Diplomarbeit, 2008
105 Seiten, Note: 1
I ALLGEMEINES
1.1 Biographie
1.2 August Bournonvilles Bedeutung für das Ballett
1.2.1 Dänemark
1.2.2 Die Bournonville-Schule im Ausland
1.3 August Bournonville und die Wiener Theater- und Tanzliteratur
II AUGUST BOURNONVILLE UND DIE WIENER HOFOPER
2.1 Das Gastspiel 1854
2.1.1 Festen i Albano – Das Fest in Albano
2.1.2 Toreadoren – Der Toreador
2.2 Die Saison 1855/56
2.2.1 Abdallah – Die Gazelle von Bassora
2.2.2 Napol
2.3 Das Ballett an der Wiener Hofoper
2.3.1 Die Tänzer
2.3.2 Die Ballettkrise
III AUS DEM PRIVATEN
3.1. Im Kreise der Familie
3.2 Eindrücke aus Wien
IV BOURNONVILLE UND ÖSTERREICH NACH 1856
4.1 Der Aufenthalt in Österreich-Ungarn als Inspirationsquelle
4.2 Pressestimmen
4.3 Ehrenvolle Aufnahme im 20. Jahrhundert
V DIE BEIDEN PRICES
5.1 Juliette Price
5.2 Julius Price
KONKLUSION
Die vorliegende Arbeit untersucht erstmals grundlegend das Leben und Wirken des dänischen Ballettmeisters August Bournonville in Wien während der Jahre 1854 bis 1856. Ziel ist es, die Gründe für den ausbleibenden Erfolg seiner Arbeit am Kärntnertortheater zu analysieren und sein Schaffen sowie dessen Rezeption im Kontext der damaligen Wiener Ballettlandschaft kritisch zu beleuchten.
1.1 Biographie
Es war fast zu erwarten, dass August Bournonville Tänzer werden würde, denn im 18. und 19. Jahrhundert war es in zahlreiche Künstlerfamilien üblich, ihren Beruf von Generation zu Generation weiterzugeben. August Bournonvilles Vater, Antoine (1760-1843), wurde als Sohn des französischen Truppenverwalters und Schauspielers Louis Amable Bournonville (gestorben ca. 1782) und der Schauspielerin Jeanne Evrard (ca.1728-1798) als viertes von fünf Kindern am 19. Mai 1760 in Lyon geboren. Die Familie reiste durch ganz Europa und lebte von 1765 bis 1774 in Wien. Wien war damals eine führende Stadt im Bereich des Ballett- und Kulturgeschehens nicht zuletzt durch den Einsatz des österreichischen Ballettmeisters Franz Hilferding (1710-1768). Der Taufschein der jüngsten Tochter von Louis Amable und Jeanne, Ursula, wurde 1765 in Wien ausgestellt. Ursula Bournonville (1765-1789) wurde ebenfalls Tänzerin. Die Tochter Julie Bournonville (1749-1826) trat im Frühjahr 1767 im Ensemble von Auguste Vestris (1760-1843) in Jean Georges Noverres Ballett Medea und Jason (1763) auf, und erhielt auf Vorschlag des Operndirektors den Großteil der Entlohnung, die für das Ensemble bestimmt war. Ein Indiz für die große Begabung, die sich in der Familie noch weiter verbreiten sollte.
I ALLGEMEINES: Dieses Kapitel bietet einen grundlegenden Überblick über die Biographie August Bournonvilles, seine Ausbildung und seine prägende Bedeutung für das Ballett, sowohl in Dänemark als auch international.
II AUGUST BOURNONVILLE UND DIE WIENER HOFOPER: Hier wird detailliert auf Bournonvilles Gastspiele und seine Anstellung an der Wiener Hofoper eingegangen, inklusive einer Analyse seiner dort aufgeführten Ballette und der herrschenden Ballettkrise.
III AUS DEM PRIVATEN: Dieser Teil beleuchtet das familiäre Umfeld und die Lebensumstände der Familie Bournonville während ihres Aufenthalts in Wien sowie ihre persönlichen Eindrücke von der Stadt.
IV BOURNONVILLE UND ÖSTERREICH NACH 1856: Das Kapitel untersucht die nachwirkenden Einflüsse des Österreich-Aufenthalts auf Bournonvilles spätere Arbeiten sowie die spätere mediale Rezeption und Aufnahme im 20. Jahrhundert.
V DIE BEIDEN PRICES: Der Abschluss der Arbeit widmet sich der Bedeutung der dänischen Tänzer Juliette und Julius Price im Kontext von Bournonvilles Wiener Wirken.
August Bournonville, Wiener Hofoper, Kärntnertortheater, Ballettmeister, Tanzgeschichte, Dänisches Ballett, Wien, Tanzreform, Juliette Price, Julius Price, Romantik, Choreographie, Kulturgeschichte, Ballettkrise, Theaterliteratur.
Die Arbeit analysiert August Bournonvilles Leben und Wirken in Wien zwischen 1854 und 1856, um die Ursachen für sein dortiges Scheitern als Choreograph zu ergründen.
Zentrale Themen sind die tänzerische Ausbildung Bournonvilles, die Konflikte mit der Direktion der Hofoper, die Rolle von Tänzerinnen wie Juliette Price und Carolina Pocchini sowie die Rezeption seiner Ballette in der Wiener Presse.
Das Ziel ist die erstmalige gründliche Aufarbeitung dieser kurzen, bisher in der Forschung vernachlässigten Episode im Leben Bournonvilles und die Identifikation der Faktoren, die zu seinem Misserfolg führten.
Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen, Memoiren, Briefwechseln, Sitzungsprotokollen und zeitgenössischen Theaterrezensionen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse seines beruflichen Wirkens an der Wiener Hofoper, eine Betrachtung seines Privatlebens in Wien sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den dänischen Tänzern, die ihn begleiteten.
Wichtige Begriffe sind August Bournonville, Kärntnertortheater, Wiener Ballett, Tanzreform, künstlerische Rezeption und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts.
Die Beziehung war durch gegenseitiges Misstrauen, unterschiedliche Vorstellungen von künstlerischer Qualität und Cornets schwierigen, kolerischen Charakter geprägt, was die Arbeitsbedingungen für Bournonville massiv erschwerte.
Das Wiener Publikum war an akrobatische Leistungen und prunkvolle Inszenierungen gewöhnt, während Bournonville Ästhetik und inhaltliche Tiefe in den Vordergrund stellte, was zu einer eher verständnislosen oder ablehnenden Haltung führte.
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