Masterarbeit, 2021
105 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Sozialpädagogische Familienhilfe
2.1 Aufgaben und Ziele der SPFH
2.2 Zielgruppe und Adressaten der SPFH
2.3 Rechtsgrundlagen
2.4 Akteure im Leistungsbereich der Kinder- und Jugendhilfe
2.5 Rahmenbedingungen für die Arbeit der Familienhelfer
3 Pandemie durch das Coronavirus
3.1 Was ist eine Pandemie?
3.2 Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus
3.3 Auswirkungen durch das Coronavirus
3.3.1 Psychosoziale Auswirkungen
3.3.2 Gesamtgesellschaftliche Auswirkungen
4 Forschungsstand
4.1 Deutsches Jugendinstitut „Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten der Corona-Pandemie"
4.2 Deutsches Jugendinstitut „Kindsein in Zeiten von Corona“
4.3 KiCo – Kinder, Eltern und ihre Erfahrungen während der Corona-Pandemie
4.4 Soziale Arbeit im Ausnahmezustand?! Professionstheoretische Forschungsnotizen zur Corona-Pandemie
5 Zielsetzung der Arbeit
6 Empirische Untersuchung
6.1 Qualitative Datenerhebung
6.1.1 Experteninterview
6.1.2 Darstellung und Erläuterung des Interviewleitfadens
6.1.3 Auswahl der Interviewpartner
6.1.4 Durchführung der Interviews
6.2 Datenauswertung
6.2.1 Transkription der Interviews zur Datenaufbereitung
6.2.2 Qualitative Inhaltsanalyse
7 Auswertung der Interviews und Ergebnisse
7.1 Kategorien
7.2 Ergebnisdarstellung und Auswertung
7.2.1 Arbeitsalltag vor der Corona-Pandemie
7.2.2 Herausforderung während der Pandemie
7.2.3 Negative Auswirkungen der Pandemie im Familienkontext
7.2.4 Hilfebedarf Erkennen
7.2.5 Subjektive Arbeitswahrnehmung
7.2.6 Umgang mit der Pandemie durch den Arbeitgeber
7.2.7 Positive Auswirkungen der Pandemie
7.2.8 Ausblick und Anmerkungen für die Zukunft
8 Diskussion
9 Fazit
Die Masterarbeit untersucht, wie sich die Corona-Pandemie auf die sozialpädagogische Arbeit von Familienhilfen in Berlin auswirkt. Im Fokus steht die Frage, inwiefern die pandemiebedingten Maßnahmen und Herausforderungen die professionelle Unterstützung von Familien erschwert haben und welche Konsequenzen dies für die Praxis der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) mit sich brachte.
2.5 Rahmenbedingungen für die Arbeit der Familienhelfer
„In allen Feldern der Sozialen Arbeit ist die persönliche Beziehung zwischen den Menschen, die in Rollen von Fachkraft und Klient aufeinander treffen, sowohl im Erleben als auch für die Wirksamkeit der Hilfe und Entwicklungsförderung wichtig (Wolf 2012, S. 167).“
Die Qualität des persönlichen Miteinanders stellt einen wichtigen Faktor in der Arbeit mit Klienten dar. Das Vertrauen in dem Gegenüber ist eine der wichtigsten Einflussfaktoren auf „Erfolg“ der zu leistenden Arbeit (vgl. Wolf 2012, S. 167f.).
Die Arbeit als Familienhelfer findet weitgehend ohne Beobachtung durch Vorgesetzte oder Kollegen statt. Das bedeutet, dass die Fachkraft größtenteils in der alltäglichen Arbeit mit den Familien auf sich selbst gestellt ist. Demnach ist für die Öffentlichkeit stets unklar, welche Aufgaben/Tätigkeiten die Fachkraft in der Familie erfüllt. Auch hat der ausführende Mitarbeiter oft kein festgelegtes Programm für die Familien, da sich häufig aktuelle Problemlagen ändern können und somit auch der Tagesablauf beeinflusst wird. Dies bringt viel Flexibilität der Mitarbeiter mit sich. Um in den verschiedensten Problemsituationen der Familien einen kühlen Kopf zu bewahren, ist der kollegiale Austausch über mögliche Vorgehensweisen von großer Bedeutung. Er stellt eine wichtige Rahmenbedingung für die Arbeit als Familienhelfer dar und bietet somit die Möglichkeit zu reflektieren und ggf. auch den emotionalen Rückhalt im Team zu erhalten. Besonders bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung wurde die kollegiale Beratung als unabdingbares Qualitätsmerkmal definiert (vgl. Wolf 2012, S. 170).
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Ausbruch der Corona-Pandemie im Jahr 2020 und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Sozialpädagogische Familienhilfe.
2 Sozialpädagogische Familienhilfe: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Aufgaben, Ziele und rechtlichen Rahmenbedingungen der SPFH.
3 Pandemie durch das Coronavirus: Hier werden der Begriff der Pandemie, gesetzliche Eindämmungsmaßnahmen sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus in Deutschland beschrieben.
4 Forschungsstand: Es werden relevante Studien und Forschungsnotizen zur Kinder- und Jugendhilfe sowie zur Sozialen Arbeit im Kontext der Pandemie dargelegt.
5 Zielsetzung der Arbeit: Dieses Kapitel definiert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeit der SPFH und erläutert die methodische Vorgehensweise.
6 Empirische Untersuchung: Die Autorin beschreibt das methodische Design der Studie, die Datenerhebung durch Experteninterviews sowie die Vorgehensweise der qualitativen Inhaltsanalyse.
7 Auswertung der Interviews und Ergebnisse: Die Ergebnisse aus den Experteninterviews werden anhand von acht Kategorien, wie dem Arbeitsalltag und den Herausforderungen während der Pandemie, dargestellt und ausgewertet.
8 Diskussion: Die Ergebnisse der Untersuchung werden kritisch reflektiert und in den theoretischen Kontext sowie den Forschungsstand eingeordnet.
9 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der SPFH nach der Pandemie.
Corona-Pandemie, Sozialpädagogische Familienhilfe, SPFH, Kindeswohl, Lockdown, Experteninterviews, Soziale Arbeit, Familienalltag, Infektionsschutzgesetz, Kinderschutz, Krise, Resilienz, Erziehungshilfen, digitale Kommunikation, Psychosoziale Auswirkungen.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeit von Fachkräften in der sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) in Berlin während der Phase des ersten Lockdowns.
Die zentralen Themen umfassen die Rolle der SPFH, die staatlichen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen auf Familien und die professionelle Bewältigung dieser Krise durch Sozialpädagogen.
Das Ziel ist es, zu erforschen, wie die Corona-Pandemie die tägliche Arbeit der Familienhelfer erschwert hat und welche Veränderungen im professionellen Handeln in dieser unsicheren Zeit notwendig wurden.
Die Autorin führte eine qualitative Sozialforschung durch, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit drei in der Familienhilfe tätigen Fachkräften, deren Aussagen mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der SPFH, eine Analyse der Pandemie-Situation, den aktuellen Forschungsstand, die methodische Vorgehensweise sowie die detaillierte Auswertung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Corona-Pandemie, Kindeswohl, SPFH, Lockdown und psychosoziale Belastungen charakterisiert.
Der direkte persönliche Kontakt wurde als essenziell für das Vertrauensverhältnis beschrieben. Die Umstellung auf digitale Medien oder Telefonate erschwerte den Aufbau einer vertrauensvollen Bindung und die emotionale Unterstützung in Krisensituationen.
Digitale Medien wie Telefon, WhatsApp und Zoom wurden zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit genutzt, stellten die Fachkräfte jedoch vor Herausforderungen hinsichtlich des Datenschutzes und der technischen Ausstattung der Familien.
Trotz der Belastungen berichteten Experten von positiven Entwicklungen, etwa durch mehr gemeinsame Zeit in den Familien, eine verbesserte elterliche Fürsorge in Einzelfällen und Zeitgewinn bei der Arbeit durch den Wegfall von Fahrtzeiten zu Sitzungen.
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