Diplomarbeit, 2007
101 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1.1. Problemstellung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1. Historische Entwicklung
2.2. Bewertungsanlässe
2.3. Bewertungszwecke
2.4. Methodenüberblick
3. DCF-Verfahren zur Ermittlung zukunftsorientierter Unternehmenswerte
3.1. Darstellung der DCF-Verfahren im Überblick
3.1.1. Verfahren der Bruttokapitalisierung (Entity-Ansatz)
3.1.2. Verfahren der Nettokapitalisierung (Equity-Ansatz)
3.2. Komponenten der Unternehmenswertberechnung nach dem DCF-Verfahren
3.2.1. Bestimmung der bewertungsrelevanten Cashflows
3.2.2. Bestimmung der Kapitalkosten
4. CAPM als Modell zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten
4.1. Theoretische Grundlagen
4.2. Praktische Anwendung des CAPM im Kontext der Unternehmensbewertung
4.2.1. Bestimmung des Betafaktors
4.2.2. Bestimmung der Marktrisikoprämie
4.3. Kritische Würdigung des CAPM bezüglich der Anwendbarkeit bei Unternehmensbewertungen
4.4. Exkurs – Betafaktoren vergleichbarer Unternehmen
5. Spezielle Aspekte bei der Eigenkapitalkostenermittlung in Emerging Markets
5.1. Definitorische Abgrenzung „Emerging Markets“
5.2. Einfluss spezieller Risiken bei der Unternehmensbewertung in Emerging Markets
5.2.1. Typisierung von Länderrisiken
5.2.2. Berücksichtigung von Länderrisiken
5.3. Einfluss des Integrationsgrads auf die Eigenkapital-kosten
6. Lösungsansätze zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten in Emerging Markets
6.1. Lösungsansätze auf Basis des CAPM
6.1.1. Local CAPM
6.1.2. Global CAPM
6.1.3. Modified Global CAPM
6.2. Alternative Lösungsansätze
6.2.1. Downside Risk-Model
6.2.2. Country Credit Rating-Model
7. Anwendungsempfehlung und Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die in Theorie und Praxis diskutierten Verfahren zur Bestimmung von Eigenkapitalkosten in Emerging Markets zu geben. Dabei soll anhand ausgewählter Modelle deren Anwendbarkeit in Schwellenländern kritisch geprüft werden, um eine fundierte Handlungsempfehlung für die Bewertungspraxis abzuleiten.
3.2.1. Bestimmung der bewertungsrelevanten Cashflows
Als bewertungsrelevante Überschüsse werden bei den Varianten der DCF-Verfahren, welche auf dem Prinzip der Bruttokapitalisierung beruhen, die Cashflows des zu bewertenden Unternehmens an seine Eigentümer und Fremdkapitalgeber diskontiert. Die zu diskontierenden Cashflows stellen hierbei Erwartungswerte der in künftigen Perioden erwarteten Zahlungsüberschüsse dar. Das Ausmaß dieser Zahlungen hängt wiederum von der Fähigkeit des Unternehmens ab, Einzahlungsüberschüsse zu erwirtschaften.
Aus diesem Grund ist der Ausgangspunkt aller hier vorgestellten Varianten des DCF-Verfahrens die vom bewerteten Unternehmen erwirtschafteten operativen Einzahlungsüberschüsse. Diese operativen Einzahlungsüberschüsse lassen sich sowohl direkt als auch indirekt ermitteln. Bei Anwendung der direkten Methode wird der Cashflow als Differenz der zahlungswirksamen Erträge und der zahlungswirksamen Aufwendungen bestimmt.
Ausgangspunkt der indirekten Methode ist dagegen das in der Plan-GuV ausgewiesene Jahresergebnis. Das Jahresergebnis ist hier anschließend um alle nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (die den Jahreserfolg vermindert haben) zu erhöhen bzw. um alle nicht zahlungswirksamen Erträge (die den Jahreserfolg erhöht haben) zu vermindern. Dieses Vorgehen wird als indirekte Methode bezeichnet, da der Cashflow über die zahlungsunwirksamen Vorgänge und nicht, wie bei der direkten Methode, über die zahlungswirksamen Vorgänge ermittelt wird.
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die wachsende Bedeutung von Schwellenländern für Investoren und Darstellung des Ziels der Arbeit, geeignete Verfahren zur Eigenkapitalkostenermittlung zu identifizieren.
2. Grundlagen der Unternehmensbewertung: Überblick über die historische Entwicklung der Bewertungstheorie und die Systematisierung von Bewertungsanlässen und -zwecken.
3. DCF-Verfahren zur Ermittlung zukunftsorientierter Unternehmenswerte: Detaillierte Erläuterung der verschiedenen DCF-Ansätze (WACC, TCF, APV, Equity-Ansatz) und deren Komponenten.
4. CAPM als Modell zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten: Darstellung der theoretischen Grundlagen und der praktischen Anwendung des CAPM sowie kritische Würdigung dessen Anwendbarkeit.
5. Spezielle Aspekte bei der Eigenkapitalkostenermittlung in Emerging Markets: Untersuchung der Besonderheiten von Emerging Markets, insbesondere hinsichtlich der Länderrisiken und der Marktintegration.
6. Lösungsansätze zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten in Emerging Markets: Vorstellung und Diskussion verschiedener CAPM-basierter sowie alternativer Lösungsansätze für die Bewertung in Schwellenländern.
7. Anwendungsempfehlung und Fazit: Zusammenfassende Gegenüberstellung der untersuchten Modelle und Handlungsempfehlung für den Bewertungsalltag.
Unternehmensbewertung, Emerging Markets, Eigenkapitalkosten, DCF-Verfahren, CAPM, Länderrisiko, Marktintegration, Betafaktor, Diskontierungssatz, Country Risk Premium, Downside Risk, Schwellenländer, Unternehmensfinanzierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, Unternehmenswerte in Schwellenländern (Emerging Markets) zu bestimmen, wobei der Fokus insbesondere auf der schwierigen Ermittlung der Eigenkapitalkosten liegt.
Zentrale Themen sind die klassischen Bewertungsmethoden wie das DCF-Verfahren, das CAPM als Standardmodell sowie spezifische Anpassungsmöglichkeiten für die besonderen Risiken in Entwicklungsländern.
Das Ziel ist es, einen Überblick über die in Theorie und Praxis diskutierten Verfahren zur Bestimmung von Eigenkapitalkosten in Emerging Markets zu geben und deren Eignung für den konkreten Bewertungsfall kritisch zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender finanztheoretischer Ansätze und deren kritischer Prüfung hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf die speziellen Gegebenheiten von Emerging Markets.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung insbesondere verschiedene CAPM-Varianten (Local, Global, Modified) sowie alternative Lösungsansätze wie das Downside Risk-Model oder das Country Credit Rating-Model im Detail untersucht.
Unternehmensbewertung, Emerging Markets, Eigenkapitalkosten, DCF-Verfahren, CAPM, Länderrisiko und Marktintegration.
Im Gegensatz zum klassischen CAPM, das alle Schwankungen um den Erwartungswert als Risiko betrachtet, konzentriert sich das Downside Risk-Model nur auf negative (nachteilige) Abweichungen, was der Risikoaversion der Investoren in Schwellenländern besser gerecht wird.
Es bietet eine Alternative, wenn kein effizienter Kapitalmarkt vorliegt, indem es auf das Länderrating spezialisierter Institutionen zurückgreift, anstatt historische Börsendaten zu verwenden.
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