Bachelorarbeit, 2019
38 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
3. Kinderfernsehen und Wirkung
3.1 Pädagogischer Aspekt
3.2 Negativer Aspekt von Fernsehen
3.3 Geschlechterspezifisches Fernsehen
4. Merkmale von Serialität am Beispiel von Bibi und Tina
4.1 Serielle Organisation
4.2 Genre
4.3 Intro
4.4 Farbgebung
4.5 Wiederholung und Stagnation
4.6 Adaption
4.7 Cliffhanger
4.8 Pilot
4.9 Outro
5. Merchandising und Kinofilme
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Grundkonzept seriellen Erzählens im Kontext des Kinderfernsehens und arbeitet spezifische Merkmale anhand des Zeichentrickformats "Bibi und Tina" heraus. Ziel ist es, das Konstrukt der Serie aus medienwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten und die Besonderheiten der kindgerechten Rezeption und Programmgestaltung zu verdeutlichen.
4.1 Serielle Organisation
Ein Merkmal, welches auf die Serialität hinweist, ist die Art der Rezeption. Denn „die traditionelle Art und Weise, Fernsehserien zu rezipieren, folgt einem wöchentlichen Rhythmus“98. Je nach Genre gibt es unterschiedliche Zeiten der Ausstrahlung und eine eigene Art der Regelmäßigkeit, abhängig davon, ob es sich hierbei um eine tägliche oder wöchentliche Serie handelt oder um ein besonderes Event. Bei der Serie Bibi und Tina handelt es sich um eine Kinderserie, welche auch ihren eigenen Rhythmus hervorbringt. Da diese Serie nur beschränkt auf ARD, ZDF, KIKA und Juniorclub läuft, gibt es bei jedem Sender eine andere Art der Ausstrahlung. Im ZDF werden samstags von 9.15 Uhr bis 10.05 Uhr zwei Folgen hintereinander ausgestrahlt. Am Sonntag folgt eine weitere Folge um 7.20 Uhr. Beim Juniorclub dagegen wird nicht wöchentlich, sondern täglich eine Folge mit einer Länge von ca. 25 Minuten um 6 Uhr ausgestrahlt. Durch den Zeitpunkt der Ausstrahlung wird deutlich, dass es sich um eine Sendung für Kinder handelt.
Speziell am Wochenende, wenn die Kinder bereits vor ihren Eltern wach sind, können sie sich vor dem Fernseher selbst beschäftigen. Auch unter der Woche, vor allem in den Schulferien trifft diese Handhabung zu. Darüber hinaus kann man durch die zeitliche Ausstrahlung Vermutungen darüber anstellen, wie alt die Zuschauer sein könnten, darunter befinden sich meist Kindergarten- oder Grundschulkinder. Diese finden unter Woche am meisten Zeit nach oder teilweise vor der Schule eine Serie zu konsumieren. Auch der frühe Morgen am Wochenende eignet sich für die Rezeption. Dies liegt vordergründig am Tagesrhythmus.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Fernsehens als Leitmedium ein und begründet die Wahl des Zeichentrickformats Bibi und Tina für die Untersuchung serieller Merkmale im Kinderprogramm.
2. Theoretischer Rahmen: Hier werden zentrale Begriffe wie "Serie", "Narrativ" und "Flow" definiert, um die medientheoretischen Grundlagen für das serielle Erzählen zu legen.
3. Kinderfernsehen und Wirkung: Das Kapitel beleuchtet die spezifischen Anforderungen an kindgerechte Inhalte, pädagogische Ansprüche sowie die geschlechterspezifische Rollenverteilung in Kinderserien.
4. Merkmale von Serialität am Beispiel von Bibi und Tina: Dieser Hauptteil analysiert konkrete serielle Gestaltungselemente wie das Intro, die Farbgebung, die Wiederholungsstruktur und den Verzicht auf Cliffhanger innerhalb der Serie.
5. Merchandising und Kinofilme: Das Kapitel thematisiert die kontextuelle Einbettung der Serie in ein mediales Gesamtensemble, inklusive Kinofilmen, Merchandising und der Nutzung durch Streamingdienste.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kinderfernsehen durch geschlossene Folgen und moralische Sinnstiftung den Rezipienten einen altersgerechten Zugang ermöglicht, der sich deutlich vom Erwachsenenfernsehen unterscheidet.
Serialität, Kinderfernsehen, Bibi und Tina, Medienpädagogik, Zeichentrick, Flow-Prinzip, Rezeption, Geschlechterrollen, Serienform, Kindermedien, Medienkompetenz, Dramaturgie, Unterhaltung, Bildungsauftrag, Merchandising.
Die Arbeit untersucht das Konzept der Serialität im Kinderfernsehen und analysiert, wie diese spezifische Erzählform in Kinderserien wie „Bibi und Tina“ eingesetzt wird, um sowohl Unterhaltung als auch pädagogische Werte zu vermitteln.
Zu den Schwerpunkten gehören der theoretische Rahmen des seriellen Erzählens, der pädagogische Einfluss von Medien, geschlechtsspezifische Repräsentationen sowie die formale Ästhetik von Zeichentrickserien.
Das Ziel ist es, die besonderen Merkmale der Serialität im Kinderbereich herauszuarbeiten und zu erklären, warum sich diese von den Strukturen bei Sendungen für Erwachsene unterscheiden.
Die Arbeit nutzt eine medienwissenschaftliche Analyse, bei der theoretische Begriffe auf das konkrete Beispiel „Bibi und Tina“ angewendet werden, um Strukturmerkmale wie Intro, Farbgebung und episodische Organisation zu validieren.
Im Hauptteil werden die einzelnen technischen und erzählerischen Parameter einer Serie (z.B. Farbgestaltung, Pilotfolge, Cliffhanger) anhand der Serie Bibi und Tina detailliert auf ihre Bedeutung für das kindliche Publikum geprüft.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Serialität, Kinderfernsehen, mediale Identität, pädagogische Konzeption und Medienwirkung beschreiben.
Der Autor argumentiert, dass geschlossene Handlungen in jeder Folge notwendig sind, um den Wiedereinstieg für Kinder zu erleichtern und ein konstantes, sicheres Gefühl beim Konsum zu gewährleisten, da die Folgen nicht aufeinander aufbauen.
Das Intro dient als "Identitätsmarker" und "corporate design", das durch die stetige Wiederholung Sicherheit bietet und dem Zuschauer sofort signalisiert, welches Genre und welche Welt er zu erwarten hat.
Kinder benötigen laut der Analyse eine längere Nachbereitungszeit, lassen sich stärker durch visuelle Reize leiten und nutzen Fernsehen zur individuellen Lebensbewältigung, während Erwachsene eher in der Lage sind, Handlungswechsel rational einzuordnen.
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