Diplomarbeit, 2008
141 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Zielsetzung
3 Theoretische Überlegungen
3.1 Nachhaltigkeit
3.2 Das Normaktivierungsmodell von Schwartz
3.2.1 Übertragung des Normaktivierungsmodells auf die vorliegende Studie
3.3 Zielgröße
3.3.1 Verhaltensmotivation - Zahlungsbereitschaft (Willingness To Pay)
3.4 Einflussgrößen
3.4.1 Moralische Normen
3.4.1.1 Soziale Normen
3.4.1.2 Persönliche Normen
3.4.2 Wahrgenommene Konsequenzen
3.4.3 Zugeschriebene Verantwortung
3.4.4 Werte
3.4.5 Produktkategorie
3.4.6 Claims
3.4.7 Zertifikate
3.4.8 Einstellung zum Produkt
3.4.8.1 Kognitive Komponente
3.4.8.2 Affektive Komponente
3.5 Funktionale Beziehungen
3.5.1 Soziale Normen
3.5.2 Persönliche Normen
3.5.3 Wahrgenommene Konsequenzen und zugeschriebene Verantwortung
3.5.4 Werte
3.5.5 Produktkategorie
3.5.6 Claims
3.5.7 Zertifikate
3.5.8 Einstellung zum Produkt
4 Messtheoretische Überlegungen
4.1 Erhebungstechnik
4.2 Skalierung
4.3 Gütekriterien der Messung
4.3.1 Reliabilität
4.3.2 Validität
4.3.3 Objektivität
4.4 Zahlungsbereitschaft
4.4.1 Reliabilität
4.4.2 Validität
4.4.2.1 Hypothetische Bias
4.4.2.2 Strategische Bias
4.5 Persönliche Normen
4.6 Soziale Normen
4.7 Wahrgenommene Konsequenzen und zugeschriebene Verantwortung
4.8 Werte
4.9 Einstellung zum Produkt
4.9.1 Kognitive Komponente
4.9.2 Affektive Komponente
5 Stand der empirischen Forschung
5.1 Pro-Social Consumer Influence Strategies: When and how do they work
5.2 Do people care about ethics? Willingness to pay for fair-trade coffee
5.3 Altruism and market-like behavior: an analysis of willingness to pay for recycled paper products
6 Hypothesen
6.1 Hypothese 1
6.2 Hypothese 2
6.3 Hypothese 3
6.4 Hypothese 4
6.5 Hypothese 5
6.6 Hypothese 6
6.7 Hypothese 7
6.8 Hypothese 8
6.9 Hypothese 9
6.10 Hypothese 10
7 Empirische Studie
7.1 Pretest
7.2 Operationalisierung
7.2.1 Aufbau des Fragebogens
7.3 Beschreibung der Stichprobe
7.4 Dimensionsreduktion und Reliabilitätsanalysen
7.4.1 Wahrgenommene Konsequenzen
7.4.2 Zugeschriebene Verantwortung
7.4.3 Einstellung zum Produkt
7.4.3.1 Affektive Komponente
7.4.3.2 Kognitive Komponente
7.4.4 Information
7.4.5 Werte
7.4.5.1 Universalistische Werte
7.4.5.2 Humanistische Werte
7.4.6 Persönliche Normen
7.4.7 Soziale Normen
7.4.8 Nachhaltigkeitsbewusstsein
7.4.9 Wissen
7.4.10 Involvement
7.5 Prüfung auf Strukturgleichheit
7.5.1 Geschlecht
7.5.2 Alter
7.5.3 Schulbildung
7.5.4 Beruf
7.5.5 Involvement
7.5.6 Nachhaltigkeitsbewusstsein
7.5.7 Zusammenfassung der Ergebnisse zur Strukturgleichheit
7.6 Deskriptive Überlegungen
7.6.1 Beschreibung des allgemeinen Nachhaltigkeitsbewusstseins
7.6.2 Beschreibung des Informationsgefühls
7.7 Überprüfung der Hypothesen
7.7.1 Hypothese 1
7.7.2 Hypothese 2
7.7.3 Hypothese 3
7.7.4 Hypothese 4
7.7.5 Hypothese 5
7.7.6 Hypothese 6
7.7.7 Hypothese 7
7.7.8 Hypothese 8
7.7.9 Hypothese 9
7.7.10 Hypothese 10
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Werbeanzeigen gestaltet sein sollten, um das Nachhaltigkeitsbewusstsein von Verbrauchern zu aktivieren und deren Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Produkte zu erhöhen. Als theoretisches Grundmodell dient das Normaktivierungsmodell von Schwartz, wobei der Einfluss individueller Werte sowie spezifischer Kommunikationsformen wie Claims und Zertifikate evaluiert wird.
3.2 Das Normaktivierungsmodell von Schwartz
Das Modell dem diese Studie zugrunde liegt, basiert auf dem Normaktivierungsmodell von Schwartz (vgl. Gierl 2002, S. 18). Einen zentralen Ausgangspunkt stellen dabei die moralischen Normen dar, die, falls sie aktiviert werden, das altruistische Verhalten einer Person beeinflussen können. Die Person muss sich dazu in einer moralischen Entscheidungssituation befinden, die Auswirkung auf andere Gesellschaftsmitglieder hat (vgl. Schwartz 1968B, S. 356).
„Normen können als Verhaltensregeln definiert werden, die von den meisten Mitgliedern einer Gruppe akzeptiert werden.“ (Kroeber-Riel, Weinberg 1996, S. 480). Des Weiteren lassen sie sich als „wahrgenommene Verpflichtungen zu einem Verhalten, welches das Wohlergehen anderer Personen fördert“ (Gierl 2002, S. 17) bezeichnen.
Die moralischen Normen werden bei Schwartz in persönliche und soziale Normen differenziert. Während erstere Erwartungen an das eigene Verhalten sind, bedenkt der Entscheider bei letzterem, was er tun sollte und müsste beziehungsweise was andere Personen in dieser Situation von ihm erwarten (vgl. Schwartz 1973, S. 353). Obwohl soziale Normen im Gegensatz zu den persönlichen Normen nicht zwingend die eigene Überzeugung darstellen, besteht dennoch die Möglichkeit, dass die betroffene Person trotzdem (oder gerade deswegen) auf sozial verträgliche Art und Weise handeln wird, da ansonsten Missbilligung (oder Zustimmung) der Gesellschaft droht (beziehungsweise erwartet wird). Sie unterscheiden sich folglich im Grad der Internalisierung, also der Übernahme der Norm auf ein persönliches Level: „persönliche Normen sind verfestigtere Elemente von Einstellungen als soziale Normen“ (Gierl 2002, S. 17). Die Internalisierung variiert demnach den Einfluss der sozialen Normen auf das Verhalten (vgl. Osterhus 1997, S. 18).
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit im Marketing und führt in die zentrale Problemstellung ein, wie Unternehmen ihr Engagement glaubwürdig an Verbraucher vermitteln können.
2 Zielsetzung: Hier werden das Forschungsziel der Studie und die Anwendung des Normaktivierungsmodells zur Untersuchung von Werbeanzeigen sowie der Einfluss von Werten und Produktkategorien definiert.
3 Theoretische Überlegungen: Das Kapitel bietet einen fundierten theoretischen Rahmen über Nachhaltigkeitsmarketing, das Normaktivierungsmodell von Schwartz und die Einflussfaktoren auf das Konsumentenverhalten.
4 Messtheoretische Überlegungen: Hier werden die wissenschaftliche Erhebungsmethode, die Skalierung der Daten sowie die Gütekriterien Reliabilität, Validität und Objektivität für die empirische Untersuchung festgelegt.
5 Stand der empirischen Forschung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über bestehende Studien zu Nachhaltigkeit, Zahlungsbereitschaft und der Anwendung des Normaktivierungsmodells.
6 Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden hier zehn spezifische Hypothesen für die empirische Überprüfung formuliert.
7 Empirische Studie: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, den Pretest, die Stichprobe und die statistische Auswertung sowie Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
8 Fazit: Das Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer kritischen Würdigung der Methodik und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsarbeiten im Bereich des Nachhaltigkeitsmarketings.
Nachhaltigkeitsmarketing, Normaktivierungsmodell, Schwartz, Zahlungsbereitschaft, Werbewirkung, Konsumentenverhalten, soziale Normen, persönliche Normen, Zertifikate, Claims, nachhaltige Produkte, Umweltbewusstsein, Einstellungsbildung, empirische Forschung.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen nachhaltiges Engagement in der Werbung kommunizieren können, um die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher gezielt zu steigern.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeitsmarketing, Psychologie des Konsumentenverhaltens und ökonomischer Zahlungsbereitschaft.
Das primäre Ziel ist es, den Sinn und die Wirksamkeit nachhaltig motivierter Werbung zu evaluieren und konkrete Gestaltungsempfehlungen für Werbeanzeigen basierend auf dem Normaktivierungsmodell abzuleiten.
Es wird eine empirische Studie durchgeführt, die mittels eines Online-Fragebogens Daten erhebt, diese auf Basis von Faktorenanalysen reduziert und anschließend mittels Regressionsanalysen sowie T-Tests ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte theoretische Fundierung, die messtheoretische Operationalisierung der Variablen, einen Überblick über den Stand der Forschung sowie eine umfassende empirische Überprüfung von zehn Hypothesen.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Nachhaltigkeitsmarketing, Zahlungsbereitschaft, Normaktivierungsmodell nach Schwartz, Konsumentenpsychologie und Werbewirkungsforschung charakterisieren.
Dieses Modell wurde gewählt, weil es als bewährtes theoretisches Konstrukt altruistisches Verhalten in Entscheidungssituationen erklären kann und somit ideal geeignet ist, um das "nachhaltige" Konsumentenverhalten wissenschaftlich zu greifen.
Zertifikate dienen als Informationsinstrument, um Vertrauenseigenschaften von Produkten glaubhaft zu machen, wobei die Studie jedoch zeigt, dass deren Wirkung stark von der Glaubwürdigkeit und dem Kontext der Platzierung abhängt.
Die Ergebnisse zeigen überraschend, dass eine Abbildung von Zertifikaten in den untersuchten Anzeigen die kognitive Einstellung zum Produkt teilweise verschlechtert, was auf mangelndes Vertrauen oder mangelnde Relevanz bei bestimmten Produktkategorien hindeutet.
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