Magisterarbeit, 2004
138 Seiten, Note: 2,7
Einleitung
Abschnitt 1 – General American und der „New England Dialect“
American English
Dialekte in Amerika
Grundlagen des „Standard American“
Phonologie des „Standard American“
a) Schriftsprache gleich Aussprache?
b) Aussprache von Konsonanten im „Standard American“
c) Aussprache von Vokalen im „Standard American“
d) Aussprache von Diphthongen im „Standard American“
Grundlagen des „New England Dialect“
Phonologie des „New England Dialect“
a) Aussprache von Konsonanten im „New England Dialect“
b) Aussprache von Vokalen im „New England Dialect“
c) Aussprache von Diphthongen im „New England Dialect“
d) Grammatik und Vokabular des „New England Dialect“
Zusammenfassung Abschnitt 1
Abschnitt 2 – Das amerikanische Rundfunksystem – von KDKA bis heute
Radio in den USA vor 1919
David Sarnoff und seine „Radio Music Box“
Die Radio Corporation of America (RCA)
Die ersten Radiosender – KDKA und WWJ
1922 – Es wird eng im Äther
Das Radio wird kommerziell – Vom toll broadcasting zum ersten Werbespot
„Networks“ – von einzelnen Sendern zu Sendergruppen
Der Aufstieg des Radios und der Networks – 1926 bis 1933
Die FCC – Rechtliche Grundlage für Radio und Fernsehen
Das Fernsehen – erste Schritte vor dem 2. Weltkrieg
Die Anfänge des Fernsehens – 1945 bis 1948
Der Lizenzvergabestop – 1948 bis 1953
Fernsehen von 1953 bis heute
Lokal und national – die Dualität des „network“-Systems
Die „markets“
Die Entwicklung von Nachrichten in Radio und Fernsehen
Die Entwicklung der Lokalnachrichten
Zusammenfassung Abschnitt 2
Abschnitt 3 – Die Studie
Der Bostoner „market“
WLVI und die Lokalnachrichten von Boston’s WB56
Die Moderatoren und Reporter von WLVI
Dialekt oder nicht? – Die Vorgaben der Networks
Das zu untersuchende Material – Moderationen, Beiträge, Werbung?
Beiträge von WLVI und anderen Tribune-Standorten
Die Aussprache von Ortsnamen
Lokales Vokabular in den Nachrichten
a) Ortsangaben
b) Abkürzungen
c) Lokalismen in der Sportberichterstattung
Die Aussprache einzelner Laute
a) Konsonanten
b) Vokale
c) Diphthonge
d) Sonstige Auffälligkeiten
Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen sprachlicher Standardisierung und regionaler Dialektvielfalt in amerikanischen Regionalnachrichten, mit einem spezifischen Fokus auf den Bostoner Raum und den „New England Dialect“. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, inwieweit professionelle Nachrichtensprecher in den USA dialektale Merkmale in ihrer Aussprache oder ihrem Vokabular beibehalten oder ob sie sich an einem „Standard American“ ausrichten, und welche Rolle netzwerkweite Vorgaben dabei spielen.
Die Phonologie des „Standard American“
Oh, why can't the English learn to set a good example
To people whose English is painful to your ears?
The Scotch and the Irish leave you close to tears.
There even are places where English completely disappears.
In America, they haven't used it for years!
Why can't the English? – My Fair Lady
Nachdem festgelegt wurde, was „Standard American“ ist und in welchen Gegenden der USA es ursprünglich angesiedelt war, ist es nun unbedingt nötig, genauer darauf einzugehen, wie sich das „Standard American“ von anderen Formen des Englischen, besonders der „Received Pronunciation“ unterscheidet. Obwohl es auch eine sehr große Anzahl am Vokabular- und Grammatikunterschieden zwischen den beiden Sprachen gibt, ist der beste Indikator für unterschiedliche Dialekte die Aussprache. Daher soll hier auch weniger auf Grammatik und Vokabular eingegangen und der Schwerpunkt der Untersuchung auf die Aussprache gelegt werden.
Bei der Darstellung der Aussprache einer Sprache oder eines Dialektes stößt man allerdings auf zwei Probleme. Zum einen ist Sprache permanent im Wandel, d.h. man kann immer nur die Aussprache zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt schriftlich festhalten. Zum anderen sprechen keine zwei Personen exakt identisch. Jeder Sprecher hat seinen eigenen Idiolekt, seine persönliche Variante eines bestimmten Dialektes. Man kann also nur die idealisierte Variante eines Dialektes untersuchen.
Abschnitt 1 – General American und der „New England Dialect“: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der amerikanischen Dialektforschung und definiert die zentralen Sprachvarietäten wie „Standard American“ sowie die spezifischen Merkmale des „New England Dialect“.
Abschnitt 2 – Das amerikanische Rundfunksystem – von KDKA bis heute: Das Kapitel bietet einen medienhistorischen Überblick über die Entwicklung von Radio und Fernsehen in den USA und beleuchtet die Entstehung der Networks und das marktorientierte System der „markets“.
Abschnitt 3 – Die Studie: Der empirische Hauptteil analysiert konkret die Verwendung von Dialektmerkmalen, Ortsnamen und lokalspezifischem Vokabular in den Regionalnachrichten des Bostoner Senders WLVI und bewertet den Einfluss der Sender-Vorgaben.
Standard American, New England Dialect, amerikanisches Rundfunksystem, Lokalnachrichten, WLVI, Boston, Medienwissenschaft, Dialektforschung, Ausspracheanalyse, Networks, Rundfunkgeschichte, Ortsnamen, Vokabular, Fernsehmarkte, Sprachvarietäten
Die Arbeit untersucht die Verwendung von dialektalen Merkmalen in amerikanischen Regionalnachrichten, wobei der Schwerpunkt auf der Bostoner Region liegt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Dialekttheorie, der Geschichte des amerikanischen Rundfunk- und Fernsehsystems sowie der praktischen Analyse lokaler Nachrichtensendungen.
Ziel ist es zu ermitteln, ob und in welchem Umfang professionelle Reporter in den USA dialektale Besonderheiten in ihren Berichten verwenden oder ob ein einheitlicher „Standard American“ dominiert.
Es handelt sich um eine kombiniert theoretische und empirische Arbeit, wobei für die empirische Analyse Videomaterial von Nachrichtensendungen des Senders WLVI systematisch phonetisch und vokalabularisch untersucht wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Dialekte, die historische Entwicklung der amerikanischen Medienlandschaft sowie die konkrete Auswertung des untersuchten Videomaterials.
Die wichtigsten Schlagworte sind Standard American, New England Dialect, Lokalnachrichten, Rundfunksystem, Boston, Netzwerke und Medienanalyse.
Die Studie konnte durch Umfragen bei News Directors zeigen, dass es in der Regel keine expliziten Verbote gibt, wenngleich informelle Richtlinien (wie AP Handbooks) eine verständliche Standardsprache favorisieren.
Die Untersuchung zeigt, dass Reporter in der Regel die lokal korrekte Aussprache bevorzugen, um authentisch zu wirken, auch wenn diese für Außenstehende komplex erscheint.
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