Diplomarbeit, 2008
123 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Umfang und Entwicklung der Direktinvestitionen in Mexiko
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.2 Formen von Direktinvestitionen
2.3 Überblick und Struktur der Direktinvestitionen in Mexiko
2.4 Deutsche Direktinvestitionen in Mexiko
3 Wirtschaftliches Umfeld
3.1 Wirtschaft im Überblick
3.2 Makroökonomische Kennzahlen
3.2.1 Wirtschaftswachstum und BIP
3.2.2 Inflation
3.2.3 Wechselkurs
3.2.4 Beschäftigung
3.2.5 Investitionsquote und Sparneigung
3.2.6 Auslandsverschuldung
3.2.7 Forschung und Entwicklung
3.3 Infrastruktur
3.3.1 Verkehrsinfrastruktur
3.3.2 Information und Kommunikation
3.3.3 Energie- und Wasserversorgung
3.4 Außenwirtschaft
3.4.1 Freihandelsabkommen
3.4.2 Außenhandel
3.5 Zusammenfassung
4 Politisches Umfeld
4.1 Institutionelle Rahmenbedingungen
4.2 Politische Stabilität
4.3 Korruption
4.4 Zusammenfassung
5 Rechtliches Umfeld
5.1 Auslandsinvestitionsrecht
5.1.1 Investitionsbeschränkungen
5.1.2 Schutz ausländischer Investoren
5.1.3 Unternehmensgründung
5.1.4 Gesellschaftsrecht
5.2 Arbeitsrecht
5.2.1 Einstellung und Kündigung
5.2.2 Entlohnung
5.2.3 Gewerkschaften
5.3 Steuerrecht
5.3.1 Überblick
5.3.2 Unternehmensbesteuerung
5.3.3 Einkommensteuer, Umsatzsteuer und weitere Steuern
5.4 Zusammenfassung
6 Kulturelles Umfeld
6.1 Ethnische, sprachliche und religiöse Aspekte
6.1.1 Ethnische Aspekte
6.1.2 Sprachliche Aspekte
6.1.3 Religiöse Aspekte
6.2 Kulturdimensionen
6.2.1 Kulturdimensionen und kulturelle Distanz
6.2.2 Kulturdimensionen und internationale Wettbewerbsfähigkeit
6.3 Kulturstandards
6.3.1 Harmoniebedürfnis
6.3.2 Prestigeorientierung
6.3.3 Gegenwartsorientierung und polychrones Zeitverständnis
6.4 Zusammenfassung
7 Chancen-Risiken-Profil
7.1 Wirtschaftliches Umfeld
7.2 Politisches Umfeld
7.3 Rechtliches Umfeld
7.4 Kulturelles Umfeld
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Standortqualität Mexikos für deutsche Direktinvestitionen umfassend zu bewerten. Durch eine detaillierte Analyse wirtschaftlicher, politischer, rechtlicher und kultureller Faktoren soll potenziellen Investoren eine fundierte Entscheidungsgrundlage geboten werden, um Chancen und Risiken im mexikanischen Investitionsumfeld objektiv einzuschätzen.
3.3.1 Verkehrsinfrastruktur
Mit einer Fläche von 1.964.375 km2, was etwa fünfmal so groß wie Deutschland ist, der gemeinsamen Grenze von 3.000 km mit den USA sowie dem Zugang zu zwei Ozeanen sind die Anforderungen an Mexikos Verkehrsinfrastruktur hoch. Um die Attraktivität Mexikos für Investoren zu steigern, kündigte Präsident Felipe Calderón ein ambitioniertes Infrastrukturprogramm für den Zeitraum von 2007 bis 2012 an, in welchem etwa 168 Mrd. Euro für die Modernisierung und den Neubau von Straßen, Brücken, See- und Flughäfen eingesetzt werden sollen. Das Vorhaben wird von einem nationalen Infrastrukturfonds unterstützt, an welchem sich auch private Investoren beteiligen.
Mexiko verfügt über ein weit verzweigtes Straßennetz, welches eine Länge von etwa 236.000km aufweist. Davon ist aber nur etwas mehr als die Hälfte der Strecke, inklusive von ca. 6.100 km Autobahn, asphaltiert. Die wichtigsten Städte des Landes sind durch ein Netz von 14 Bundesstraßen miteinander verbunden, welches im Zentrum Mexikos gut ausgebaut ist, während die ländlichen Gebiete im Norden und Süden nur schwer zugänglich sind. Da in Mexiko die Straßen das wichtigste Transportmedium im Güterverkehr sind, plant Calderón für seine Amtsperiode vor allem die Modernisierung der wichtigsten Fernstraßen, um einen besseren Zugang zu den Grenzen, Touristengebieten und Seehäfen zu ermöglichen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Investitionsumfeld in Mexiko hinsichtlich verschiedener Standortfaktoren zu untersuchen.
2 Umfang und Entwicklung der Direktinvestitionen in Mexiko: Dieses Kapitel betrachtet die begrifflichen Grundlagen sowie die Entwicklung und Struktur der Direktinvestitionsströme in Mexiko mit einem Fokus auf deutsche Engagements.
3 Wirtschaftliches Umfeld: Hier werden makroökonomische Kennzahlen, die Infrastruktur sowie die Außenwirtschaft Mexikos analysiert, um das ökonomische Risiko und Potenzial zu beurteilen.
4 Politisches Umfeld: Das vierte Kapitel untersucht das institutionelle System, die politische Stabilität sowie das Korruptionsrisiko, um deren Einfluss auf die Investitionssicherheit zu bewerten.
5 Rechtliches Umfeld: Hier werden das Auslandsinvestitionsrecht, das Arbeitsrecht und das Steuerrecht als maßgebliche Rahmenbedingungen für Investitionen dargelegt.
6 Kulturelles Umfeld: Dieses Kapitel widmet sich den ethnischen, sprachlichen und religiösen Aspekten sowie Kulturdimensionen und -standards in Mexiko und deren Auswirkungen auf das Investitionsklima.
7 Chancen-Risiken-Profil: Die Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln werden in einem strukturierten Profil zusammengeführt, um eine abschließende Bewertung für Investoren zu ermöglichen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Analyse zusammen und gibt eine zusammenfassende Empfehlung für deutsche Investoren.
Direktinvestitionen, Mexiko, Investitionsklima, Standortfaktoren, Außenwirtschaft, Rechtssicherheit, Arbeitsrecht, Steuerrecht, Unternehmenskultur, Kulturdimensionen, Wirtschaftswachstum, Infrastruktur, Chancen-Risiken-Profil, Markteintritt, Globalisierung.
Die Arbeit analysiert das Investitionsumfeld in Mexiko, um deutschen Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Auslandsinvestitionen zu bieten.
Die Untersuchung deckt die vier Säulen wirtschaftliche Rahmenbedingungen, politisches Umfeld, rechtliche Bestimmungen und kulturelle Aspekte ab.
Das Ziel ist die Erstellung eines umfassenden Chancen-Risiken-Profils, das deutschen Investoren hilft, die Attraktivität Mexikos als Investitionsstandort besser einzuschätzen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse von Sekundärdaten, Berichten internationaler Organisationen sowie wirtschaftlichen Indikatoren und Studien zu interkulturellem Management.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Wirtschaft, Politik, Recht und Kultur, wobei jeweils die spezifischen Standortfaktoren und deren Auswirkungen auf Direktinvestitionen beleuchtet werden.
Zentrale Begriffe sind ausländische Direktinvestitionen, Standortqualität, Wirtschaftsumfeld, Rechtssicherheit und interkulturelle Managementkompetenz.
Die Arbeit unterstreicht, dass das kulturelle Umfeld, inklusive hoher Machtdistanz und kollektivistischer Strukturen, oft unterschätzt wird und maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg von Investitionen hat.
Die Steuerreform wird als bedeutender gesetzgeberischer Erfolg gewertet, der zwar die Steuerlast erhöht, aber durch die Finanzierung staatlicher Infrastrukturprojekte langfristig zur Verbesserung der Standortbedingungen beitragen soll.
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