Masterarbeit, 2007
148 Seiten, Note: 1,3
Vorwort ................................................................................................. 1
Einleitung ............................................................................................. 3
Begriffserläuterungen ......................................................................... 6
1. Diagnostik und Theorie .............................................. 10
1.1. Forschungsanliegen ................................................................... 10
1.2. Emotionen in der Depressionsdiagnostik................................. 11
1.2.1. Depressionsnosologie ........................................................ 11
1.2.2. Allgemeinpsychologische Überlegungen zu Emotionen..... 12
1.2.3. Arbeitsdefinition von Emotionen ......................................... 12
1.2.4. Evolutionspsychologische Theorien der Primäremotionen. 15
1.2.5. Emotionen im Rahmen der diagnostischen Manuale ......... 17
1.2.6. Emotionen im Depressionsinventar nach Beck .................. 22
1.3. Depressionsmodelle und Theorien............................................ 26
1.3.1. Depressionsmodell nach Freud .......................................... 26
1.3.2. Modell zu Depression und Substanzabhängigkeit.............. 27
1.3.3. Kognitive Diathese-Stress-Modelle..................................... 28
1.3.4. Neuere Depressionstheorien .............................................. 29
1.3.5. Kognitive Theorie nach Beck .............................................. 30
1.3.6. Kognitive Theorie nach Ellis ............................................... 31
1.4. Attributionsstile ........................................................................... 33
1.4.1. Ursprüngliche Theorie der erlernten Hilflosigkeit................ 36
1.4.2. Attributionale Neuformulierung der Theorie der erlernten Hilflosigkeit.......................................................................... 37
1.4.3. Bedeutung der Emotionen in der attributionalen Neuformulierung der Theorie der erlernten Hilflosigkeit ..... 42
1.4.4. Attributionale Emotionstheorie nach Weiner....................... 44
1.4.5. Zusammenführung der Neuformulierung der Theorie der erlernten Hilflosigkeit und der Emotionstheorie .................. 46
2. Fragestellungen .......................................................... 49
3. Hypothesen.................................................................. 51
4. Forschungsdesign ...................................................... 53
4.1. Evaluationsinstrument Fragebogen .......................................... 53
4.1.1. Fragebogenkonzeption ....................................................... 55
4.1.2. Fragebogenkonstruktion ..................................................... 55
4.2. Normalbevölkerung..................................................................... 59
4.3. Zielgruppe .................................................................................... 60
4.4. Planung und Durchführung der Erhebung ............................... 61
4.5. Resonanz der Datenerhebung und Fragebogenrücklauf......... 62
4.6. Auswertungsmethoden............................................................... 63
5. Ergebnisse................................................................... 66
5.1. Soziodemographische Daten ..................................................... 67
5.2. Überprüfung der ersten Hypothese ........................................... 69
5.3. Überprüfung der zweiten Hypothese......................................... 77
5.4. Überprüfung der dritten Hypothese........................................... 88
6. Diskussion ................................................................... 95
6.1. Diskussion der ersten Hypothese.............................................. 96
6.2. Diskussion der zweiten Hypothese ........................................... 97
6.3. Diskussion der dritten Hypothese ........................................... 100
6.4. Gesamtdiskussion..................................................................... 102
7. Ausblick ..................................................................... 105
Die vorliegende Arbeit untersucht quantitativ-empirisch, inwiefern sich die emotionalen Reaktionen und Attributionsstile von alkoholabhängigen Personen mit depressiver Symptomatik (APDS) von denen der Normalbevölkerung (NORM) unterscheiden, um ein tieferes Verständnis für die komorbide Störungssymptomatik zu gewinnen.
1.2.3. Arbeitsdefinition von Emotionen
Es lassen sich bei der Arbeitsdefinition von Emotionen zwei Aspekte unterscheiden. Der erste Aspekt beinhaltet Beispiele für psychische Zustände, die zu den Emotionen subsumiert werden.
Der zweite Aspekt beinhaltet die Merkmale, welche als Phänomene im ersten Aspekt in Form von psychischen Zuständen beschrieben werden.
Diese Aspekte werden wie folgt definiert:
„1. Emotionen sind zeitlich datierte, konkrete einzelne Vorkommnisse von zum Beispiel Freude, Traurigkeit, Ärger, Angst, Eifersucht, Stolz, Überraschung, Mitleid, Scham, Schuld, Neid, Enttäuschung, Erleichterung sowie weitere Arten von psychischen Zuständen, die den genannten genügend ähnlich sind.
2. Diese Phänomene haben folgende Merkmale gemeinsam: Sie sind aktuelle Zustände von Personen. Sie haben eine bestimmte Qualität, Intensität und Dauer. Sie sind in der Regel objektgerichtet. Personen, die sich in einem dieser Zustände befinden, haben normalerweise ein charakteristisches Erleben (Erlebensaspekt von Emotionen), und häufig treten auch bestimmte physiologische Veränderungen (physiologischer Aspekt von Emotionen) und Verhaltensweisen (Verhaltensaspekt von Emotionen) auf“ (MEYER et al. 2001).
Diagnostik und Theorie: Dieses Kapitel liefert eine fundierte theoretische Basis, indem es Konzepte von Emotionen, Depressionsmodelle und Attributionsstile im Kontext von Sucht und Depression erläutert.
Fragestellungen: Basierend auf der Theorie wird die zentrale Forschungsfrage formuliert, ob sich APDS hinsichtlich ihrer emotionalen Reaktionen und Attributionsstile signifikant von der Normalbevölkerung unterscheiden.
Hypothesen: Es werden spezifische Hypothesen für die Untersuchung abgeleitet, die den Zusammenhang zwischen depressogenem Attributionsstil, negativen Emotionen bei Misserfolg und positiven Emotionen bei Erfolg fokussieren.
Forschungsdesign: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, inklusive der Konzeption des Fragebogens, der Zielgruppen- und Normalstichprobenauswahl sowie der verwendeten statistischen Auswertungsmethoden (SPSS, T-Test).
Ergebnisse: Die empirische Auswertung zeigt signifikante Unterschiede im depressogenen Attributionsstil und in den negativen Emotionen bei Misserfolg, während sich die Hypothese zu den positiven Emotionen bei Erfolg nicht bestätigen ließ.
Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und in den bestehenden theoretischen Rahmen eingeordnet, wobei die Bedeutung für die therapeutische Praxis hervorgehoben wird.
Ausblick: Abschließend werden Potenziale für weitere Forschung sowie Ansätze für eine integrierte Behandlung von Sucht- und Depressionserkrankungen aufgezeigt.
Suchthilfe, Depression, Alkoholabhängigkeit, Komorbidität, Attributionsstil, Emotionen, erlernte Hilflosigkeit, Beck-Depressions-Inventar, psychische Gesundheit, Erfolgsreaktion, Misserfolgsreaktion, quantitative Erhebung, Sozialforschung, Attributionstheorie.
Die Arbeit untersucht, wie sich alkoholabhängige Menschen, die gleichzeitig an depressiven Symptomen leiden, in ihrer emotionalen Verarbeitung und ihrem Attributionsstil von der gesunden Normalbevölkerung unterscheiden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittmenge von Sucht und Depression, der attributionalen Theorie der erlernten Hilflosigkeit und der attributionalen Emotionstheorie nach Weiner.
Es wird untersucht, ob sich signifikante Unterschiede in den emotionalen Reaktionen auf Erfolgs- und Misserfolgssituationen sowie in den Attributionsstilen zwischen APDS und der Normalbevölkerung nachweisen lassen.
Es handelt sich um eine quantitativ-empirische Studie, die mithilfe eines Fragebogens (u.a. BDI, AUDIT, ASF-E) Daten erhob und diese statistisch mittels T-Tests auf Signifikanz prüfte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Aufarbeitung von Depressionsmodellen und Theorien zur Emotions- und Attributionspsychologie sowie die darauffolgende empirische Ergebnisdarstellung und Diskussion.
Wichtige Begriffe sind Suchthilfe, komorbide Störungen, Attributionsstil, Emotionen, erlernte Hilflosigkeit und kognitive Depressionsmodelle.
Ja, die Studie bestätigt, dass APDS bei Misserfolgssituationen signifikant häufiger einen depressogenen Attributionsstil aufweisen als die Vergleichsgruppe.
Überraschenderweise konnte die Hypothese, dass APDS weniger positive Emotionen empfinden, nicht bestätigt werden; stattdessen zeigten sie interessanterweise höhere Intensitätswerte bei positiven Emotionen als die Normalbevölkerung.
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