 30 Grundgesetz grundsätzlich den Bundesländern als eigene Angelegenheit, soweit das Grundgesetz keine anderweitige Regelung bestimmt. Aufgrund dessen entscheidet jedes Bundesland für sich, welche Maßnahmen im Sinne des Infektionsschutzes getroffen werden. Aufgrund dieser föderalen Staatsorganisation unterschieden sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie je nach Bundesland voneinander, was vor allem zu Beginn der Pandemie der Fall war. Erst mit steigenden Infektionszahlen im Herbst 2020 wurden einheitliche ‚Bund-Länder-Beschlüsse‘ gefasst, welche deutschlandweit geltende Regelungen festlegen (Bundesregierung 2020a, 2020b und 2020c, 2021).
Darüber hinaus können hierbei nicht alle Eventualitäten in Bezug auf die Personengruppe berücksichtigt werden, da dies ansonsten den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Daher wird lediglich auf Maßnahmen eingegangen, welche Jugendliche betreffen, die sich in schulischen Bildungskontexten an sogenannten Regelschulen und außerhalb von stationären Betreuungs- oder Behandlungseinrichtungen befinden. Damit sind bspw. Jugendliche an Förderschulen, an Schulen für Kranke sowie in Arbeits- oder Ausbildungsverhältnissen nicht inbegriffen. Dieses Vorgehen ist vor allem darin begründet, da die Allgemeinverfügungen besonders für diese Personengruppen gesonderte Maßnahmen bzw. Ausnahmeregelungen festlegen (siehe Anhang 1 und Anhang 3).
1 EINLEITUNG: Einführung in die globale Ausnahmesituation durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben, insbesondere auf die Lebenswelt von Jugendlichen.
2 METHODISCHES VORGEHEN: Erläuterung der hermeneutischen Literaturanalyse als gewählte Forschungsmethode für die vorliegende Arbeit.
3 SITUATIONSBESCHREIBUNG: Darstellung der Infektionsschutzmaßnahmen in Deutschland und Einordnung des sozialen Wandels in modernen Gesellschaften.
4 ÜBERBLICK ÜBER DIE AKTUELLE STUDIENLAGE: Vorstellung quantitativer und qualitativer Studien, die die Auswirkungen der Pandemie auf die Lebensqualität und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beleuchten.
5 SOZIALISATION UND SOZIALISATIONSKONTEXTE IM WANDEL: Untersuchung der zentralen Sozialisationsinstanzen Familie, Peers, Schule und Medien unter den veränderten Bedingungen der Pandemie.
6 PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG IN DER JUGENDPHASE IN CORONA-ZEITEN: Analyse der Entwicklungsphasen nach Erikson mit Fokus auf das Schulalter und die Adoleszenz im Kontext der Pandemie.
7 RESILIENZ UND SALUTOGENESE IN BELASTENDEN SITUATIONEN: Theoretische Auseinandersetzung mit Schutz- und Risikofaktoren sowie dem Konzept der Salutogenese zur Bewältigung von Krisen.
8 EXKURS - TEILHABECHANCEN VON JUGENDLICHEN DURCH BILDUNG: Thematisierung der Bildungsungleichheit und des Einflusses der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg.
9 AUSWIRKUNGEN DER CORONA-MAẞNAHMEN IM BILDUNGSSEKTOR AUF DIE TEILHABECHANCEN VON JUGENDLICHEN: Diskussion der pandemiebedingten Bildungsbenachteiligungen und deren Langzeitfolgen für Jugendliche.
10 DAS HANDLUFSFELD DER SOZIALEN ARBEIT IN ZEITEN VON CORONA: Anwendung des Konzepts der Lebensbewältigung nach Böhnisch auf das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit und Schulsozialarbeit.
11 SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf den notwendigen Handlungsbedarf der Sozialen Arbeit.
Corona-Pandemie, Jugendphase, Sozialisation, Bildungsungleichheit, Schulschließungen, Resilienz, Salutogenese, Lebensbewältigung, Soziale Arbeit, Schulsozialarbeit, soziale Herkunft, Distanzlernen, psychosoziale Entwicklung, Teilhabechancen, Adoleszenz.
Die Arbeit analysiert, wie die zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen das Leben, die Sozialisation und die Entwicklung von Jugendlichen in Deutschland beeinflusst haben.
Die zentralen Felder umfassen die Auswirkungen auf schulische Bildungskontexte, die Veränderungen in familiären und peer-bezogenen Sozialisationsräumen sowie die psychische Belastungssituation.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Auswirkungen die Eindämmungsmaßnahmen auf die Sozialisation, die psychosoziale Entwicklung und die zukünftigen Teilhabechancen von Jugendlichen haben.
Die Arbeit basiert methodisch auf einer hermeneutischen Literaturanalyse, bei der aktuelle Forschungsergebnisse und theoretische Ansätze verknüpft werden.
Der Hauptteil deckt die theoretische Fundierung zu Resilienz und Salutogenese, eine Analyse der aktuellen Studienlage, sowie die spezifischen Auswirkungen auf Schule, Familie und das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit ab.
Kernbegriffe sind unter anderem Corona-Pandemie, Jugendphase, Sozialisation, Bildungsungleichheit, Resilienz und Soziale Arbeit.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Schulschließungen insbesondere Kinder aus ressourcenarmen Familien benachteiligen, da die häusliche Unterstützung und technische Ausstattung maßgeblich den Lernerfolg mitbestimmen.
Die Soziale Arbeit fungiert als ausgleichende Instanz, die bei psychosozialen Krisen hilft und Jugendliche dabei unterstützt, ihre Lebensbewältigungskompetenzen trotz erschwerter Rahmenbedingungen zu stärken.
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