Diplomarbeit, 2008
119 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Thematik der Arbeit
1.2 Stand der Forschung
1.3 Wissenschaftliches Erkenntnisinteresse
1.4 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Visuelle Kommunikation
2.1 Das Bild in der Kommunikationswissenschaft
2.2 Eigenschaften der Bildkommunikation
2.2.1 Vor- und Nachteile bildlicher Kommunikation
2.2.2 Bildfunktionen in den Medien
2.2.3 Text und Bild
2.3 Visuelle Kommunikation in Tageszeitungen
2.4 Entwicklung der Sportfotografie
2.5 Zusammenfassung
3. Die Geschlechterdarstellung in den Medien
3.1 Zweigeschlechtlichkeit als soziales Konstrukt
3.2 Soziale Konstruktion von Geschlecht im Sport
3.3 Massenmedien und Geschlecht
3.4 Die Präsentation der Geschlechter in den Medien
3.5 Zusammenfassung
4. Der (Tages-) Zeitungsmarkt in Deutschland
4.1 Geschichtliche Entwicklung
4.1.1 Merkmale von Zeitungen
4.1.2 Sportberichterstattung in Tageszeitungen
4.2 Die Tageszeitung Die Welt
4.2.1 Entwicklungsgeschichte der Welt
4.2.2 Struktur und Auflagenzahlen der Welt
4.2.3 Der Sportteil der Welt
4.3 Zusammenfassung
5. Hypothesen
5.1 Gruppe A: Formale Merkmale
5.2 Gruppe B: Quantitative Geschlechterdarstellung
5.3 Gruppe C: Emotionen
5.4 Gruppe D: Erotisierung
5.5 Gruppe E: Werbung
6. Untersuchungsdesign
6.1 Auswahl der Untersuchungsmethode
6.1.1 Inhaltsanalyse
6.1.2 Durchführung einer Inhaltsanalyse
6.2 Grundgesamtheit der Einheiten und Untersuchungszeitraum
6.3 Methodisches Vorgehen
7. Ergebnisdarstellung
8. Hypothesenüberprüfung
8.1 Gruppe A: Formale Merkmale
8.2 Gruppe B: Quantitative Geschlechterdarstellung
8.3 Gruppe C: Emotionen
8.4 Gruppe D: Erotisierung
8.5 Gruppe E: Werbung
9. Fazit und Ausblick
10. Literaturverzeichnis
Die Arbeit analysiert die Veränderung der Sportbildberichterstattung in der Tageszeitung Die Welt im Zeitraum von 1955 bis 2005. Das primäre Ziel ist es, mittels einer inhaltsanalytischen Längsschnittuntersuchung formale Aspekte und die mediale Geschlechterdarstellung zu untersuchen, um den Stellenwert und die Entwicklung visueller Kommunikation im Sportjournalismus zu eruieren.
2.2.1 Vor- und Nachteile bildlicher Kommunikation
Mit dem Einsatz von Bildern eröffnet sich dem Kommunikator eine Vielzahl von Kommunikationsmöglichkeiten. Im Gegensatz zur Sprache verfügen Bilder über ein hohes semantisches Potenzial. Mit ihnen können detaillierte Angaben über räumliche oder formale Beziehungen gemacht werden. Die Konstellation von Farben, Formen und Anordnungen im Raum lassen sich mit bildlicher Kommunikation deutlich präziser gestalten als mit der Sprache (vgl. Schierl, 2001, S. 222). Durch technische Entwicklungen können zudem Dinge visualisiert werden, die das menschliche Auge eigentlich nicht hätte sehen können. So beschreibt Schmalriede, dass erst mit Hilfe der Fotografie der Beweis erbracht werden konnte, dass ein Pferd während des Galopps nicht zu jedem Zeitpunkt Bodenkontakt hat (vgl. 2004, S. 13).
Mittels Standbildern oder kurzen Belichtungszeiten werden dem Betrachter vorher nicht bekannte Einblicke in Geschehnisse gegeben, etwa in die Verformung des Gesichts eines Boxers beim Auftreffen der gegnerischen Boxhandschuhs (vgl. Schierl, 2004, S. 78). Diese visuellen Eindrücke werden vom menschlichen Sinnesapparat anders verarbeitet und deshalb auch auf andere Art und Weise erinnert als Informationen in Textform. Das Bild verfügt demnach über eine hohe Anschaulichkeit und hinterlässt beim Betrachter „deutlich stärkere Spuren“ als Worte (ebd., S. 79).
Ein weiteres kommunikatives Potenzial des Bildes hinsichtlich der Informationsaufnahme besteht in seiner schnellen Kommunikationsgeschwindigkeit. Bilder können direkt erfasst und gespeichert werden. Sie sind „schnelle Schüsse ins Gehirn“ (Kroeber-Riel, 1996, S. 53). Innerhalb von einer bis zwei Sekunden kann der Rezipient bereits die wichtigsten Informationen und das Thema des Bildes erfassen. In der gleichen Zeitspanne lassen sich für den Leser eines Textes lediglich fünf bis zehn Wörter aufnehmen und somit einen deutlich geringeren Informationsgehalt herausziehen (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der visuellen Kommunikation im Sportjournalismus ein und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Veränderungen der Sportbildberichterstattung der Welt zwischen 1955 und 2005.
2. Visuelle Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der visuellen Kommunikation, deren Vor- und Nachteile in der Medienberichterstattung sowie die spezifische Rolle der Sportfotografie.
3. Die Geschlechterdarstellung in den Medien: Es wird die soziale Konstruktion von Geschlecht und deren Abbildung im Sport sowie in den Medien untersucht, wobei die Unterrepräsentanz von Sportlerinnen im Fokus steht.
4. Der (Tages-) Zeitungsmarkt in Deutschland: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die deutsche Presselandschaft und stellt die Tageszeitung Die Welt sowie ihren Sportteil im Detail vor.
5. Hypothesen: Hier werden basierend auf dem Stand der Forschung die fünf Hypothesengruppen (A-E) zur formalen und inhaltlichen Entwicklung der Bildberichterstattung aufgestellt.
6. Untersuchungsdesign: Es wird die methodische Vorgehensweise der Inhaltsanalyse dargelegt, einschließlich der Grundgesamtheit, der Stichprobenauswahl und der eingesetzten statistischen Verfahren.
7. Ergebnisdarstellung: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Ergebnisse der Bildanalyse, unter anderem zur absoluten Bildanzahl und der Geschlechterverteilung auf den Fotos.
8. Hypothesenüberprüfung: Die statistische Überprüfung der Hypothesen erfolgt anhand der erhobenen Daten, wobei die Korrelationen und Signifikanztests diskutiert werden.
9. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen, reflektiert die Rolle der Welt als Qualitätszeitung und gibt einen Ausblick für zukünftige Forschungsansätze.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen und Internetquellen.
Sportbildberichterstattung, Visuelle Kommunikation, Die Welt, Geschlechterdarstellung, Inhaltsanalyse, Sportfotografie, Sportjournalismus, Bildkommunkation, Medienanalyse, quantitative Untersuchung, Sportlerinnen, Sportler, Medienpräsenz, Bildgröße, Sportressort.
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Sportbildberichterstattung in der überregionalen Tageszeitung Die Welt im Zeitraum von 1955 bis 2005.
Die Schwerpunkte liegen auf visueller Kommunikation, der Konstruktion von Geschlecht im Sport und der formalen sowie inhaltlichen Entwicklung des Sportjournalismus.
Ziel ist eine Längsschnittanalyse, um aufzuzeigen, wie sich die Bildberichterstattung formal verändert hat und ob sich Veränderungen in der Darstellung von Sportlerinnen und Sportlern feststellen lassen.
Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von Bildmaterial durchgeführt, ergänzt durch statistische Auswertungsverfahren wie Korrelationsanalysen und Chi-Quadrat-Tests.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Bildkommunikation und Geschlechterdarstellung, der Analyse des Zeitungsmarktes sowie der Überprüfung spezifischer Hypothesen anhand des erhobenen Datenmaterials.
Sportbildberichterstattung, visuelle Kommunikation, Geschlechterdarstellung, Inhaltsanalyse und Sportjournalismus sind zentrale Begriffe der Arbeit.
Es konnte ein stetiger Anstieg der Bildanzahl und ein Trend zu größeren Bildformaten festgestellt werden, während die Sportlerinnen im Vergleich zu Sportlern weiterhin unterrepräsentiert bleiben.
Die Studie stellt fest, dass die im Sportjournalismus oft kritisierte Erotisierung von Sportlerinnen bei der Tageszeitung Die Welt, die sich als Qualitätszeitung versteht, kaum bestätigt werden konnte.
Überraschenderweise konnte diese Vermutung in der Untersuchung für die Tageszeitung Die Welt nicht bestätigt werden; der Unterschied zwischen den Geschlechtern hinsichtlich der sportlichen Aktion war nicht signifikant.
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