Masterarbeit, 2021
74 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Forschungsfragen
1.3 Zielsetzung
1.4 Methodische Vorgehensweise
1.5 Aufbau
2. Begriffsdefinition
2.1 Treibhauseffekt
2.2 Nachhaltigkeit
2.3 CO2-Abdruck
2.4 CO2-Emission
2.5 CO2-Äquivalente
2.6 Biologische Lebensmittel
2.7 Produktkette
2.8 Region
3. CO2-Problematik und Steuer
3.1 Status quo
3.2 Rechtliche Grundlagen
3.3 Carbon Tax
3.4 Auswirkungen von Preiserhöhungen auf das Konsumverhalten
3.4.1 Wirkung Preiserhöhungen
3.4.2 Tabaksteuer
3.5 Theoretische Umsetzung
4. Lebensmittelproduktion konventioneller Lebensmittel
4.1 Herstellung
4.2 Transport
4.3 Externe Produktionsmittel
4.4 Vermarktung
5. Bio-Lebensmittel im Direktverkauf
5.1 Herstellung
5.2 Transport
5.3 Externe Produktionsmittel
5.4 Vermarktung
5.5 Biozeichen
5.5.1 EU-Bio Logo
5.5.2 AMA Bio Siegel
5.5.3 Biozeichen des Handels
5.5.4 Bio-Verbandszeichen
5.6 Kontrollstellen
6. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit
6.1 Ökonomisch
6.2 Ökologisch
6.3 Sozial
7. Regionalität
7.1 Bewusstsein der LandwirtInnen
7.2 Herkunft und Qualität
7.3 Regionale Produktketten
7.4 Bewusstsein der KonsumentInnen
7.5 Globalisierung
8. Saisonalität
9. Handlungsmöglichkeiten
9.1 Transport
9.2 Warenbezeichnung und Kennzeichnung
9.3 Fortbildung und Information/Marketing
9.4 Förderungen
9.5 Verbündete suchen
9.6 Information für KonsumentInnen
9.7 Online Plattformen
10. Methodik
10.1 Umfrage
10.1.1 Messung
10.1.2 Datensammlung
10.1.3 Vor- und Nachteile einer Befragung
10.1.4 Auswertung
10.1.5 Interviewfragen
10.2 Vergleich Lebensmitteleinzelhandel – BIO-Direktverkauf
11. Analyse quantitative Umfrage
12. Diskussion und Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht den Einfluss einer potenziellen CO2-Steuer auf das Konsumverhalten bei Lebensmitteln und vergleicht den Lebensmitteleinzelhandel mit dem Bio-Direktverkauf unter Nachhaltigkeitsaspekten, um Wege zur CO2-Reduktion in der Lebensmittelbranche aufzuzeigen.
1.1 Ausgangslage
Es wird zu viel Kohlenstoffdioxid, kurz CO2, emittiert. Je mehr CO2 in die Atomsphäre abgegeben wird, umso mehr verstärkt sich der Treibhauseffekt und die Erdtemperatur nimmt zu (Europäische Kommission 2008: 4, 7).
Wir fügen der Atmosphäre Kohlendioxid und andere Treibhausgase in ungeheurer Geschwindigkeit hinzu, hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Diese in der Atmosphäre angesammelten Gase sind Schadstoffe die Wärme absorbieren, welche unter anderem durch höhere Temperaturen, extremeres Wetter, Anstieg des Meeresspiegels und Gletscherschmelze langanhaltende Schäden verursacht (Metcalf 2019: 81).
Ebenfalls wird die Änderung der Landnutzung, wie das Abholzen von Wäldern genannt, welche zu Tragen kommt. In Europa sind der Energie- und Transportsektor die größten Emissionsproduzenten. Das IPCC ist überzeugt davon, dass die gegenwärtige Erderwärmung zum größten Teil von Treibhausgasemissionen herrührt, die menschlichen Tätigkeiten zuzuschreiben sind. Die Vielzahl an Klimaschäden ist groß und die Eindämmung künftiger Schäden erfordert ein zeitnahes effektives Handeln, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels möglichst einzudämmen (Europäische Kommission 2008: 4-7).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der CO2-Emissionen ein, stellt die Forschungsfragen sowie die Zielsetzung dar und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden die zentralen Fachbegriffe wie Treibhauseffekt, Nachhaltigkeit, CO2-Fußabdruck, Lebensmittel-Produktionsketten und regionale Abgrenzungen definiert.
3. CO2-Problematik und Steuer: Hier wird der Status quo der Treibhausgasemissionen diskutiert, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die theoretische Wirkung und Umsetzung einer CO2-Steuer analysiert.
4. Lebensmittelproduktion konventioneller Lebensmittel: Dieses Kapitel betrachtet die Prozesse der konventionellen Lebensmittelproduktion mit Fokus auf Herstellung, Transport, Produktionsmittel und Vermarktung.
5. Bio-Lebensmittel im Direktverkauf: Hier werden die Besonderheiten der Bio-Landwirtschaft, inklusive Zertifizierungen und Kontrollmechanismen, dem konventionellen System gegenübergestellt.
6. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Das Kapitel erläutert die ökonomischen, ökologischen und sozialen Säulen der Nachhaltigkeit im Kontext der Landwirtschaft.
7. Regionalität: Es wird untersucht, wie Regionalität das Bewusstsein von Produzenten und Konsumenten prägt und welche Vorteile regionale Produktketten bieten.
8. Saisonalität: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung des saisonalen Konsums für den Klimaschutz und bietet einen Überblick über saisonale Verfügbarkeiten.
9. Handlungsmöglichkeiten: Hier werden konkrete Maßnahmen für Landwirte und Konsumenten vorgeschlagen, um die Lebensmittelbranche umweltfreundlicher zu gestalten.
10. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das wissenschaftliche Vorgehen, insbesondere die Durchführung und Auswertung der quantitativen Umfrage.
11. Analyse quantitative Umfrage: Die Ergebnisse der Befragung von 104 Konsumenten zu ihren Einkaufsgewohnheiten und zur Einstellung gegenüber einer CO2-Steuer werden hier präsentiert.
12. Diskussion und Schlussfolgerung: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und beantwortet die eingangs gestellten Forschungsfragen.
CO2-Steuer, Treibhauseffekt, Nachhaltigkeit, biologische Landwirtschaft, Regionalität, Saisonalität, Lebensmittelproduktion, Konsumverhalten, Bio-Direktverkauf, Klimaschutz, CO2-Bilanz, Umweltschutz, Lebensmittelkette, Ernährung, Klimaneutralität.
Die Arbeit analysiert den Einfluss einer potenziellen CO2-Steuer auf das Konsumverhalten bei Lebensmitteln und vergleicht dabei konventionelle Strukturen des Lebensmitteleinzelhandels mit den nachhaltigeren Ansätzen der Bio-Direktvermarktung.
Die Schwerpunkte liegen auf Klimaschutz, Nachhaltigkeitsstrategien in der Landwirtschaft, der Bedeutung von regionalen und saisonalen Produkten sowie der Wirksamkeit ökonomischer Steuerungsinstrumente wie der CO2-Steuer.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, welchen Einfluss die Einführung einer CO2-Steuer auf den Absatz klimabelastender Lebensmittel im Einzelhandel hätte und welche Vorteile die Bio-Direktvermarktung im Hinblick auf Nachhaltigkeit bietet.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche und einer empirischen quantitativen Umfrage, deren Ergebnisse mittels statistischer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu CO2-Effekten, eine Analyse der konventionellen versus ökologischen Lebensmittelkette, die ökonomischen und sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit sowie eine detaillierte Auswertung einer Konsumentenbefragung.
Kernbegriffe sind CO2-Steuer, Nachhaltigkeit, biologische Landwirtschaft, Regionalität, Saisonalität, Klimaschutz und Konsumverhalten.
Die Umfrage zeigt ein differenziertes Bild: Eine Mehrheit von 58,9 % der Befragten steht einer CO2-Steuer grundsätzlich positiv gegenüber, wobei die Akzeptanz bei höheren Preisen für bestimmte Produkte stark abnimmt.
Regionalität ist für Bio-Landwirte nicht nur ein räumliches Konzept, sondern umfasst auch soziale Interaktion, menschliche Nähe und die tief verwurzelte Identifikation mit der Region und der biologischen Wirtschaftsweise.
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