Masterarbeit, 2006
182 Seiten, Note: Sehr gut
Die Arbeit analysiert das politische Narrativ des Lebensbegleitenden Lernens und untersucht, wie es im Kontext der Krise der Arbeitsgesellschaft entstanden ist. Sie verfolgt das Ziel, die diskursive Konstruktion dieses Narrativs zu beleuchten und seine ideologischen Grundlagen zu hinterfragen.
Der erste Teil der Arbeit legt die Zielsetzung, die theoretischen Grundlagen und die methodische Vorgehensweise dar. Es wird eine kurze Einführung in das Konzept des Lebensbegleitenden Lernens gegeben und die diskursivtheoretischen Voraussetzungen politischer Narrative erläutert. Der Fokus liegt auf einem hegelianisch geprägten neostrukturalistischen Ansatz, der die Entstehung und Entwicklung politischer Narrative im Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse untersucht.
Der zweite Teil befasst sich mit der Genesis des Lebensbegleitenden Lernens. Er analysiert den sozialen Wandel, der die Entstehung dieses Konzepts begünstigt hat, insbesondere die Veränderungen in der Arbeitsgesellschaft, die durch die Globalisierung, die Digitalisierung und die New Economy ausgelöst wurden.
Der dritte Teil untersucht die diskursive Aufklärung der Krise der Arbeitsgesellschaft. Er beleuchtet die Entstehung des Begriffs der Wissensgesellschaft und die damit verbundenen bildungspolitischen Metadiskurse. Der Fokus liegt auf der Ökonomisierung von Bildung und der Rolle von Wissen als Humankapital.
Der vierte Teil analysiert das politische Narrativ des Lebensbegleitenden Lernens. Er untersucht die Zielsetzung, die Ursprünge und die Entwicklung dieses Konzepts sowie seine individualistische Ausrichtung.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Lebensbegleitende Lernen, die Krise der Arbeitsgesellschaft, die Wissensgesellschaft, die Ökonomisierung von Bildung, der Individualismus, politische Narrative, die neokonservative Wende, die diskursive Konstruktion, die Hermeneutik und die gesellschaftlichen Machtverhältnisse.
Es ist ein Grundprinzip, das lebenslanges Qualifizieren als Verpflichtung des Einzelnen sieht, um in den modernen Arbeitsmarkt integriert zu bleiben.
In der Wissensgesellschaft wird Wissen als „Humankapital“ betrachtet. Bildung dient somit primär als Prophylaxe gegen Arbeitslosigkeit und als Motor für wirtschaftliches Wachstum.
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept des lebenslangen Lernens als erzählte Lösung für die Krise der Arbeitsgesellschaft konstruiert wurde, um politische Maßnahmen zu legitimieren.
Das Konzept verlagert die Verantwortung für Bildung und Beschäftigungsfähigkeit vom Staat auf das Individuum (Selbststeuerung).
Ursprünglich (z. B. im Faure-Report) stand die humanistische Selbstverwirklichung im Vordergrund; heute dominiert die ökonomische Verwertbarkeit von Wissen.
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