Diplomarbeit, 2002
166 Seiten, Note: 1,0
1 ZUSAMMENFASSUNG
2 EINLEITUNG
3 FRAGESTELLUNG
4 THEORETISCHER HINTERGRUND
4.1 PSYCHOLOGISCHE MODELLE DES VERKEHRSVERHALTENS
4.1.1 Verkehrsverhalten als Ergebnis komplexer Entscheidungen
4.1.2 Verkehrspsychologische Regelkreismodelle
4.1.3 Grundlegende Aspekte der Längsregelung
4.2 RELEVANTE ASPEKTE DES PERZEPTIV-MOTORISCHEN FUNKTIONSBEREICHS
4.3 RELEVANTE ASPEKTE DES MOTIVATIONAL-EMOTIONALEN FUNKTIONSBEREICHS
4.4 RELEVANTE ASPEKTE DES KOGNITIVEN FUNKTIONSBEREICHS
4.5 AUSBLICK AUF DIE VORLIEGENDE UNTERSUCHUNG
5 METHODIK
5.1 OPERATIONALISIERUNG DER VERSUCHSFAKTOREN
5.1.1 Vorversuch: Versuchsplan und besondere Aspekte der Operationalisierung
5.1.2 Versuch I: Versuchsplan und besondere Aspekte der Operationalisierung
5.1.3 Versuch II: Versuchsplan und besondere Aspekte der Operationalisierung
5.2 VERSUCHSAUFBAU UND –DURCHFÜHRUNG
5.2.1 Versuchsanordnung
5.2.1.1 Der Fahrsimulator
5.2.1.2 Versuchsstrecken
5.2.2 Versuchsaufgabe und –durchführung
5.2.2.1 Generelle Instruktion und Übungsfahrt (Phase 1)
5.2.2.2 Vorversuch (Phase2)
5.2.2.3 Versuch I (Phase 3a und Phase 3b)
5.2.2.4 Versuch II (Phase 4a und Phase 4b)
5.3 ABHÄNGIGE VARIABLEN
5.3.1 Maße zur Charakterisierung der Annäherungsvorgänge
5.3.2 Maße zur Charakterisierung der Folgevorgänge
5.3.3 Subjektive Maße
5.3.4 Kontrollvariablen
5.4 VERSUCHSGRUPPEN
5.5 KONTROLLE VON STÖRFAKTOREN
5.6 AUSWERTUNG
5.6.1 Abhängige Variablen
5.6.2 Umgang mit Datenausfällen
5.7 HYPOTHESEN
5.7.1 Hypothesen zu Versuch I
5.7.2 Hypothesen zu Versuch II
5.7.3 Über die einzelnen Versuche übergreifende Hypothesen
6 ERGEBNISSE
6.1 DIE ERGEBNISSE DES VORVERSUCHS (PHASE 2)
6.1.1 Kontrollvariable
6.1.2 Normale Annäherungs- und Folgevorgänge
6.1.2.1 Geschlechtsunterschiede in normalen Annäherungs- & Folgevorgängen
6.1.2.2 Gruppierung der Versuchspersonen hinsichtlich ihres normalen Annäherungs- und Folgeverhaltens
6.2 DIE ERGEBNISSE DES VERSUCHS I (PHASEN 3A UND 3B)
6.2.1 Kontrollvariablen
6.2.2 Ergebnisse des Beurteilungsverfahrens
6.2.2.1 Vergleich der subjektiven Maße: Beurteilung eines bestimmten Abstands bzgl. Gefährlichkeit und Überholintention
6.2.2.2 Die subjektiv wahrgenommene Gefährlichkeit verschiedener Folgeabstände
6.2.2.3 Einfluss der Fahrerperspektive auf die subjektive Beurteilung der Gefährlichkeit bestimmter Abstände
6.2.2.4 Einfluss der von den Probanden gefahrenen Geschwindigkeit auf die subjektive Beurteilung der Gefährlichkeit bestimmter Abstände
6.2.2.5 Einfluss der Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der rechten Fahrspur auf die subjektive Beurteilung der Gefährlichkeit bestimmter Abstände
6.2.2.6 Einfluss der Folgecharakteristik des nachfolgenden Fahrzeugs auf die subjektive Beurteilung der Gefährlichkeit bestimmter Abstände
6.3 DIE ERGEBNISSE DES VERSUCHS II (PHASEN 4A UND 4B)
6.3.1 Kontrollvariablen
6.3.2 Ergebnisse des Herstellungsverfahrens
6.3.2.1 Vergleich der eingestellten Abstände in Hinblick auf die jeweils zuvor erhaltene Art der Instruktion (Gefährlichkeit und Überholintention)
6.3.2.2 Der Einfluss der Stärke der instruierten Gefährlichkeit bzw. Überholintention auf die Größe des einzustellenden Abstands
6.3.2.3 Einfluss der Fahrerperspektive auf die Größe des eingestellten Folgeabstands
6.3.2.4 Einfluss der von den Probanden gefahrenen Geschwindigkeit auf die Größe des eingestellten Folgeabstands
6.3.2.5 Einfluss der Differenzgeschwindigkeit zu den Fahrzeugen der rechten Fahrspur auf die Größe des eingestellten Folgeabstands
6.4 VERGLEICH DER ERGEBNISSE DER VERSCHIEDENEN TEILVERSUCHE
6.4.1 Unterschiede zwischen der „vorsichtigen“ und „riskanten“ Gruppe des Vorversuchs in Versuch I
6.4.2 Unterschiede zwischen der „vorsichtigen“ und „riskanten“ Gruppe des Vorversuchs in Versuch II
6.4.3 Unterschiede zwischen den Ergebnissen des Beurteilungsverfahrens (Versuch I) und des Herstellungsverfahrens (Versuch II)
6.4.3.1 Vergleich des Zusammenhangs zwischen Gefährlichkeit und Überholintention beim Beurteilungs- und Herstellungsverfahren
6.4.3.2 Vergleich des Einflusses der Fahrerperspektive auf die subjektiv empfundene Gefährlichkeit bestimmter Folgeabstände beim Beurteilungs- und Herstellungsverfahren
6.4.3.3 Vergleich des Einflusses der selbst gefahrenen Geschwindigkeit auf die subjektiv empfundene Gefährlichkeit bestimmter Folgeabstände beim Beurteilungs- und Herstellungsverfahren
6.4.3.4 Vergleich des Einflusses der Differenzgeschwindigkeit zu den Fahrzeugen auf der rechten Spur auf die subjektiv empfundene Gefährlichkeit von Abständen beim Beurteilungs- und Herstellungsverfahren
6.4.3.5 Vergleich der subjektiv empfundenen Gefährlichkeit verschieden großer Abstände zu vorausfahrenden und nachfolgenden Fahrzeugen beim Beurteilungs- und Herstellungsverfahren
7 DISKUSSION
7.1 IMPLIKATIONEN DER ERGEBNISSE
7.2 VERSUCHSKRITIK
7.3 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht psychophysikalische Zusammenhänge bei Folgevorgängen auf Autobahnen, indem sie erforscht, wie objektive Abstandsmaße mit der subjektiven Gefährlichkeitswahrnehmung korrelieren. Ziel ist es, zu verstehen, warum Fahrer häufig Sicherheitsabstände unterschreiten und welche Rolle dabei die eigene Geschwindigkeit, Differenzgeschwindigkeiten und die Fahrerperspektive spielen, um Ansätze für die Verkehrspädagogik abzuleiten.
4.1.3 Grundlegende Aspekte der Längsregelung
Unter dem Begriff Längsregelung wird die Abstands- und Geschwindigkeitsregelung durch den Autofahrer zusammengefasst, da beide Regelungsvorgänge in direkter Interaktion miteinander stehen und somit meist nur schwer isoliert voneinander betrachtet werden können. Die Regelung von Geschwindigkeit und Abstand stellt für den Fahrer den zentralen Kontrollmechanismus zur aktiven Vermeidung von Kollisionen und hier besonders von Auffahrunfällen dar.
Schon in den Ausführungen zum „Drei-Ebenen-Modell“ von Johannsen und Rouse (1979) wurde erwähnt, dass der Fahrer viele der notwendigen und ständig wiederkehrenden Regelungsprozesse automatisiert ausführt. Van der Gon (1969, zitiert nach Bösser, 1987) argumentiert, dass solche automatisierten Prozesse ohne Feedback-Schleifen ablaufen können und deshalb nicht mehr geregelte, sondern gesteuerte Prozesse sind. Bösser (1987) betont jedoch, dass in kritischen Situationen wie z.B. unter Gefährdungsbedingungen oder bei schlechten Sichtverhältnissen wieder ein Übergang zur Regelung notwendig ist, um die Situation erfolgreich bewältigen zu können. Dies lässt vermuten, dass das Abstandsverhalten eines Fahrers bei einer realen Autobahnfahrt zum Großteil unbewusst abläuft. Fiele der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug aber zum Beispiel aufgrund einer unerwarteten Verkehrsstockung oder überhöhter Eigengeschwindigkeit unter einen fahrerspezifischen kritischen Wert ab, so würde der Fahrer wieder eine bewusste Abstandsregelung vornehmen, mit dem Ziel, den erwünschten Sollwert wieder einzustellen.
1 ZUSAMMENFASSUNG: Bietet einen Überblick über die Untersuchung psychophysikalischer Zusammenhänge zwischen objektiven Annäherungsmaßen und subjektiver Gefährlichkeitswahrnehmung am Fahrsimulator.
2 EINLEITUNG: Thematisiert die zunehmende Verkehrsdichte und die damit verbundene Relevanz von Abstandsverhalten und Verkehrssicherheit auf Autobahnen.
3 FRAGESTELLUNG: Definiert die zentralen Untersuchungsfragen hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen subjektivem Empfinden und objektiven Abständen unter variierenden Situationsfaktoren.
4 THEORETISCHER HINTERGRUND: Erläutert psychologische Modelle des Verkehrsverhaltens, insbesondere Regelkreismodelle und die Bedeutung der Längsregelung.
5 METHODIK: Beschreibt den mehrphasigen Versuchsaufbau, die Operationalisierung der Faktoren sowie die verwendeten Messinstrumente im Fahrsimulator.
6 ERGEBNISSE: Präsentiert die empirischen Ergebnisse der Vor- und Teilversuche, unterteilt nach den gewählten methodischen Verfahren.
7 DISKUSSION: Reflektiert die Implikationen der Ergebnisse für die Verkehrssicherheit und kritisiert methodische Aspekte sowie den Ausblick auf zukünftige Forschung.
8 LITERATURVERZEICHNIS: Führt die in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen auf.
9 ANHANG: Enthält ergänzende Tabellen, Berechnungen und technische Spezifikationen der Versuchsaufbauten.
Autobahn, Abstandsverhalten, Gefährlichkeitswahrnehmung, Längsregelung, Fahrsimulator, Annäherungsvorgang, Folgevorgang, Fahrerperspektive, Überholintention, Differenzgeschwindigkeit, Risikohomöostase, Verkehrspsychologie, Verkehrssicherheit, Fahrerdynamik, Reaktionszeit.
Die Arbeit befasst sich mit der psychophysikalischen Untersuchung der Abstandswahrnehmung von Autofahrern auf Autobahnen, insbesondere während Annäherungs- und Folgevorgängen.
Die Themenfelder umfassen die subjektive Gefährlichkeitseinschätzung, die Überholintention, das Abstandsverhalten in Abhängigkeit von der eigenen Geschwindigkeit sowie Einflüsse der Fahrerperspektive und der Situationsdynamik.
Das primäre Ziel ist die Ermittlung, welche situativen Faktoren die Wahrnehmung von Abständen beeinflussen und ob Fahrer das objektive Unfallrisiko bei bestimmten Abständen systematisch unterschätzen.
Es wurde ein mehrphasiger experimenteller Ansatz gewählt, bei dem an einem Fahrsimulator mit Bewegungssystem sowohl Beurteilungsverfahren als auch Herstellungsverfahren eingesetzt wurden.
Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse der verschiedenen Versuchsphasen, vergleicht methodische Ansätze und prüft die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Einflüsse von Geschwindigkeit, Perspektive und Folgecharakteristik.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Längsregelung, Risikowahrnehmung, Time-To-Collision (TTC), Überholintention und das psychologische Modell nach Bösser.
Es zeigte sich, dass Fahrer die Gefährlichkeit von Abständen oft unterschätzen und Fahrer mit geringerem Sicherheitsbedürfnis (als "riskant" eingestuft) eher dazu neigen, gefährlichere Abstände einzunehmen, ohne sich des Risikos voll bewusst zu sein.
Ja, es zeigte sich, dass Fahrer bestimmte Abstände zu nachfolgenden Fahrzeugen oft als gefährlicher empfinden als zu vorausfahrenden, wobei dieser Effekt stark von der aktuellen Geschwindigkeit und Differenzgeschwindigkeit abhängt.
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