Bachelorarbeit, 2016
50 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Printmedien Der Spiegel und Die Zeit – und der Terrorismus
2.1. Medien und Terrorismus
2.2. Der Spiegel und seine Berichterstattung
2.3. Die Zeit und ihre Berichterstattung
2.4. Der Hungerstreik als Mittel zum Zweck
3. Qualitative Inhaltsanalyse zweier beispielhafter Artikel aus beiden Medien
3.1. „Klopfzeichen aus dem Knast“, Die Zeit, 21.4.1989
3.1.1. Inhaltliche Gliederung
3.1.2. Analyse
3.2. „Letzte Waffe“, Der Spiegel, 17.04.1989
3.2.1. Inhaltliche Gliederung
3.2.2. Analyse
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das wechselseitige Verhältnis zwischen deutschen Massenmedien und der Roten Armee Fraktion (RAF) am Beispiel der Berichterstattung über den Hungerstreik der Inhaftierten im Jahr 1989. Ziel ist es, mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse der Wochenzeitung Die Zeit und des Nachrichtenmagazins Der Spiegel aufzuzeigen, wie unterschiedliche journalistische Herangehensweisen und Intentionen die Wahrnehmung terroristischer Aktionen beeinflussen.
Die Medien und der Terrorismus
Die Medien und der Terrorismus sind zwei Themenfelder, die sich wechselseitig wieder und wieder beeinflussen. Das Thema ist nach wie vor aktuell, besonders in Zeiten des Islamischen Staates, der Al Qaida und anderer Terror-Organisationen. Es stellt sich immer die Frage: Dürfen die Medien darüber berichten? Bieten sie den Terroristen damit nicht auch eine Plattform? Inwiefern nutzen Terroristen die Medien aus? Oder sind es vielmehr die Medien, die die Terroristen als Anlass für gute Schlagzeilen ausnutzen? In der vorliegenden Bachelorarbeit soll dies erarbeitet werden. Dazu wird das Verhältnis zwischen den deutschen Printmedien und der deutschen Terrororganisation „Rote Armee Fraktion“ näher untersucht.
Um dieses weite Feld näher einzugrenzen, soll der Medienbegriff hier auf zwei Printmedien beschränkt werden: Die Wochenzeitung Die Zeit und das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Dabei handelt es sich um massenmediale Printmedien, das heißt in diesem Fall um Zeitungen beziehungsweise Zeitschriften mit großer Auflage, hoher Reichweite und folglich großem Einfluss auf die Stimmung in der Gesellschaft und der Bevölkerung. Insbesondere die späten achtziger Jahre wurden als Untersuchungszeitraum gewählt. Grund dafür ist die Tatsache, dass die RAF zu diesem Zeitpunkt kaum noch Attentate oder sogenannte „Aktionen“ unternahm, sondern hauptsächlich durch Hungerstreiks auf sich aufmerksam zu machte.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zum Verhältnis von Massenmedien und RAF sowie Erläuterung der Auswahl der Untersuchungsgegenstände.
2. Die Printmedien Der Spiegel und Die Zeit – und der Terrorismus: Analyse der theoretischen Zusammenhänge zwischen Terrorismus, Öffentlichkeit und Printmedien sowie Beschreibung der beiden untersuchten Publikationen.
3. Qualitative Inhaltsanalyse zweier beispielhafter Artikel aus beiden Medien: Durchgeführte Inhaltsanalyse der Artikel zu den Hungerstreiks von 1989 mit Gegenüberstellung der journalistischen Stile und Absichten.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Symbiose zwischen Terrorismus und Medien sowie Ausblick auf weiterführende Forschungsaspekte.
Rote Armee Fraktion, RAF, Hungerstreik, Die Zeit, Der Spiegel, Medien, Terrorismus, Berichterstattung, Qualitative Inhaltsanalyse, Deutscher Herbst, Journalismus, Propaganda, Mediale Öffentlichkeit, Haftbedingungen, Karl-Heinz Dellwo
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Roten Armee Fraktion (RAF) und deutschen Printmedien in den 1980er Jahren am Beispiel der Berichterstattung über einen Hungerstreik.
Die Wochenzeitung Die Zeit und das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.
Aufzuzeigen, wie zwei einflussreiche Medien das gleiche Ereignis unterschiedlich darstellen und welche Intentionen hinter der Berichterstattung über den RAF-Hungerstreik standen.
Die Arbeit orientiert sich an der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, um die Texte in inhaltliche Sinnabschnitte zu unterteilen und zu interpretieren.
Neben theoretischen Grundlagen zum Zusammenspiel von Medien und Terrorismus erfolgt eine detaillierte Inhaltsanalyse zweier spezifischer Artikel aus dem Jahr 1989 zum Abbruch eines Hungerstreiks.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen: RAF, Hungerstreik, Mediale Aufmerksamkeit, Berichterstattung, Der Spiegel, Die Zeit und Journalismus.
Der Hungerstreik diente der RAF als strategisches Mittel, um in einer Zeit abnehmender operativer Aktionen mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen und die Haftbedingungen durch öffentlichen Druck zu verbessern.
Während Der Spiegel tendenziell skandalisierend und spannungsaufbauend agierte, legte Die Zeit einen stärkeren Fokus auf die politischen Entscheidungsprozesse und die beteiligten Akteure.
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