Bachelorarbeit, 2021
39 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
1.1. PROBLEMAUFRISS
1.2. AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND
1.3. FRAGESTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.4. AUFBAU DER ARBEIT
2. GESCHLECHTERVIELFALT
2.1. WAS IST EIN GESCHLECHT?
2.2. DIE VERSCHIEDENEN GESCHLECHTER
2.3. DIE ENTWICKLUNG DES GENDERBEGRIFFS
2.4. GENDER MAINSTREAMING
3. SCHULE UND GENDER
3.1. SCHULE ALS GESCHLECHTSNEUTRALER RAUM?
3.2. DAS „BENACHTEILIGTE GESCHLECHT“ IN SCHULEN
3.3. MÖGLICHE GRÜNDE FÜR LEISTUNGSDIFFERENZEN ZWISCHEN JUNGEN UND MÄDCHEN
3.4. DOING GENDER IN SCHULEN
3.5. GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT IN SCHULEN
3.6. GENDER IN SCHULBÜCHERN
3.7. EIN BLICK AUF DIE LEHRPLÄNE IN SCHLESWIG – HOLSTEIN
4. MÖGLICHKEITEN FÜR DIE PRAXIS
4.1. GENDER IN DEN FÄCHERN RELIGION, ETHIK UND BIOLOGIE
4.2. DER FACHDIDAKTISCHE DREISCHRITT: KONSTRUKTION - REKONSTRUKTION – DEKONSTRUKTION
4.3. GENDERGERECHTE SPRACHE
5. FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie sich die gesellschaftliche Veränderung von Gender auf das schulische Umfeld auswirkt und wie schulische Institutionen mit dieser Thematik umgehen. Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, dass Schulen keine neutralen Räume sind und Ansätze zu entwickeln, wie ein geschlechtergerechter Unterricht sowie eine stärkere Thematisierung von Geschlechtervielfalt in der Praxis umgesetzt werden kann.
3.6. Gender in Schulbüchern
Schulbücher finden in den meisten Schulen tägliche Verwendung und sind deshalb ein wichtiger Bestandteil für den Unterricht von Schüler*innen. Der Inhalt von Schulbüchern wird gemeinsam von unterschiedlichen Leuten bestimmt und mit dem Ziel entwickelt die Lebenswirklichkeit von Schüler*innen widerzuspiegeln.
Oft vermitteln Schulbücher neben wichtigen Lehrinhalten indirekt Normen und Werte und geben somit den Schüler*innen vor, was für sie als „normal“ gelten sollte. Die Konstruktion von Schulbüchern soll zwar darauf abzielen die Lebenswirklichkeit von Schüler*innen zu reproduzieren, jedoch sieht die Realität der Schüler*innen oftmals ganz anders aus.
Trotzdem besitzen Schulbücher die Macht Schüler*innen zu beeinflussen, da die Darstellungen ihrer Realität sehr neutral wirken. Laut dem UN – Übereinkommen müssen Schulbücher diskriminierungsfrei und Geschlechtergerecht sein, jedoch ist fraglich, ob dies in der Realität wirklich so ist (vgl. Göbel/ Bittner 2013: 8f.).
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Diskriminierung von Jugendlichen in Schulen und Definition des Forschungsinteresses.
2. GESCHLECHTERVIELFALT: Erläuterung der verschiedenen Geschlechterkonzepte und der Entwicklung des Genderbegriffs sowie des Gender Mainstreaming.
3. SCHULE UND GENDER: Analyse der schulischen Institutionen hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit, Leistungsunterschieden und der Darstellung in Lehrmaterialien.
4. MÖGLICHKEITEN FÜR DIE PRAXIS: Vorstellung didaktischer Ansätze wie den Dreischritt der Konstruktion, Rekonstruktion und Dekonstruktion sowie die Bedeutung gendergerechter Sprache.
5. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse und Forderung nach mehr Sensibilität und konkreten Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte.
Gender, Schule, Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechtervielfalt, Diskriminierung, Didaktik, Schulbücher, Doing Gender, Lehrpläne, Biologieunterricht, Religionsunterricht, Gender Mainstreaming, Stereotypisierung, Bildungsauftrag, Geschlechterrollen
Die Arbeit analysiert, wie gesellschaftliche Veränderungen im Bereich Gender in der Schule thematisiert werden und zeigt auf, dass hierbei ein erheblicher Nachholbedarf besteht.
Zentrale Themen sind die soziale Konstruktion von Geschlecht, die Analyse von Schulbüchern, Leistungsdifferenzen zwischen den Geschlechtern sowie die Möglichkeiten für einen geschlechtergerechten Unterricht.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schule als geschlechtsneutraler Raum kritisch hinterfragt werden kann und welche praktischen Möglichkeiten es gibt, Gender sensibler und gerechter im Unterricht zu integrieren.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Auswertung von Bildungsstudien sowie eine Analyse der Lehrpläne für Schleswig-Holstein und ausgewählter Schulbücher.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Geschlechtsbegriffs, der Untersuchung von Schule als Raum für Gender, einer Analyse der Darstellung von LSBTI in Schulbüchern sowie der Vorstellung didaktischer Methoden zur Unterrichtsgestaltung.
Wichtige Begriffe sind Gender, Schule, Geschlechtergerechtigkeit, Diskriminierung, Didaktik, Schulbücher, Doing Gender und Stereotypisierung.
Die Autorin stellt fest, dass Homosexualität in den untersuchten Büchern oft nur nebensächlich oder als „außergewöhnlich“ behandelt wird, während die Heterosexualität als gesellschaftliche Norm gesetzt bleibt.
Empfohlen wird der fachdidaktische Dreischritt: Konstruktion, Rekonstruktion und Dekonstruktion, um Schüler*innen für Geschlechterrollen zu sensibilisieren und bestehende Klischees kritisch zu hinterfragen.
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