Bachelorarbeit, 2019
56 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Hinführung zum Thema und seine aktuelle Relevanz
1.2. Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Die Finanzkrise und ihre Folgen
2.1. Von der Subprime-Krise zur Finanzkrise
2.2. Auswirkungen der Finanzkrise auf die deutsche Wirtschaft
2.3. Die Kosten der Bankenrettung für die Steuerzahler in Deutschland
3. Die Europäische Bankenunion
3.1. Die Struktur der Europäischen Bankenunion
3.2. Das einheitliche Regelwerk (Single Rulebook)
3.3. Ein einheitlicher Aufsichtsmechanismus (SSM)
3.3.1. Comprehensive Assessment – Eine umfassende Bankenüberprüfung
3.3.2. Ziele und Aufgaben des SSM
3.3.3. Aufgabenteilung zwischen der EZB und den nationalen Aufsichtsbehörden
3.3.4. Organisation und Entscheidungsstruktur innerhalb des SSM
3.3.5. Italiens Banken-Drama – Eine Bedrohung für Europa
3.3.6. Kritische Würdigung des SSM
3.4. Ein einheitlicher Abwicklungsmechanismus (SRM)
3.4.1. Ziele und Aufgaben des SRM
3.4.2. Organisation und Entscheidungsstruktur innerhalb des SRM
3.4.3. Die Haftungskette nach dem Bail-in-Prinzip
3.4.4. Der einheitliche Abwicklungsfonds (SRF)
3.4.5. Kritische Würdigung des SRM
3.5. Eine gemeinsame europäische Einlagensicherung (EDIS)
3.5.1. Die Idee und Entwicklung der europäischen Einlagensicherung
3.5.2. Kritiken und Handlungsbedürfnisse an dem EDIS
4. Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und die Funktionsweise der Europäischen Bankenunion als Reaktion auf die globale Finanzkrise 2007/2008. Ziel ist es, die drei Säulen der Bankenunion – den einheitlichen Aufsichtsmechanismus, den einheitlichen Abwicklungsmechanismus sowie die europäische Einlagensicherung – kritisch zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Finanzstabilität sowie die Steuerzahler zu bewerten.
3.3.1. Comprehensive Assessment – Eine umfassende Bankenüberprüfung
Bevor die EZB im November 2014 seine aufsichtrechtlichen Aufgaben im Rahmen des SSM übernahm, mussten sich die bedeutendsten Finanzinstitute in der EU dem Comprehensive Assessment (CA) – einer umfassenden Bankenüberprüfung – unterziehen. Ein wesentlicher Anlass der umfassenden Bankenüberprüfung war, dass Altlasten, die vor dem Übergang zum einheitlichen Bankenaufsicht in den Bilanzen der bedeutendsten Finanzinstitute vorhanden waren, auch durch Maßnahmen auf nationaler Ebene gedeckt werden sollen. Damit wollte man verhindern, dass die Abwicklungsfonds im Rahmen des SRM für die Altlasten bzw. Kapitallücken dieser Institute herangezogen werden können. Zudem sollte die Bewertung der Banken durch den CA, die Übersichtlichkeit der Bilanzen erhöhen und das Vertrauen in den Bankensektor langfristig wiederherstellen.
Der CA besteht im Wesentlichen aus einer umfangreichen Bilanzanalyse, dem Asset Quality Review (AQR) und aus einem Stresstest, bei der die Widerstandsfähigkeit der Banken in zwei Szenarien abgebildet wird. Für die Durchführung des CA ist die EZB zusammen mit der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) zuständig. Es erfolgt eine Unterstützung dieser beiden Instanzen seitens der nationalen Aufsichtsbehörden. Der AQR ist eine Überprüfung, der in einem bestimmten Zeitraum – nach dem Stichtagsprinzip – stattfindet. Die Überprüfung erstreckt sich auf die Aktivposten der Bankbilanzen und identifiziert innerhalb dessen die Risiken und Gefahren, welche mit diesen Aktivposten in Verbindung stehen. Für Banken mit hohen Risikopositionen, werden zudem Handelsbücher und Forderungen aus Verbriefungsgeschäften ins Visier genommen. Im Wesentlichen geht es beim AQR darum, das Ausfallrisiko von vergebenen Krediten abzuschätzen und auf die Sicherheiten für diese Kredite zu prüfen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Finanzkrise 2007/2008 ein, erläutert die Beweggründe für die Errichtung der Europäischen Bankenunion und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Die Finanzkrise und ihre Folgen: Hier werden die Ursachen der Finanzkrise, deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft und die staatlichen Rettungsmaßnahmen für Banken in Deutschland detailliert analysiert.
3. Die Europäische Bankenunion: Dieses Hauptkapitel beschreibt die drei Säulen der Bankenunion: SSM, SRM und EDIS sowie das einheitliche Regelwerk, und unterzieht diese einer kritischen Prüfung.
4. Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und gibt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung der Bankenunion.
Europäische Bankenunion, Finanzkrise, Bankenaufsicht, SSM, EZB, Abwicklungsmechanismus, SRM, Bail-in, Einlagensicherung, EDIS, Finanzstabilität, Bankenrettung, Steuerzahler, Systemrisiken, Risikomanagement
Die Arbeit analysiert die Europäische Bankenunion als Antwort auf die Finanz- und Bankenkrise 2007/2008 und deren Ziel, den europäischen Finanzsektor stabiler zu machen.
Die zentralen Themen sind der einheitliche Aufsichtsmechanismus, der einheitliche Abwicklungsmechanismus sowie die Debatte um eine gemeinsame europäische Einlagensicherung.
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit der Bankenunion zu begründen und eine kritische Analyse ihrer Struktur und der erreichten Effekte durchzuführen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit regulatorischen Rahmenbedingungen und deren Anwendung in der Praxis.
Im Hauptteil werden die drei Säulen der Bankenunion (SSM, SRM, EDIS) sowie das einheitliche Regelwerk im Detail untersucht und kritisch gewürdigt.
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Europäische Bankenunion, SSM, SRM, EDIS, Bail-in und Finanzstabilität.
Es wird befürchtet, dass in Notsituationen Interessenkonflikte zwischen dem geldpolitischen Mandat der EZB (Preisstabilität) und ihrer aufsichtsrechtlichen Rolle entstehen könnten.
Das Bail-in-Prinzip dient dazu, dass im Falle einer Bankenabwicklung primär Eigentümer und Gläubiger zur Verlustbeteiligung herangezogen werden, um Steuergelder zu schonen.
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