Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Begrifflichkeiten
2.1 Ökonomische Analyse des Rechts
2.2 Schattenbanksystem Definition
2.3 Funktionsbereiche des Schattenbanksektor
2.4 Hedgefonds
2.5 Kreditintermediation
3 Instrumente von Hedgefonds
3.1 Repo-Markt
3.2 Wertpapierleihe
4 Systemische Risiken
4.1 Intransparenz und Verflechtung
4.2 Run-Risiko
4.3 Ansätze zur Risikoreduktion
5 Regulierung des Schattenbankensystem
5.1 Bisherige Regulierungsmaßnahmen
5.2 Handlungsansätze
6 Auswirkungen der Macht der Schattenbanken auf den Markt
6.1 Reddit-Gruppen
6.2 Beispiel Gamestop
6.3 Zukunftsprojektionen
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert das komplexe Schattenbanksystem, dessen Funktionsweise sowie die damit verbundenen systemischen Risiken. Ziel der Untersuchung ist es, auf Basis der ökonomischen Analyse des Rechts zu eruieren, wie Schattenbanken reguliert werden sollten, um die Stabilität der Finanzmärkte ohne eine übermäßige Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Effizienz zu gewährleisten.
3.1 Repo-Markt
Der Repo-Markt ist ein fundamentaler Aspekt der kurzfristigen Finanzierung. Ein Repo-Geschäft ist eine Rückkaufvereinbarung (repurchace agreement) von kurzer Laufzeit. Insbesondere Broker-Dealer nutzen diese Möglichkeit, um ihre eigenen Bücher zu refinanzieren. Typischerweise stehen sich bei einem bilateralen Repo-Geschäft zwei Parteien gegenüber. Die Geldaufnehmende Partei verkauft hierbei Wertpapiere und verpflichtet sich zu einem festgelegten Zeitpunkt, diese von der Gegenpartei wieder zurückzukaufen und einen Zins in Form einer „Repo Rate“ zu bezahlen. Die häufigste Form von Repo-Geschäften sind Overnight-Repos, bei denen die Rückzahlung schon am nächsten Tag erfolgt.
In den meisten Fällen wird ein Sicherheitsabschlag vorgenommen (Haircut), so dass der Wert der Sicherheiten die ursprüngliche Kreditaufnahme übersteigt. Dieser dient der geldgebenden Partei als Risikopuffer. Dabei ist der Broker-Dealer im Besitz der Wertpapiere und strebt eine kurzfristige Finanzierung an. Um solch eine Transaktion verständlich darzustellen, wird im folgendem mit Beispielszahlen gearbeitet.
Die als Sicherheit (collateral) hinterlegten Papiere haben einen Wert von 100 USD. Der bereitgestellte Kredit für den Broker-Dealer entspricht 95 USD, was eine Differenz von 5% bedeutet. Dies dient, wie oben erwähnt, als Risikopuffer für den Investor. Die Höhe des „haircuts“ hängt von dem Risiko des Ausfalles sowie dem Wert der Veräußerung bei Marktpreis ab.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Schattenbanken dar und formuliert die Zielsetzung sowie die Forschungsfrage dieser Bachelorarbeit.
2 Theoretische Begrifflichkeiten: Hier werden die ökonomische Analyse des Rechts, Definitionen des Schattenbanksystems und die Kreditintermediation theoretisch fundiert beschrieben.
3 Instrumente von Hedgefonds: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Repo-Geschäften und Wertpapierleihe als wesentliche Instrumente zur Liquiditätssicherung.
4 Systemische Risiken: Hier werden die durch das Schattenbanksystem entstehenden Risiken wie Intransparenz, Run-Risiken und deren Auswirkungen auf das globale Finanzsystem analysiert.
5 Regulierung des Schattenbankensystem: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über bestehende Regulierungsansätze und diskutiert deren Wirksamkeit anhand von Workstreams der FSB.
6 Auswirkungen der Macht der Schattenbanken auf den Markt: Anhand des Falls Gamestop werden die Auswirkungen fehlender Regulierungen und die Rolle von Social-Media-Aktivitäten untersucht.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Notwendigkeit einer globalen, effizienten Regulierung.
Schattenbanken, Hedgefonds, Marktregulation, Kreditintermediation, Repo-Markt, Wertpapierleihe, systemische Risiken, Finanzmarktstabilität, Regulierungsarbitrage, Gamestop, Finanzkrise, ökonomische Analyse des Rechts, Leerverkäufe, Liquidität, Finanzdienstleistungsaufsicht
Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Instrumenten und der Marktregulation des Schattenbanksektors, mit einem besonderen Fokus auf die Rolle von Hedgefonds.
Zentrale Themen sind die Kreditintermediation, systemische Risiken durch Intransparenz und Verflechtungen sowie die Wirksamkeit bisheriger regulatorischer Maßnahmen.
Ziel ist es, zu analysieren, was Schattenbanken sind und wie sie reguliert werden sollten, um die Finanzmarktstabilität zu sichern.
Es wird eine literaturbasierte Analyse unter Anwendung der ökonomischen Analyse des Rechts genutzt, um die Regulierungsnotwendigkeit und -effizienz zu untersuchen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, Hedgefonds-Instrumente, systemische Risiken sowie konkrete Regulierungsansätze und deren Auswirkungen analysiert.
Schattenbanken, Hedgefonds, Marktregulation, systemische Risiken, Finanzstabilität und Regulierungsarbitrage sind prägende Begriffe.
Der Fall dient als Paradebeispiel für die Gefahren einer Unterregulierung und zeigt auf, wie durch Leerverkäufe und Marktmanipulation systemische Risiken entstehen können.
Offshore-Finanzzentren ermöglichen es Hedgefonds, strengen nationalen Regulierungen zu entgehen, was die Wirksamkeit lokaler Regulierung schwächt.
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