Diplomarbeit, 2007
61 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Hofstedes Kulturmodell
3. Grays Theorie
4. Empirische Studien zur Theorie Grays
4.1 Merkmale und Unterschiede empirischer Studien zur Theorie Grays
4.2 Darstellung der Ergebnisse
4.3 Studien, die alle vier Hypothesen testen
4.3.1 Gerhardy (1990)
4.3.2 Eddie (1990)
4.3.3 Salter und Niswander (1995)
4.3.4 Chow, Chau und Gray (1995)
4.3.5 Pourjali und Meek (1995)
4.3.6 Sudarwan und Fogarty (1996)
4.3.7 Noravesh, Dilami und Bazaz (2007)
4.4 Empirische Ergebnisse zu den einzelnen Hypothesen
4.4.1 Professionelle Selbstregulierung vs. gesetzliche Regulierung
4.4.2 Uniformität vs. Flexibilität
4.4.3 Konservatismus
4.4.4 Vertraulichkeit
5. Kritische Würdigung
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen systematischen Überblick über den aktuellen Stand der empirischen Forschung zur Theorie von Sidney J. Gray zu geben. Dabei soll anhand der ausgewerteten Studien untersucht werden, inwieweit kulturelle Unterschiede einen Einfluss auf die Ausgestaltung nationaler Rechnungslegungssysteme ausüben.
4.3.3 Salter und Niswander (1995)
Aufbau Salter und Niswander (1995) testen alle Hypothesen von Gray für 29 Länder mittels Regressionsanalyse. Damit ist diese Studie die umfassendste, bei der alle vier Hypothesen getestet wurden. Die vier Kulturdimensionen von Hofstede dienen als unabhängige Variablen. Zusätzlich dazu wurden die Grenzsteuerrate und die Rolle des Kapitalmarktes als erklärende Variablen in das Modell eingeführt. Die WRL bilden die abhängigen Variablen. Als Datengrundlage für die kulturellen Ausprägungen nutzen sie die von Hofstede ermittelten Werte. Für die Operationalisierung der WRL haben sie jeweils mehr als ein Maß entwickelt.
Abhängige Variablen Den WRL Professionalität modellieren sie durch die beiden Maße AUD und EXAM. Bei AUD handelt es sich um ein von Bavishi (1991) entwickeltes Konstrukt, welches Schlüsselwörter in Bestätigungsvermerken auf einer Skala von 1 bis 4 wertet. EXAM ist eine Variable, die prüft, ob professionelle Institute der Wirtschaftsprüfer für die Aufnahme in den Berufsstand eine Prüfung verlangen. Hier steht der Wert 1 für eine Aufnahmeprüfung bei einem nichtstaatlichen Institut und der Wert 0 für eine staatliche Prüfung. Durch Summation von AUD und EXAM erhält man PROF. Salter und Niswander (1995) nutzen PROF als abhängige Variable für den WRL Professionalität, die dementsprechend einen natürlichen Wert auf einer Skala von 1 bis 5 annimmt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die vergleichende Rechnungslegung ein und stellt das Ziel der Arbeit vor, die Theorie von Gray durch eine systematische Literaturübersicht zu analysieren.
2. Hofstedes Kulturmodell: Kapitel 2 erläutert das theoretische Fundament der Arbeit, insbesondere das Kulturmodell von Hofstede mit seinen vier Dimensionen.
3. Grays Theorie: Hier wird der Modellrahmen von Gray vorgestellt, der die Verbindung zwischen kulturellen Werten und der Rechnungslegung herstellt.
4. Empirische Studien zur Theorie Grays: Dieser Hauptteil bietet einen detaillierten Überblick über verschiedene empirische Untersuchungen, die die Hypothesen von Gray testen, sowie eine systematische Analyse der Ergebnisse nach Hypothesen.
5. Kritische Würdigung: Dieses Kapitel hinterfragt die Validität des Modellrahmens und die methodischen Herausforderungen bei der Operationalisierung kultureller und rechnungslegungsbezogener Daten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bestätigung der Theorie von Gray durch die empirischen Studien.
Internationale Rechnungslegung, Kulturtheorie, Gray, Hofstede, Professionalität, Uniformität, Konservatismus, Vertraulichkeit, empirische Studien, Rechnungslegungssysteme, Kulturdimensionen, Harmonisierung, betriebswirtschaftliche Analyse, Rechnungslegungspraxis.
Die Diplomarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen kulturellen Unterschieden auf nationaler Ebene und der Ausgestaltung von Rechnungslegungssystemen, basierend auf der Theorie von Sidney J. Gray.
Im Zentrum stehen das Hofstede-Kulturmodell, die darauf aufbauende Theorie von Gray sowie die empirische Validierung von vier spezifischen Rechnungslegungswerten: Professionalität, Uniformität, Konservatismus und Vertraulichkeit.
Das Ziel ist eine systematische Übersicht über den Stand der empirischen Forschung zu Grays Theorie zu liefern und zu prüfen, wie gut diese Hypothesen durch bisherige Studien belegt sind.
Es handelt sich um eine systematische Literatur- und Meta-Analyse, bei der Ergebnisse verschiedener empirischer Studien im Bereich der internationalen Rechnungslegung zusammengeführt und kritisch verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der theoretischen Modelle (Hofstede/Gray), eine Übersicht einzelner bedeutender Studien sowie eine detaillierte Analyse der empirischen Ergebnisse bezogen auf die vier Hypothesen von Gray.
Wichtige Begriffe sind internationale Rechnungslegung, Kulturdimensionen, empirische Validierung, professionelle Selbstregulierung, Konservatismus und der Einfluss institutioneller Faktoren.
Die Rechtsform wird in vielen der analysierten Studien als institutionelle Konsequenz oder erklärende Variable herangezogen, da sie maßgeblichen Einfluss auf die Rechnungslegungspraxis und den Grad der Uniformität hat.
Die empirische Forschung zeigt bei der Dimension Maskulinität sehr gemischte Ergebnisse in Bezug auf ihren Einfluss auf die Rechnungslegung, was darauf hindeutet, dass diese Variable weniger konsistent mit Grays Hypothesen korreliert als etwa die Unsicherheitsvermeidung.
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