Masterarbeit, 2021
98 Seiten, Note: 5.75
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. Politische Partizipation im Wandel
2.1 Die deliberative Öffentlichkeit nach Habermas
2.2 Politische Partizipation im Internet
2.3 Entstehung von Teil‐ und Gegenöffentlichkeit
3. Der digitale Protest
3.1 Vernetzung von Gegenöffentlichkeiten
3.1.1 Dimensionen der Vernetzung
3.1.2 Kommunikationskanäle
3.2 Digitaler Aktivismus von Gegenöffentlichkeiten
3.2.1 Partizipationsmöglichkeiten
3.2.2 Kommunikationsgestaltung
4. Gegenöffentlichkeit am Beispiel der Corona‐Krise
5. Forschungsstand und forschungsleitende Fragen
5.1 Vergleichsstudien im Bereich der Massnahmen‐Kritik
5.2 Vergleichsstudien im Bereich der Vernetzung
5.3 Vergleichsstudien im Bereich des digitalen Aktivismus
5.4 Herausarbeitung forschungsleitender Fragen
6. Methode
6.1 Stichprobe
6.2 Operationalisierung
6.3 Pretest
6.4 Rekrutierung, Datenerhebung und ‐auswertung
7. Ergebnisse und Diskussion
7.1 Eigenschaften
7.2 Massnahmen
7.3 Vernetzung
7.4 Aktivismus
7.5 Ausarbeitung verschiedener Typen
8. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich Schweizer Corona-Massnahmen-SkeptikerInnen vernetzen und politisch aktivieren, um am öffentlichen Diskurs teilzuhaben, wobei das Hauptaugenmerk auf der Rolle von digitalem und analogem Protest im Kontext der Pandemie liegt.
3.2.1 Partizipationsmöglichkeiten
Der soeben beschriebene digitale Aktivismus zeigt sich in unterschiedlichen Handlungen, so beispielsweise dem Klick-Aktivismus, Hashtag-Aktivismus, Kampagnen-Aktivismus, Tech-Aktivismus und Hacktivismus. Die Geschwindigkeit der digitalen Entwicklung erschwert es, klare Trennlinien zwischen den verschiedenen Formen des digitalen Aktivismus zu ziehen, weshalb sie jeweils keine klar voneinander abgrenzbaren Idealtypen darstellen (Fielitz & Stämmer, 2020). Generell lässt sich jedoch laut Rauscher (2018) beobachten, dass soziale Protestströmungen digitale Mittel wie Hashtag oder Memes nutzen, um Forderungen zu formulieren, Aufmerksamkeit zu generieren und Anliegen zu verbreiten. Vor allem solche visuelle Mittel lassen ein Gefühl der direkten Verbundenheit und das Bedürfnis nach Partizipation aufkommen (Juris, 2012; Rauscher, 2018). Wallner (2018) geht deshalb davon aus, dass sich die partizipative Funktion des Internets längerfristig ausweiten und neue Ausdrucksformen der politischen Kommunikation hinzukommen werden.
So bieten beispielsweise Kurzvideos und Internet-Memes neue Beteiligungsmöglichkeiten, wobei sie sich von den Beteiligungsplattformen in Form und Inhalt unterscheiden (Wallner, 2018). Auch Shifman (2014) bezeichnet Memes als Erweiterung an Partizipationsmöglichkeiten in einer Demokratie, denn hierbei können Bürger ihre politischen Ansichten auf eine neue und doch leicht zugängliche Art ausdrücken. Auf ein solches Bild folgt oftmals ein Diskussionsfaden, so beispielsweise in Form von Kommentaren, wobei jedoch die Rezipienten einen Bezug zum Ursprungsbild oder -zitat haben müssen, da sie sonst den Kontext nicht verstehen (Moskoop & Heller, 2013).
Im Folgenden soll nun auf einige wenige der unzähligen Partizipationsformen eingegangen werden. Aufgrund der grossen Relevanz für die vorliegende Arbeit werden der Klick-Aktivismus, der Hashtag-Aktivismus, der Meme-Aktivismus sowie der Kampagnen-Aktivismus genauer erläutert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese ihre Wirksamkeit erst in Kombination entfalten, denn sie versuchen alle, einen diskursiven Wandel in ihren jeweiligen Kommunikationsräumen herbeizuführen und politische Handlungsfähigkeit darzustellen (Fielitz & Stämmler, 2020).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die wachsende Bedeutung von Online-Medien für die politische Kommunikation und Partizipation und identifiziert das Forschungsdefizit bezüglich der Vernetzung von Minderheiten am Beispiel der Corona-Pandemie.
2. Politische Partizipation im Wandel: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Wandel politischer Teilhabe, ausgehend von Habermas’ deliberativer Öffentlichkeit bis hin zur Transformation durch digitale Netzwerke und soziale Medien.
3. Der digitale Protest: Es wird analysiert, wie digitale Vernetzung und Aktivismus als Instrumente für Gegenöffentlichkeiten dienen, wobei der Fokus auf Dimensionen der Vernetzung und verschiedenen Strategien des Online-Aktivismus liegt.
4. Gegenöffentlichkeit am Beispiel der Corona‐Krise: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Konzepte der Gegenöffentlichkeit direkt mit der gesellschaftlichen Situation während der COVID-19-Pandemie in der Schweiz.
5. Forschungsstand und forschungsleitende Fragen: Es wird ein Überblick über bestehende Studien zu Massnahmen-Kritik und Vernetzung gegeben, um daraus die zentralen Forschungsfragen der Masterarbeit abzuleiten.
6. Methode: Der Methodenteil beschreibt das qualitative Vorgehen mittels semistrukturierter Interviews, die Auswahl der Stichprobe sowie die anschliessende Transkription und inhaltliche Auswertung der Daten.
7. Ergebnisse und Diskussion: In diesem Kapitel werden die Interviewergebnisse präsentiert, diskutiert und mit der theoretischen Literatur in Bezug gesetzt, einschliesslich der Typologisierung der Probanden.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über Vernetzung und Aktivismus der Skeptiker zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschung.
Digitale Vernetzung, Politischer Protest, Corona-Pandemie, Gegenöffentlichkeit, Politischer Aktivismus, Soziale Medien, Partizipation, Deliberative Demokratie, Klick-Aktivismus, Framing, Systemkritik, Online-Mobilisierung, Digitale Kommunikation, Gesellschaftlicher Diskurs, Qualitative Forschung.
Die Arbeit untersucht die Vernetzung und politische Aktivierung von Menschen in der Schweiz, die den staatlichen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisch gegenüberstehen.
Im Mittelpunkt stehen die Nutzung digitaler Medien zur Organisation von Protesten, die Entstehung von Gegenöffentlichkeiten und die psychologischen sowie sozialen Motive hinter der Vernetzung Gleichgesinnter.
Das Ziel ist es, ein ganzheitliches Bild davon zu zeichnen, wie sich diese Skeptiker vernetzen, welche digitalen Kommunikationskanäle sie nutzen und welche Rolle dabei der politische Protest (online wie offline) spielt.
Es wurde eine qualitative Forschungsmethode gewählt, die auf 12 semistrukturierten Leitfadeninterviews basiert, welche anschliessend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Partizipation und digitalem Protest, die Analyse des Forschungsstandes sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse aus den Interviews.
Wichtige Begriffe sind insbesondere digitale Vernetzung, Gegenöffentlichkeit, digitaler Aktivismus, politischer Protest und medienkritische Diskursführung.
Die Arbeit zeigt, dass die Probanden den Begriff „Couch-Demo“ als ineffektiv betrachten, da sie der physischen Präsenz und Masse bei analogen Demonstrationen eine deutlich höhere politische Wirkung zuschreiben.
Messenger werden primär für die agile, direkte Vernetzung und Gruppenkommunikation genutzt, während soziale Medien eher zur Information oder zur Verbreitung eigener Inhalte in einem größeren Netzwerk dienen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

