Bachelorarbeit, 2017
43 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Das Konzept der Liebe in der Romantik
3. Das Liebeskonzept in J.W. von Goethes Die Leiden des jungen Werther
3.1. Werthers Leben vor der Begegnung mit Lotte
3.2. Werthers Liebe zu Lotte
3.3. Die Folgen von Werthers Liebe zu Lotte
3.4. Lottes Beziehung zu Werther
4. Das Liebeskonzept in U. Foscolos Ultime lettere di Jacopo Ortis
4.1. Jacopos Situation vor der Begegnung mit Teresa
4.2. Jacopos Liebe zu Teresa
4.3. Die Folgen der Liebe zu Teresa
4.4. Teresas Beziehung zu Jacopo
5. Literatur als ein wesentliches Merkmal des Liebeskonzeptes
Die vorliegende Arbeit analysiert und vergleicht das Liebeskonzept in den Briefromanen "Die Leiden des jungen Werther" von J. W. von Goethe und "Ultime lettere di Jacopo Ortis" von U. Foscolo unter Berücksichtigung der romantischen Tradition und soziologischer Kommunikationstheorien.
3.1. Werthers Leben vor der Begegnung mit Lotte
Der monologische Briefroman stellt das Leben und die Perspektive des jungen Werther tagebuchartig mittels seiner Gedanken und Empfindungen dar. Die ersten Briefe des Romans dienen als eine Art Einleitung, bei der der Leser mit dem Protagonist bekannt gemacht wird und über dessen Lebenssituation erfährt. Werther junger Rechtspraktikant schildert bereits im ersten Brief des 4. Mai sein Fluchtmotiv: „Wie froh bin ich, dass ich weg bin!“ (LW, S. 5). „Dieser der Konvention des Briefromans folgende erste Satz steht bereits für Werthers unwiderrufliche Entscheidung, sich den Zwängen der bürgerlichen Verhältnisse zu entziehen, und zugleich für den Beginn seiner Leidensgeschichte.“
„Bester Freund, was ist das Herz des Menschen! Dich zu verlassen“(LW, S. 5). Man merkt, dass es Werther schwer fällt, die Personen, die ihm am Herzen liegen, zu verlassen. Es wird darauf hingedeutet, dass „die ganze Werther- Geschichte als ein großes Exemplum von menschenallgemeiner Bedeutsamkeit sinnbildhaft vorführt: die geheimnisvolle, außervernünftige Macht des menschlichen Herzens, das sich aus den eigenen Wesenstiefen sein Schicksal zubereitet.“
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Liebesbegriffs von der Antike über das Mittelalter bis zur Epoche der Romantik und führt in die Gattung des Briefromans ein.
2. Das Konzept der Liebe in der Romantik: Dieses Kapitel erläutert die romantische Liebesauffassung, die Liebe als individuelle Kommunikation definiert und eng mit der Idealisierung des Partners und der Natur verbindet.
3. Das Liebeskonzept in J.W. von Goethes Die Leiden des jungen Werther: Hier wird untersucht, wie Werthers emotionale Instabilität und seine Literaturrezeption sein Liebeserleben zu Lotte prägen, was letztlich in eine tragische Sackgasse führt.
3.1. Werthers Leben vor der Begegnung mit Lotte: Dieser Abschnitt analysiert die psychische Ausgangslage Werthers, geprägt von Einsamkeit, Melancholie und dem Wunsch, den bürgerlichen Zwängen zu entfliehen.
3.2. Werthers Liebe zu Lotte: Hier wird der Prozess der Verliebtheit und die psychische Idealisierung Lottes durch Werther, gestützt durch literarische Vergleiche, dargestellt.
3.3. Die Folgen von Werthers Liebe zu Lotte: Der Abschnitt behandelt die Eskalation der unerwiderten Liebe und die daraus resultierende Suizidalität als logische Konsequenz seines Wesens.
3.4. Lottes Beziehung zu Werther: Hier wird beleuchtet, wie Lotte die Beziehung rein als freundschaftlich interpretiert und sich ihrer eigenen moralischen und familiären Verpflichtungen gegenüber Albert bewusst ist.
4. Das Liebeskonzept in U. Foscolos Ultime lettere di Jacopo Ortis: Das Kapitel widmet sich der Übertragung des Werther-Modells auf den italienischen Kontext unter Berücksichtigung nationalpolitischer Aspekte.
4.1. Jacopos Situation vor der Begegnung mit Teresa: Dieser Teil beschreibt die politische Hoffnungslosigkeit und die patriotische Identität Jacopos, die sein Handeln bestimmen.
4.2. Jacopos Liebe zu Teresa: Der Fokus liegt hier auf der Projektion der idealen Geliebten und der Seelenverwandtschaft, die Jacopo in Teresa zu finden glaubt.
4.3. Die Folgen der Liebe zu Teresa: Dieser Abschnitt erläutert die Unvereinbarkeit von persönlichem Glück und patriotischer Tragik, die Jacopo in den Abgrund führt.
4.4. Teresas Beziehung zu Jacopo: Hier wird das Spannungsfeld zwischen Teresas Zuneigung zu Jacopo und ihrer erzwungenen Vernunftehe analysiert.
5. Literatur als ein wesentliches Merkmal des Liebeskonzeptes: Das abschließende Kapitel reflektiert, wie beide Protagonisten Literatur als Ersatzobjekt für ihre in der Realität unerfüllbaren Sehnsüchte nutzen.
Liebeskonzept, Romantik, Briefroman, Werther, Jacopo Ortis, Melancholie, Idealismus, Literaturrezeption, Unerfüllbarkeit, Identitätsbildung, Patriotismus, Suizidalität, Seelenverwandtschaft, Kommunikationstheorie, Epochenvergleich.
Die Arbeit vergleicht die Liebeskonzepte in den Briefromanen "Die Leiden des jungen Werther" von J. W. von Goethe und "Ultime lettere di Jacopo Ortis" von Ugo Foscolo.
Zentrale Themen sind die psychologische Analyse von Liebesleid, die Rolle der Literatur für die Selbstwahrnehmung der Protagonisten und der Einfluss gesellschaftlicher sowie politischer Faktoren auf das Liebeserleben.
Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung des Scheiterns zwischenmenschlicher Beziehungen bei Goethe und Foscolo herauszuarbeiten.
Die Untersuchung folgt einem literaturwissenschaftlichen Vergleichsansatz, der unter Einbeziehung von Kommunikationstheorien (Niklas Luhmann) und zeitgenössischer Sekundärliteratur eine hermeneutische Textanalyse durchführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse beider Briefromane, wobei jeweils die Lebenssituation der Protagonisten vor der Begegnung, das Entstehen der Liebe, die psychologischen Folgen und die Perspektive der jeweiligen Frauen (Lotte/Teresa) beleuchtet werden.
Wichtige Begriffe sind Liebeskonzept, Romantik, Melancholie, Briefroman und Idealismus.
Während bei Werther vor allem die Unmöglichkeit der privaten Liebeserfüllung im Vordergrund steht, ist Jacopo Ortis' Suizid zusätzlich durch die politische Hoffnungslosigkeit und die erzwungene Aufgabe seiner patriotischen Ideale motiviert.
Die Literatur dient den Protagonisten als Verstärker ihrer Emotionen und als Medium zur Idealisierung ihrer Partnerinnen, wodurch eine Flucht in eine Fantasiewelt ermöglicht wird.
Die Arbeit deutet Teresas Haltung als ein schwankendes Vertrauensverhältnis, das zwar eine starke Zuneigung zeigt, aber durch ihre erzwungene Verlobung und die familiäre Verantwortung von Beginn an als unerfüllbar gekennzeichnet ist.
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