Diplomarbeit, 2008
101 Seiten, Note: 3
1 Einführung
1.1 Motivation
2 Computeralgebra-Systeme
2.1 Überblick über den Markt von CAS
2.1.1 CAS am Computer
2.1.2 CAS am Taschenrechner
3 Methoden für die Einführung in die Integralrechnung
3.1 Unterrichtsziele der Integralrechnung
3.2 Whitebox/Blackbox-Prinzip und Modul-Prinzip
3.3 Einführung in die Integralrechnung
3.3.1 Zeit-Geschwindigkeit-Weg
3.3.2 Größe einer Wiese
3.3.3 Drei Wege zum Integral
3.3.4 Vom Tropfenzählen zum Fundamentalsatz
3.3.5 Elektrische Energie
3.4 Allgemeine CAS
3.5 Leistungsfeststellung
4 CAS in der Integralrechnung an österreichischen Schulen
4.1 Befragung von Lehrer A
4.2 Befragung von Lehrer B
4.3 Befragung von Lehrer C
4.4 Befragung von Lehrer D
4.5 Befragung von Lehrer E
4.6 Befragung von Lehrer F
4.7 Befragung von Lehrer G
4.8 Befragung von Lehrer H
4.9 Befragung von Lehrer I
5 Vergleich der Erhebungen miteinander
5.1 Allgemeine Fragen
5.2 Fragen zur Integralrechnung
5.2.1 Einführung des Integralbegriffs
5.2.2 Integration per Hand
5.2.3 Anwendungen des Integrals
5.2.4 Methodische Unterschiede
5.2.5 Vorteile bei der Verwendung von CAS
5.2.6 Nachteile/Schwierigkeiten bei der Verwendung von CAS
5.3 Fragen zur Leistungsfeststellung
6 Vergleich der didaktischen Möglichkeiten mit dem tatsächlichen Einsatz
7 Zusammenfassung
Diese Diplomarbeit untersucht den Einsatz von Computeralgebra-Systemen (CAS) im Mathematikunterricht, speziell bei der Einführung der Integralrechnung an österreichischen Schulen. Ziel ist es, den Status quo der didaktischen Umsetzung durch eine empirische Befragung von Lehrkräften zu erfassen und diese Methoden kritisch mit theoretischen didaktischen Ansätzen zu vergleichen.
3.2 Whitebox/Blackbox-Prinzip und Modul-Prinzip
An dieser Stelle erscheint es mir wichtig auf das Whitebox/Blackbox-Prinzip einzugehen, um zu Verdeutlichen, dass der Einsatz von CAS in der Integralrechnung nicht zur Folge haben muss (darf), dass die gesamte Integralrechnung per Knopfdruck erledigt wird. Das eigentliche Unterrichtsziel ist ja nicht die Berechnung des Integrals, sondern das Verstehen des Integrals und das Interpretieren der Ergebnisse (vgl. Kapitel 1.1 auf S. 2). Dies wird auch in den anschließend angeführten didaktischen Möglichkeiten transparent werden.
Das Whitebox-/Blackbox-Prinzip teilt sich in zwei Phasen: Whitebox-Phase und Blackbox-Phase.
In der Whitebox-Phase soll der Schüler einen Algorithmus „händisch“ lösen und vor allem Verstehen, was dieser Algorithmus macht. Der Schüler soll zB. im Rahmen der Integralrechnung das bestimmte Integral: integral von 2 bis 5 von (x^2 + 2x + 3)dx lösen. Jedoch soll nicht nur der rechnerische Aspekt im Vordergrund stehen, sondern der Schüler soll auch verstehen was dieser Algorithmus macht. Somit soll der Schüler im Rahmen der Integralrechnung wissen, was Integrieren bedeutet und wozu Integrieren verwendet werden kann.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Computeralgebra-Systemen im modernen Mathematikunterricht und motiviert die Untersuchung ihres didaktischen Nutzens.
2 Computeralgebra-Systeme: Dieses Kapitel gibt einen Marktüberblick über verschiedene CAS-Anwendungen auf Computern und Taschenrechnern und diskutiert deren Vor- und Nachteile sowie Anforderungen an die Dokumentation.
3 Methoden für die Einführung in die Integralrechnung: Hier werden didaktische Prinzipien wie das Whitebox/Blackbox-Modell sowie konkrete Unterrichtsbeispiele und Anwendungen für die Einführung des Integralbegriffs vorgestellt.
4 CAS in der Integralrechnung an österreichischen Schulen: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Interviewstudie mit verschiedenen Lehrkräften zu ihrer Unterrichtspraxis mit CAS.
5 Vergleich der Erhebungen miteinander: Die Aussagen der befragten Lehrkräfte werden hier strukturiert gegenübergestellt und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Umsetzung herausgearbeitet.
6 Vergleich der didaktischen Möglichkeiten mit dem tatsächlichen Einsatz: Die im Unterricht beobachtete Praxis wird kritisch mit den didaktischen Konzepten der Fachliteratur verglichen und bewertet.
7 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts.
Integralrechnung, Computeralgebra-Systeme, CAS, Mathematikunterricht, Whitebox-Prinzip, Blackbox-Prinzip, Didaktik der Mathematik, empirische Untersuchung, Lehrerbefragung, Modellieren, Interpretieren, Leistungsfeststellung, Schulerfahrung, Rechnergestützter Unterricht, Summenbildung
Die Arbeit analysiert, wie Computeralgebra-Systeme (CAS) didaktisch sinnvoll in die Einführung der Integralrechnung an österreichischen Schulen integriert werden können.
Zu den Kernbereichen gehören das Whitebox/Blackbox-Prinzip, der Vergleich zwischen händischem Rechnen und CAS-gestützter Modellierung sowie die empirische Auswertung der Unterrichtspraxis.
Das Hauptziel ist die Gegenüberstellung der theoretischen didaktischen Möglichkeiten eines CAS-Einsatzes mit der tatsächlichen Anwendung durch Lehrkräfte im Schulalltag.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu didaktischen Konzepten sowie einer qualitativen empirischen Erhebung durch Experteninterviews (Lehrbefragungen).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung der Methoden, eine detaillierte Dokumentation der Lehrerinterviews sowie eine vergleichende Analyse dieser Daten.
Wichtige Begriffe sind Integralrechnung, CAS, didaktisches Whitebox/Blackbox-Prinzip, Modellieren, Interpretieren und die schulische Leistungsfeststellung.
Viele Lehrer sehen das händische Rechnen als notwendig an, um ein grundlegendes Verständnis für den Prozess des Integrierens zu entwickeln und um auf Anforderungen an Universitäten vorbereitet zu sein.
Die Interpretation rückt stärker in den Fokus, da das CAS die rein rechnerische Arbeit übernimmt, wodurch im Unterricht mehr Zeit für das Verständnis der mathematischen Konzepte und Zusammenhänge bleibt.
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